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Havaneser Zahnwechsel: Symptome, Dauer, doppelte Zähne und Warnzeichen

Ein kleiner Blutfleck auf dem Spielzeug, plötzlich weniger Appetit und vorne im Maul sieht es aus, als hätte der Welpe zwei Eckzähne direkt nebeneinander:


Der Zahnwechsel beim Havaneser kann ziemlich unspektakulär verlaufen, oder innerhalb weniger Tage für große Verunsicherung sorgen.


Bei Fibi gehörten wir eindeutig zur zweiten Gruppe. Während ihre bleibenden Zähne sichtbar nachkamen, saßen einzelne Milchzähne noch fest. Wir hatten sofort die Sorge, dass sie operiert werden müsste. Einer der Zähne lockerte sich schließlich von selbst. Einen anderen zogen wir damals vorsichtig heraus, als er bereits schief und scheinbar nur noch lose im Gebiss hing.


Heute würden wir genau das nicht mehr tun.


Auch wenn bei Fibi damals nichts passiert ist, können Milchzähne lange, dünne Wurzeln besitzen. Ein Zahn kann abbrechen, ein Wurzelrest kann im Kiefer verbleiben und das Zahnfleisch kann verletzt werden. Zahnextraktionen gehören deshalb in tierärztliche Hände. Unsere Erfahrung bleibt Teil dieses Artikels, aber nicht als Anleitung, sondern als ehrliche Einordnung eines Fehlers, den wir mit unserem heutigen Wissen nicht wiederholen würden.


Gerade beim Havaneser lohnt es sich, während des Zahnwechsels genauer hinzusehen. Nicht, weil jeder Havaneser Probleme bekommt, sondern weil kleine Hunderassen häufiger von stehen gebliebenen Milchzähnen betroffen sind.


Gleichzeitig ist das Maul eines kleinen, langhaarigen Welpen nicht immer leicht zu kontrollieren. Wer regelmäßig und ruhig hinschaut, erkennt doppelte Zähne, Entzündungen oder Schmerzen häufig früher.


KURZANTWORT:


Der Zahnwechsel beim Havaneser beginnt meist ungefähr ab dem vierten Lebensmonat. Die bleibenden Zähne sollten in der Regel bis zum Alter von etwa sechs bis sieben Monaten vorhanden sein. Leichtes Zahnfleischbluten, vermehrtes Kauen, Speicheln, vorübergehend empfindliches Fressen und der Verlust kleiner Milchzähne können dazugehören. Bleibt ein Milchzahn stehen, obwohl der entsprechende bleibende Zahn bereits durchbricht, sollte das zeitnah tierärztlich kontrolliert werden. Versucht nicht, den Zahn selbst zu ziehen. Auch besonders harte Kauartikel und grobe Zugspiele sind keine verlässliche Methode, eine Zahnoperation zu verhindern.


Inhaltsverzeichnis



1. Wann beginnt der Zahnwechsel beim Havaneser?


Welpen werden zunächst ohne sichtbare Zähne geboren. In den ersten Lebenswochen brechen die Milchzähne durch. Das vollständige Milchgebiss eines Hundes besteht normalerweise aus 28 Zähnen. Einige Monate später werden diese nach und nach durch das bleibende Gebiss mit insgesamt 42 Zähnen ersetzt.


Die ersten bleibenden Zähne erscheinen bei vielen Hunden ungefähr im Alter von vier bis fünf Monaten. Bis etwa zum siebten Lebensmonat sollte das bleibende Gebiss im Normalfall vollständig vorhanden sein. Der genaue Ablauf kann individuell etwas variieren. Schneidezähne wechseln häufig früher, während Eckzähne und hintere Zähne später folgen können.


Beim Havaneser fällt der Zahnwechsel deshalb meist in eine ohnehin turbulente Entwicklungsphase. Der Welpe wird mutiger, probiert Grenzen aus, kaut viel, erlebt neue Situationen und steckt möglicherweise bereits mitten in ersten pubertären Veränderungen. Nicht jedes unruhige Verhalten in dieser Zeit kommt vom Gebiss. Trotzdem kann ein empfindliches Maul erklären, warum ein Welpe plötzlich anders frisst, bestimmte Kauartikel meidet oder beim Spielen vorsichtiger wird.


Der zeitliche Ablauf als Orientierung

Alter des Havanesers

Typische Entwicklung

Was wir beobachten würden

bis etwa 3 Monate

Milchgebiss ist vorhanden

Maulhandling ruhig aufbauen

etwa 3,5–5 Monate

erste Milchzähne fallen aus

auf Blutspuren und Kauen achten

etwa 5–6 Monate

Eck- und Backenzähne wechseln

nach doppelten Zähnen schauen

etwa 6–7 Monate

bleibendes Gebiss sollte vollständig werden

tierärztliche Gebisskontrolle

nach etwa 7 Monaten

Milchzähne sollten nicht mehr vorhanden sein

verbleibende Milchzähne abklären

Diese Altersangaben sind keine minutengenaue Norm. Ein einzelner Zahn darf etwas früher oder später wechseln. Entscheidend ist vor allem, ob ein bleibender Zahn bereits sichtbar wird, während sein Milchzahn weiterhin fest an derselben Position sitzt.


Beim kleinen Havaneser liegt im Maul alles enger beieinander als bei einem großen Hund. Doppelte Zahnreihen, schief durchbrechende Zähne und festhängende Futterreste können dadurch leicht übersehen werden. Eine kurze, ruhige Maulkontrolle pro Woche ist sinnvoller als seltenes hektisches Festhalten.


Wenn euer Havaneser gerade erst eingezogen ist und Zahnwechsel, Stubenreinheit, Schlaf und Beißhemmung gleichzeitig zusammenkommen, hilft unser Beitrag „Havaneser Welpe – Der komplette Guide für die ersten 30 Tage“ bei der Einordnung dieser ersten Entwicklungsphase.


2. Was während des Zahnwechsels im Maul passiert


Ein bleibender Zahn schiebt nicht einfach den Milchzahn wie einen Korken aus dem Kiefer. Im normalen Verlauf wird die Wurzel des Milchzahns schrittweise abgebaut. Dadurch verliert er seinen Halt, beginnt zu wackeln und fällt schließlich aus. Häufig finden Halter den Zahn gar nicht, weil der Welpe ihn beim Fressen oder Kauen verschluckt. Das ist in der Regel kein Grund zur Sorge.


Für einige Wochen befindet sich der Hund in der sogenannten Mischgebissphase. In dieser Zeit sind Milchzähne und bereits durchgebrochene bleibende Zähne gleichzeitig vorhanden. Das ist grundsätzlich normal. Auffällig wird es, wenn ein bleibender Zahn an derselben Stelle erscheint, der zugehörige Milchzahn aber nicht locker wird und weiterhin fest im Gebiss sitzt. Fachlich wird dann von einem persistierenden beziehungsweise stehen gebliebenen Milchzahn gesprochen.


Die Eckzähne fallen dabei häufig besonders auf. Man sieht dann beispielsweise zwei obere oder untere Fangzähne direkt nebeneinander. Doch auch Schneide- und Backenzähne können betroffen sein. Ein stehen gebliebener Milchzahn nimmt Platz ein, den der bleibende Zahn benötigt. Dadurch kann der neue Zahn in eine ungünstige Position gedrängt werden.


Warum nicht jeder „doppelte Zahn“ sofort dasselbe bedeutet


Wenn der bleibende Zahn gerade erst durchbricht und der Milchzahn bereits deutlich wackelt, kann der natürliche Zahnwechsel unmittelbar bevorstehen. Sitzt der Milchzahn dagegen fest, während der bleibende Zahn sichtbar daneben wächst, sollte man nicht wochenlang auf gut Glück warten.


Die Stellung bleibender Zähne kann sich innerhalb relativ kurzer Zeit verändern. Ein persistierender Milchzahn kann zu Fehlstellungen, einem unpassenden Zusammenbiss, Futteransammlungen und späteren Zahnfleisch- oder Zahnbetterkrankungen beitragen. Kleine Hunderassen sind davon häufiger betroffen.


Der Zahnwechsel ist kein Wettbewerb darum, ob möglichst alle Milchzähne „irgendwie von allein“ verschwinden. Das Ziel ist ein schmerzfreies, funktionelles bleibendes Gebiss. Wenn dafür eine tierärztliche Entfernung nötig ist, ist das kein Versagen.


3. Typische Symptome beim Havaneser Zahnwechsel


Manche Havaneser wechseln ihre Zähne, ohne dass ihre Menschen viel davon bemerken. Andere zeigen mehrere Tage lang deutlich, dass im Maul etwas passiert. Wie stark die Symptome sind, hängt vom einzelnen Welpen, vom betroffenen Zahn und vom Verlauf ab.


Typische Beobachtungen können sein:


  • Der Welpe kaut häufiger auf geeigneten Gegenständen.

  • Er nimmt Spielzeug anders ins Maul.

  • Auf einem Kauartikel oder Spielzeug befindet sich ein kleiner Blutfleck.

  • Das Zahnfleisch wirkt an einzelnen Stellen gerötet oder empfindlich.

  • Der Welpe speichelt vorübergehend etwas mehr.

  • Er frisst langsamer oder lässt sehr harte Bestandteile liegen.

  • Er möchte zeitweise weniger grob zerren.

  • Er reibt mit der Pfote am Maul.

  • Ein kleiner Milchzahn wird auf dem Boden oder im Spielzeug gefunden.

  • Der Atem riecht während einzelner Wechselphasen vorübergehend anders.


Leichtes Zahnfleischbluten an der Stelle eines ausgefallenen Zahns kann vorkommen. Es sollte jedoch rasch aufhören. Stärkere, wiederkehrende oder länger anhaltende Blutungen gehören tierärztlich kontrolliert. Vermehrtes Kauen, Speicheln und vorübergehende Empfindlichkeit des Mauls können während des Zahnwechsels auftreten.


Vermehrtes Kauen ist verständlich, aber kein Freibrief


Das Bedürfnis zu kauen kann während des Zahnwechsels zunehmen. Kauen kann Druck und unangenehme Empfindungen kurzfristig ablenken. Trotzdem sollte der Havaneser nicht einfach alles bekommen, was besonders hart erscheint. Knochen, Geweihstücke und sehr harte, unnachgiebige Kauartikel können Zähne beschädigen oder Frakturen verursachen.


Ein nachgiebiges Kauspielzeug für Welpen* kann in dieser Phase eine sinnvolle Alternative sein, wenn es zur kleinen Havaneser-Schnauze passt, keine ablösbaren Kleinteile besitzt und unter Aufsicht verwendet wird. Es soll das Kaubedürfnis sicher umlenken, nicht mit möglichst viel Härte einen Milchzahn „herausarbeiten“.


Anhänglichkeit und Müdigkeit richtig einordnen


Ein Welpe kann an einem unangenehmen Tag anhänglicher oder ruhiger wirken. Das ist möglich, aber nicht beweisend für den Zahnwechsel. Gerade Havaneser sind oft ohnehin menschenbezogen und suchen bei Unsicherheit Nähe. Wenn starke Müdigkeit, Fieber, deutliche Mattigkeit oder andere körperliche Symptome hinzukommen, sollte man nicht automatisch alles auf die Zähne schieben.


Plötzlich bleibt das Frühstück liegen


Euer Havaneser läuft wie gewohnt zum Napf, nimmt ein Stück Trockenfutter auf und lässt es wieder fallen. Weiches Futter frisst er dagegen, und später kaut er vorsichtig auf einem weichen Spielzeug. Das kann zu einem empfindlichen Maul passen.

Frisst er jedoch gar nichts, wirkt matt oder zeigt zusätzlich Erbrechen, Durchfall oder Fieber, würden wir nicht einfach mehrere Tage auf den Zahnwechsel vertrauen.


Ein bisschen verändertes Kauen kann zum Zahnwechsel passen. Ein deutlich kranker Welpe gehört untersucht. Der Zahnwechsel darf nie zur pauschalen Erklärung für jedes Symptom werden.


4. Was nicht automatisch zum Zahnwechsel gehört


Im ursprünglichen Beitrag hatten wir Durchfall als mögliches Anzeichen des Zahnwechsels aufgeführt. Diese Aussage würden wir heute so nicht mehr stehen lassen. Durchfall ist kein verlässliches typisches Zahnwechselsymptom.


Manchmal treten Zahnwechsel und Durchfall zeitgleich auf, weil der Welpe mehr Dinge ins Maul nimmt, Kauartikel nicht verträgt, Futter gewechselt wurde, Stress erlebt oder sich einen Infekt beziehungsweise Parasiten eingefangen hat. Das bedeutet aber nicht, dass die neuen Zähne die Ursache sind. Bei wiederholtem, starkem oder anhaltendem Durchfall sollte deshalb nicht einfach abgewartet werden.


Auch starke Teilnahmslosigkeit, Fieber, wiederholtes Erbrechen, deutliche Gesichtsschwellung, eitriger Ausfluss, anhaltendes starkes Bluten oder vollständige Futterverweigerung sind keine Beschwerden, die man sorglos als normalen Zahnwechsel verbuchen sollte.


Wann wir zeitnah zum Tierarzt gehen würden


Eine Kontrolle ist besonders sinnvoll, wenn:


  • ein bleibender Zahn sichtbar neben einem festen Milchzahn wächst,

  • der Welpe das Maul kaum öffnen lässt,

  • er beim Fressen oder Kauen aufschreit,

  • eine Gesichtshälfte anschwillt,

  • das Zahnfleisch stark entzündet oder eitrig wirkt,

  • ein Zahn abgebrochen ist,

  • unangenehmer Maulgeruch deutlich zunimmt,

  • der Welpe über längere Zeit kaum frisst,

  • eine Blutung nicht rasch stoppt,

  • der Biss sichtbar schief wird,

  • mit etwa sechs bis sieben Monaten noch Milchzähne vorhanden sind,

  • ihr nicht sicher unterscheiden könnt, was ihr im Maul seht.


WICHTIGE EINORDNUNG


Der Zahnwechsel kann unangenehm sein, sollte euren Havaneser aber nicht schwer krank machen. Auffällige Allgemeinsymptome verdienen eine eigene Abklärung, auch wenn sie zufällig in dieselbe Lebensphase fallen.


5. Doppelte Zähne beim Havaneser: Das häufigste Problem


Von einem doppelten Zahn sprechen Halter meist dann, wenn Milchzahn und bleibender Zahn gleichzeitig nebeneinander stehen. Tiermedizinisch ist entscheidend, ob der Milchzahn persistiert, obwohl der bleibende Zahn an seiner Position bereits durchbricht.


Dieses Problem ist bei kleinen Hunderassen häufiger. Der Havaneser gehört als kleiner Begleithund zu der Gruppe, bei der wir deshalb besonders aufmerksam wären. Das bedeutet nicht, dass jeder Havaneser operiert werden muss. Es bedeutet nur, dass „der fällt bestimmt irgendwann aus“ keine ausreichende Strategie ist, wenn bereits zwei Zähne derselben Art an einer Stelle stehen.


Welche Folgen kann ein stehen gebliebener Milchzahn haben?


Der Milchzahn kann den bleibenden Zahn aus seiner vorgesehenen Position drängen. Daraus kann ein Fehlbiss entstehen. Ein ungünstig stehender Eckzahn kann beispielsweise in den Gaumen drücken oder beim Schließen des Mauls stören.

Zwischen eng stehenden Zähnen bleiben außerdem leichter Futterreste, Haare und Beläge hängen. Dadurch steigt das Risiko für Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und spätere Zahnbetterkrankungen. Bei einem Havaneser kommt hinzu, dass langes Gesichtsfell, kleine Futterreste und Feuchtigkeit rund um das Maul die tägliche Sichtkontrolle erschweren können.


Bei einem kleinen Havaneser können wenige Millimeter Fehlstellung funktionell relevant sein. Die praktische Konsequenz lautet: Bei einer sichtbaren Doppelreihe nicht monatelang beobachten, sondern früh tierärztlich beurteilen lassen.


6. Warum kleine Hunde genauer kontrolliert werden sollten


Persistierende Milchzähne können grundsätzlich bei jedem Hund vorkommen. Kleine Rassen sind jedoch überrepräsentiert. Im kleinen Kiefer ist weniger Raum vorhanden, und eng stehende Zähne können schneller zu Fehlstellungen oder Schmutznischen führen.


Beim Havaneser kommt keine extreme Kurzköpfigkeit hinzu, dennoch ist sein Gebiss kompakt. Besonders die schmalen Milch-Eckzähne können neben den kräftigeren bleibenden Eckzähnen leicht übersehen werden. Wer nur von vorne ins Maul schaut, erkennt einen innen oder außen stehenden zweiten Zahn möglicherweise nicht.


So kontrollieren wir das Maul möglichst stressarm


Wir würden den Welpen nicht auf den Rücken drehen und den Fang mit Kraft öffnen. Besser ist ein kleinschrittiger Aufbau:


  1. Der Welpe sitzt oder steht entspannt.

  2. Eine Hand berührt kurz die Schnauzenseite.

  3. Die Lippe wird für eine Sekunde angehoben.

  4. Danach folgt sofort eine ruhige Belohnung.

  5. Erst später werden Vorderseite, Eckzähne und Backenzahnbereich nacheinander angesehen.


Eine kleine Taschenlampe* kann dabei helfen, die hinteren Bereiche kurz zu beleuchten, ohne minutenlang am Maul herumzuziehen. Sie ist keine Diagnosehilfe, macht aber kleine doppelte Zähne, Rötungen oder festhängende Futterreste leichter sichtbar.

Nicht jeder Havaneser mag Maulkontrollen sofort. Gerade das lange Gesichtsfell kann zusätzlich stören. Deshalb lohnt es sich, Fellsträhnen vorher sanft aus dem Blickfeld zu halten und die Kontrolle auf wenige Sekunden zu begrenzen.


Zwei Eckzähne auf einer Seite


Beim kurzen Anheben der Lippe seht ihr neben dem dünnen Milch-Eckzahn bereits einen kräftigeren bleibenden Zahn. Der Milchzahn bewegt sich kaum.

Statt nun mehrere Wochen mit Kauartikeln und Zerrspielen zu experimentieren, würden wir ein Foto machen und einen Kontrolltermin vereinbaren. So kann beurteilt werden, ob der Milchzahn noch realistisch von selbst ausfällt oder den bleibenden Zahn bereits verdrängt.


Wenn euer Welpe im Zahnwechsel besonders viel an Händen, Kleidung oder Möbeln kaut, ergänzt unser Beitrag „Havaneser Welpe beißt – was tun? Guide zur Beißhemmung“ die körperliche Zahnwechselhilfe um das passende Alltagstraining.


7. Wann ein stehen gebliebener Milchzahn entfernt werden muss


Ob ein Milchzahn gezogen werden muss, entscheidet der Tierarzt nach Untersuchung des Gebisses. Entscheidend sind unter anderem Zahnart, Festigkeit, Stellung des bleibenden Zahns, Biss, Alter des Hundes und mögliche Verletzungen im Maul.

Sobald der bleibende Zahn an derselben Position durchbricht und der Milchzahn fest stehen bleibt, wird häufig eine zeitnahe Entfernung empfohlen. Ziel ist, dem bleibenden Zahn möglichst früh Raum zu geben und Fehlstellungen sowie spätere Erkrankungen zu vermeiden.


Warum die Entfernung kein „einfaches Herausziehen“ ist


Milchzähne wirken klein und fein. Ihre Wurzeln können jedoch im Verhältnis zur sichtbaren Zahnkrone sehr lang sein. Besonders die Wurzel eines Milch-Eckzahns ist empfindlich. Beim unsachgemäßen Ziehen kann sie abbrechen. Ein zurückbleibender Wurzelrest kann Entzündungen verursachen oder die Entwicklung des bleibenden Zahns beeinträchtigen.

Welche Zähne entfernt werden und wie das geschieht, entscheidet und übernimmt ein Tierarzt. Eine fachgerechte Entfernung kann eine Narkose, sorgfältige Extraktion und je nach Situation Zahnröntgen erfordern. Das klingt zunächst beunruhigend. Trotzdem ist eine kontrollierte tierärztliche Behandlung sicherer als Ziehen, Drehen oder „Lockern“ zu Hause.


Muss jeder lockere Zahn zum Tierarzt?


Nein. Ein deutlich lockerer Milchzahn, der im normalen Zahnwechsel kurz vor dem Ausfallen steht, fällt häufig von selbst heraus. Ihr müsst nicht wegen jedes wackelnden Schneidezahns einen Notfalltermin vereinbaren. Aber ihr solltet ihn nicht aktiv herausziehen.

Wenn der Zahn nur noch lose im Maul hängt, stark blutet, den Welpen beim Fressen stört oder ihr nicht sicher seid, kann die Praxis telefonisch einschätzen, wie schnell eine Kontrolle nötig ist.


Wackeln darf ein Milchzahn selbst. Ziehen sollte ihn bei Bedarf der Tierarzt. Je kleiner und zerbrechlicher der Zahn wirkt, desto weniger gehört er zwischen menschliche Finger.


8. Fibis Zahnwechsel: Was geschah und was wir heute anders machen würden


Bei Fibi bemerkten wir an den hinteren Zähnen, dass neue Zähne nachkamen, obwohl die Milchzähne noch vorhanden waren. Unsere erste Sorge war direkt eine Operation. Wir beobachteten die Stellen und versuchten damals, den natürlichen Zahnwechsel mit Spielen zu unterstützen.

Der erste betroffene Milchzahn lockerte sich ungefähr eine Woche später und fiel aus. Beim zweiten Zahn dauerte es länger. Fibi wollte keine Zugspiele mehr machen und vermied offenbar Druck auf dieser Seite. Nach einigen Tagen hing der Zahn schief und wirkte nur noch locker befestigt.

Jonas fasste ihn vorsichtig zwischen Zeigefinger und Daumen und zog ihn mit einer schnellen Bewegung heraus. Der Zahn kam vollständig heraus, Fibi blutete nicht auffällig und es entstanden keine sichtbaren Probleme.

Trotzdem war das keine gute Entscheidung.



Warum wir diese Erfahrung weiterhin erzählen


Wir könnten diese Stelle aus dem Beitrag streichen und so tun, als hätten wir damals alles perfekt gemacht. Das wäre aber nicht der Fibis-Adventures-Stil. Wir teilen Erfahrungen auch dann, wenn wir sie heute anders bewerten.


Das Entscheidende ist die Einordnung: Dass bei Fibi nichts passiert ist, macht die Handlung nicht sicher. Wir konnten nicht zuverlässig wissen, ob die Wurzel bereits vollständig abgebaut war, ob der Zahn brechen würde oder ob wir das Zahnfleisch verletzen könnten.


Heute würden wir den Zahn fotografieren, Fibi nicht weiter mit Zugspielen belasten und die Tierarztpraxis kontaktieren. Bei einem fast ausgefallenen Zahn hätte man uns möglicherweise zum kurzen Beobachten geraten. Bei einem persistierenden Zahn hätte die Praxis ihn fachgerecht entfernt.


Schmerzen sind ein Stoppsignal


Dass Fibi keine Zugspiele mehr zuließ, hätten wir stärker als mögliches Schmerzsignal verstehen sollen. Wenn ein Welpe ein bestimmtes Spiel plötzlich meidet, auf einer Seite nicht kaut oder beim Aufnehmen von Gegenständen zögert, muss er nicht „keine Lust“ haben. Das Maul kann empfindlich sein.


Der Welpe greift sonst begeistert nach seinem Zerrspielzeug, lässt es aber plötzlich los, sobald seitlicher Druck entsteht. Statt ihn zu motivieren oder das Spiel „zum Lockern“ fortzusetzen, würden wir heute abbrechen, das Maul kurz ansehen und bei sichtbaren Auffälligkeiten tierärztlich nachfragen.


9. Kauen, Spielen und Fressen: Was dem Welpen jetzt hilft


Der Zahnwechsel lässt sich nicht durch ein bestimmtes Spielzeug perfekt steuern. Ihr könnt den natürlichen Prozess aber angenehm begleiten, indem ihr sichere Kaumöglichkeiten anbietet, Überforderung vermeidet und auf die Reaktion eures Havanesers achtet.


Geeignete Kaumöglichkeiten


Ein gutes Kauspielzeug für den Zahnwechsel sollte:


  • zur kleinen Schnauze passen,

  • etwas nachgeben,

  • keine scharfen Kanten besitzen,

  • keine leicht ablösbaren Teile enthalten,

  • unter Aufsicht genutzt werden,

  • bei deutlicher Beschädigung ersetzt werden.


Sehr harte Gegenstände sind nicht automatisch besser. Wenn ein Material kaum nachgibt, kann beim kräftigen Kauen ein Zahn brechen. Geweihe, sehr harte Knochen oder starre Kauartikel würden wir während des Zahnwechsels nicht einsetzen.

Ein kühlbares Welpen-Kauspielzeug* kann gereiztes Zahnfleisch vorübergehend angenehm beruhigen. Es sollte im Kühlschrank gekühlt und nicht steinhart durchgefroren werden. Eiskalte, harte Gegenstände sind keine bessere Therapie und können unangenehm sein.


Zugspiele: erlaubt oder gefährlich?


Sanfte Zugspiele sind nicht grundsätzlich verboten, wenn der Welpe sie gerne spielt, das Spielzeug weich ist und kein ruckartiger seitlicher Zug entsteht. Sie sind aber keine belegte Methode, persistierende Milchzähne zu verhindern.

Sobald euer Havaneser zögert, loslässt, fiept, den Kopf wegdreht oder nur noch auf einer Seite greift, würden wir das Spiel pausieren. Ziel ist Spielspaß, nicht Zahnextraktion durch Seilzug.


Muss das Futter eingeweicht werden?


Viele Welpen fressen ihr gewohntes Futter trotz Zahnwechsel normal. Wenn das Zahnfleisch vorübergehend empfindlich ist, kann es helfen, Trockenfutter mit etwas Wasser einzuweichen oder vorübergehend weichere Bestandteile anzubieten. Eine dauerhafte Futterumstellung ist nicht automatisch nötig.

Frisst der Welpe gar nicht, zeigt Schmerzen oder verliert Gewicht, gehört das abgeklärt. Ein kleiner Havaneser hat weniger Reserven als ein großer Hund. Längere Futterverweigerung sollte deshalb nicht leichtfertig als normale Zahnwechselphase bewertet werden.


10. Zahnpflege während und nach dem Zahnwechsel


Der Zahnwechsel ist ein guter Zeitpunkt, um Zahnpflege freundlich aufzubauen, aber kein guter Zeitpunkt, entzündetes Zahnfleisch mit Druck zu bearbeiten.

Solange Stellen deutlich empfindlich sind oder gerade bluten, würden wir dort nicht kräftig putzen. Stattdessen kann der Welpe zunächst lernen, dass Lippen anheben, Schnauze berühren und eine weiche Bürste in Maulnähe nichts Bedrohliches sind. Sobald das bleibende Gebiss da und das Zahnfleisch ruhig ist, kann regelmäßiges Zähneputzen schrittweise aufgebaut werden.

Eine sehr weiche Hundezahnbürste* ist für einen kleinen Havaneser meist passender als ein großes, starres Modell. Wichtig ist nicht, sofort das ganze Gebiss perfekt zu putzen. Viel wertvoller ist ein kleinschrittiger Aufbau, bei dem der Hund auch langfristig mitmacht.


Warum der Havaneser von früher Zahnpflege profitiert


Kleine Hunde haben vergleichsweise wenig Platz im Maul. Eng stehende Zähne bieten Belägen und Futterresten mehr Nischen. Bleiben zusätzlich Milchzähne stehen oder wachsen bleibende Zähne schief, verschärft sich das Problem.

Gerade das lange Haar rund um das Havanesermaul kann außerdem Feuchtigkeit und kleine Futterreste festhalten. Das bedeutet nicht, dass Fell Zahnprobleme verursacht. Es macht aber regelmäßige Pflege und Sichtkontrolle sinnvoll.


Wie ihr aus kurzen Berührungen eine verlässliche Routine macht, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag „Havaneser Zähne putzen: Ab wann, wie oft und was wirklich hilft“.


11. Welpen-Starterpaket: Zahnwechsel im Gesamtalltag begleiten


Der Zahnwechsel kommt selten allein. Während im Maul die bleibenden Zähne durchbrechen, kaut der Havaneser Welpe auf Möbeln, testet seine Beißhemmung, schläft möglicherweise unruhiger, erlebt neue Umweltreize und braucht gleichzeitig Pflege, Stubenreinheit und erste Trainingsroutinen.


Unser digitales Welpen-Starterpaket Havaneser ordnet genau diese ersten Wochen. Es verbindet Vorbereitung, Tagesstruktur, Schlaf, Stubenreinheit, Pflegegewöhnung, Sozialisierung und einen 8-Wochen-Trainingsplan mit ausfüllbaren Checklisten und Trackern. Der Zahnwechsel wird dadurch nicht verhindert. Aber ihr habt einen Rahmen, in dem Maulkontrolle, Beißhemmung, Ruhe, Futter und Pflege nicht jeden Tag neu improvisiert werden müssen.


Gerade beim Havaneser ist diese frühe Gewöhnung wertvoll. Sein Fell, seine Augen, Ohren und Zähne brauchen langfristig regelmäßige Pflege. Wer Berührungen schon im Welpenalter kurz, freundlich und vorhersehbar aufbaut, erleichtert später nicht nur das Zähneputzen, sondern auch tierärztliche Kontrollen.


Das Starterpaket soll dabei nicht noch mehr Druck erzeugen. Ein Welpe muss im Zahnwechsel nicht gleichzeitig in jeder Übung perfekt sein. Es geht um Orientierung: Was ist heute wichtig? Wo dürfen wir Erwartungen reduzieren? Welche Veränderungen sollten wir beobachten? Und wann reicht Alltagshilfe nicht mehr aus?


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12. Checkliste für den Havaneser Zahnwechsel


Diese Punkte würden wir zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat regelmäßig prüfen:


  • Fallen einzelne Milchzähne aus?

  • Sind bereits bleibende Zähne sichtbar?

  • Stehen zwei Zähne derselben Art nebeneinander?

  • Ist ein sichtbarer Milchzahn locker oder weiterhin fest?

  • Frisst der Welpe grundsätzlich?

  • Kaut er auf beiden Seiten?

  • Lässt er Spielzeug plötzlich wegen Schmerzen fallen?

  • Gibt es kleine oder auffällig starke Blutungen?

  • Wirkt das Zahnfleisch stark gerötet oder geschwollen?

  • Riecht das Maul plötzlich deutlich unangenehm?

  • Ist ein Zahn abgebrochen?

  • Drückt ein Eckzahn beim Schließen in den Gaumen?

  • Kann der Welpe das Maul normal schließen?

  • Bleiben Haare oder Futter zwischen doppelten Zähnen hängen?

  • Sind mit etwa sechs bis sieben Monaten noch Milchzähne vorhanden?

  • Wurde das Gebiss bei einem Tierarzttermin kontrolliert?

  • Wurde auf selbstständiges Ziehen verzichtet?

  • Sind Kauartikel nachgiebig und welpengerecht?

  • Werden Zahnkontrollen kurz und ohne Zwang aufgebaut?

  • Sind Fotos vorhanden, um Veränderungen vergleichen zu können?


Beim Havaneser ist ein Foto oft besonders hilfreich. Das lange Gesichtsfell und das kleine Maul machen spontane Vergleiche schwierig. Ein scharfes Bild derselben Stelle kann zeigen, ob ein Milchzahn lockerer wird oder der bleibende Zahn seine Position verändert.


13. FAQ zum Zahnwechsel beim Havaneser


Wann beginnt der Zahnwechsel beim Havaneser?


Bei vielen Havanesern beginnt der sichtbare Zahnwechsel ungefähr im Alter von vier Monaten. Die ersten bleibenden Zähne können etwas früher oder später erscheinen. Bis etwa zum sechsten bis siebten Monat sollte das bleibende Gebiss weitgehend vollständig sein.


Wie lange dauert der Zahnwechsel?


Der aktive Zahnwechsel erstreckt sich meist über mehrere Wochen beziehungsweise wenige Monate. Schneidezähne wechseln oft früher, Eck- und hintere Zähne später. Nicht jeder Zahnwechsel verläuft exakt nach demselben Zeitplan.


Wie viele Milchzähne hat ein Havaneser?


Wie andere Hunde besitzt ein Havaneser normalerweise 28 Milchzähne. Das vollständige bleibende Hundegebiss umfasst normalerweise 42 Zähne.


Ist es schlimm, wenn mein Havaneser seine Milchzähne verschluckt?


Meist ist das unproblematisch. Viele Welpen verschlucken ausgefallene Milchzähne beim Fressen oder Kauen, sodass Halter kaum einen Zahn finden.


Sind doppelte Eckzähne beim Havaneser normal?


Für eine kurze Übergangsphase können Milchzahn und durchbrechender bleibender Zahn gleichzeitig sichtbar sein. Sitzt der Milchzahn jedoch fest, obwohl der bleibende Eckzahn bereits daneben wächst, sollte die Stelle zeitnah tierärztlich beurteilt werden.


Kann ich einen sehr lockeren Milchzahn selbst ziehen?


Nein. Auch ein klein und locker wirkender Milchzahn kann eine empfindliche oder noch nicht vollständig abgebaute Wurzel besitzen. Er kann abbrechen oder das Zahnfleisch verletzen. Lasst ihn selbst ausfallen oder tierärztlich entfernen.


Verhindern Zugspiele eine Zahnoperation?


Nein. Sanfte Zugspiele können Spaß machen, verhindern aber nicht zuverlässig persistierende Milchzähne. Wenn der Welpe Schmerzen zeigt oder das Zerren meidet, sollte das Spiel pausieren.


Welches Kauspielzeug eignet sich während des Zahnwechsels?


Geeignet sind welpengerechte, etwas nachgiebige Spielzeuge in passender Größe, die keine Kleinteile verlieren. Sehr harte Knochen, Geweihe und starre Kauartikel können Zähne beschädigen.


Ist Durchfall ein Symptom des Zahnwechsels?


Durchfall ist kein verlässliches typisches Zahnwechselsymptom. Er kann zeitgleich auftreten, beispielsweise durch Stress, unverträgliche Kauartikel, Infektionen oder Parasiten. Wiederholter oder anhaltender Durchfall sollte unabhängig vom Zahnwechsel beurteilt werden.


Muss ein persistierender Milchzahn operiert werden?


Wenn ein Milchzahn stehen bleibt und den bleibenden Zahn behindert, wird häufig eine tierärztliche Extraktion empfohlen. Ob und wann sie nötig ist, entscheidet der Tierarzt nach Untersuchung des Gebisses.


Was kostet die Entfernung eines Milchzahns?


Die Kosten hängen von Anzahl und Lage der Zähne, Narkose, notwendigem Zahnröntgen, Aufwand und Gebührenrahmen der Praxis ab. Eine seriöse Einschätzung ist erst nach Untersuchung möglich. Fragt vor dem Eingriff nach einem Kostenrahmen und klärt, welche Leistungen enthalten sind.


Wann muss ich mit meinem Havaneser zum Tierarzt?


Bei doppelten Zähnen, sichtbarer Fehlstellung, starken Schmerzen, Futterverweigerung, Schwellung, eitrigem Zahnfleisch, anhaltender Blutung, abgebrochenen Zähnen oder vorhandenen Milchzähnen nach Abschluss des Zahnwechsels sollte das Gebiss kontrolliert werden.


14. Fazit: Beobachten statt selbst behandeln


Der Zahnwechsel beim Havaneser ist eine normale Entwicklungsphase, aber keine Phase, die man komplett sich selbst überlassen sollte. Die meisten Milchzähne fallen unbemerkt aus, und viele Welpen brauchen außer sicheren Kauangeboten, Geduld und etwas Rücksicht keine besondere Behandlung.


Trotzdem lohnt sich bei kleinen Hunden ein genauer Blick. Wenn ein bleibender Zahn durchbricht und der Milchzahn fest stehen bleibt, entsteht nicht einfach nur ein ungewöhnliches Foto. Der neue Zahn kann verdrängt werden, der Biss kann sich verändern und zwischen eng stehenden Zähnen können sich Beläge und Futter sammeln. Frühes tierärztliches Beurteilen ist deshalb sinnvoller als langes Hoffen.

Fibis Zahnwechsel ging am Ende ohne erkennbare Folgen vorbei. Ein Zahn fiel selbst aus, einen zweiten zogen wir damals zu Hause. Dass es gut ausging, war Glück und kein Beweis für eine sichere Methode. Heute würden wir einen solchen Zahn nicht mehr anfassen. Wir würden dokumentieren, beobachten und den Tierarzt entscheiden lassen.


Auch die frühere Idee, eine Operation mit Zugspielen oder besonders viel Kauen verhindern zu können, würden wir nicht mehr so formulieren. Geeignetes Kauen kann das empfindliche Zahnfleisch beschäftigen und den natürlichen Alltag erleichtern. Es ersetzt aber keine Behandlung, wenn ein Milchzahn aus anatomischen Gründen stehen bleibt.


Für uns bedeutet ein guter Zahnwechsel heute deshalb vor allem: das Maul freundlich kontrollieren, Schmerzen ernst nehmen, sichere und nachgiebige Kauangebote machen, ungewöhnliche Symptome nicht pauschal den Zähnen zuschreiben und niemals selbst einen Zahn ziehen.


So bleibt aus einer unübersichtlichen Welpenphase kein Grund zur Panik. Sie wird zu einer Zeit, in der wir unseren Havaneser aufmerksam begleiten – mit weniger Aktionismus, mehr Wissen und der Bereitschaft, genau dort tierärztliche Hilfe zu holen, wo Beobachten allein nicht mehr ausreicht.


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