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Trinken lernen – warum kleine Hunde wie der Havaneser oft zu wenig trinken

Wenn man Fibi beim Spielen, Schlafen und Schnüffeln beobachtet, könnte man denken, Trinken sei für sie die unwichtigste Aktivität des Tages.


Es gab Phasen, in denen wir uns wirklich gefragt haben: „Hat sie heute überhaupt schon etwas getrunken?“ Und damit sind wir nicht allein.


Besonders kleine Hunde trinken oft erstaunlich wenig und niemand erwähnt das, bis man plötzlich selbst davorsteht.


Heute erzählen wir, wie wir Fibi behutsam zum mehr Trinken gebracht haben und warum dieses Thema bei kleinen Rassen wie dem Havaneser so wichtig ist.


Warum kleine Hunde oft trinken wie Spatzen


Unser Tierarzt erklärte uns einmal, dass kleine Hunde nicht nur weniger trinken, sondern gleichzeitig schneller dehydrieren können.


Klingt unfair, ist aber so.


Mögliche Gründe:


  • kleine Blase (mehr Pipi = „keine Lust zu trinken“)


  • hoher Ruheanteil im Alltag


  • empfindlicher Magen („kaltes Wasser auf leeren Magen“)


  • flache Näpfe, die nicht attraktiv wirken


  • Stress oder Ablenkung


Bei Fibi war es eine Mischung aus „keine Priorität“ und „wenn keiner schaut“.


Trinkverhalten beobachten


Wir wollten keinen Kampf daraus machen. Kein Zwang, kein „Jetzt trink endlich!“. Stattdessen haben wir geschaut:


  • wann trinkt sie?

  • wo trinkt sie?

  • aus welchem Napf?


Spannenderweise trinkt sie unterwegs viel zuverlässiger als zu Hause. Vermutlich, weil Spaziergänge Durst logischer machen.


Was helfen kann


1. Trinkbrunnen statt Napf


Wir hatten schon immer einen normalen Napf. Fibi fand ihn… uninteressant. Ein Trinkbrunnen könnte das ändern. Fließendes Wasser klingt nach Natur und wirkt viel spannender als Stillstand.


2. Reise-Trinkflasche für unterwegs


Draußen trinkt Fibi überraschend gern, vor allem aus einer Reise-Trinkflasche, die direkt einen kleinen Napf integriert hat.


Sie versteht sofort, wofür das Ding da ist und wir müssen nicht nach Pfützen oder Schalen suchen. Praktisch im Sommer, aber auch an frischen Tagen.


3. Napfmatte – klingt klein, wirkt groß


Eine Napfmatte klingt erstmal nicht nach Ästhetik. In Wahrheit sorgt sie dafür, dass:


  • alles stabil steht

  • nichts rutscht

  • Wasser nicht „kleckert“


Wenn Fibi sich sicher fühlt und nichts wackelt, bleibt sie länger am Napf.


4. Wasser als Ritual


Wir haben das Trinken in Rituale eingebaut: Nach dem Spaziergang, nach dem Spielen, vor dem Schlafen.


Kein Befehlen, kein Locken, einfach ein Angebot im richtigen Moment.


Was wir bewusst nicht machen


  • kein Futter mit Wasser „überfluten“

  • kein „Zwangstrinken“

  • kein ständiges Nachschieben von Brühen

  • kein Bestrafen beim Verschütten


Trinken soll natürlich bleiben, nicht manipuliert.


Wann wir aufmerksam wären


Wir würden genauer hinschauen, wenn:


  • Fibi plötzlich sehr viel oder sehr wenig trinkt

  • das Trinkverhalten abrupt verändert ist

  • sie müde, matt oder ausgetrocknet wirkt

  • heißes Wetter ansteht


Besser einmal zu früh checken als einmal zu spät.


Unser Fazit


Viele kleine Hunde trinken zu wenig, aber nicht aus Trotz, sondern aus fehlender Priorität.


Mit passenden Hilfsmitteln und kleinen Ritualen kann man das Ganze entspannter gestalten.


Für Fibi gilt heute: Trinken ist kein großes Thema mehr. Eher etwas, das ganz nebenbei passiert.


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