Sind Havaneser Kläffer? Unsere ehrliche Erfahrung mit Fibi
- fibisadventures
- 9. Apr. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Als wir uns für einen Havaneser, eine kleine Rasse, entschieden haben, war eine der häufigsten Fragen aus unserem Umfeld:„Sind das nicht die, die viel bellen?“
Wir geben zu: Auch wir hatten das Kläffer-Vorurteil im Kopf. Klein, wuschelig, lebhaft – da denkt man schnell an den typischen „Handtaschenhund“, der bei jedem Geräusch loslegt. Aber nachdem Fibi nun schon eine ganze Weile bei uns lebt, können wir aus eigener Erfahrung sagen: Ein Havaneser muss kein Kläffer sein – aber er kann es werden.
1. Die Wahrheit über Havaneser und Bellen
Havaneser sind neugierig, aufmerksam und sehr menschenbezogen. Das bedeutet: Sie melden, wenn sich etwas verändert – ein Geräusch im Hausflur, ein Vogel auf dem Balkon oder ein fremder Besucher. Aber genau das macht sie auch zu tollen kleinen „Wächterchen“, ohne dabei aggressiv zu sein.
Was uns allerdings direkt aufgefallen ist:Fibi bellt nicht ohne Grund. Wenn sie sich unsicher fühlt oder sich über etwas freut, dann gibt sie Laut – aber nicht übertrieben oder hysterisch. Das hängt aber auch stark davon ab, wie der Havaneser aufgezogen und erzogen wird.
2. Wie wir mit dem Thema Bellen umgehen
Wir haben leider nicht von Anfang an mit Fibi daran gearbeitet, dass sie nicht bellen soll, sondern erst als wir zusammengezogen sind. Die Folge daraus ist, dass Fibi früher bei kleinsten Geräuschen in der Wohnung anschlug und wuffte oder leise bellte.
Heutzutage passiert das nur noch beim Klingeln....
Beim ersten Hundetraining hieß es, wir sollen das Bellen ignorieren und sie nicht beachten... Da das nie Erfolg zeigte, meinte die zweite Hundetrainerin, wir sollen es sofort mit einem ,,Schluss'' beenden.
Exakt das machen wir seither und sie wufft in den seltensten Fällen oder nur dann, wenn wir in einer Ferienwohnung sind. Aber auch da beginnt das Training kurz und sie ist ruhig.
3. Was Havaneser zum Bellen bringt
Hier ein paar typische Situationen, in denen Fibi gerne mal bellt – und wie wir damit umgehen:
Klingel oder Türklingeln im Fernsehen
Die Nachbarskatze am Zaun
Langeweile oder zu wenig Auslastung: Ganz ehrlich? An Tagen mit zu wenig Bewegung wird sie schneller „mitteilungsbedürftig“. Bewegung hilft!
Wenn sie sich dringend lösen muss: praktisch, oder?
Was wir schnell gemerkt haben: Ein unausgelasteter Havaneser bellt deutlich mehr. Ob geistig oder körperlich – wenn der Kopf beschäftigt ist, bleibt der Mund (meist) zu. 😉
4. Was andere Halter oder die Community sagen
In Gesprächen mit anderen Havaneser-Besitzern und euch hören wir oft dasselbe: Der Havaneser ist kein Dauerkläffer, aber er braucht klare Regeln.
Wenn man ihn alles kommentieren lässt, kann das schnell zur Gewohnheit werden. Gleichzeitig ist er so clever, dass man ihn mit etwas Konsequenz super trainieren kann.
Eine Freundin hat mal gesagt:„Ein Havaneser bellt nicht, weil er nervt – er bellt, weil er dir was sagen will.“ Und das trifft es ziemlich gut.
Unser Fazit
Sind Havaneser Kläffer? Nein – aber sie können es werden, wenn man sie lässt.
Mit liebevoller, konsequenter Erziehung und ausreichend Auslastung ist ein Havaneser ein aufmerksamer, aber ruhiger Begleiter.
Fibi ist das beste Beispiel: Sie meldet, wenn es sein muss – aber sie bellt nicht „einfach so“. Und genau das lieben wir an ihr.
Wenn ihr also überlegt, euch einen Havaneser ins Haus zu holen, braucht ihr keine Angst vor einem Dauerkläffer zu haben –aber seid bereit, ein bisschen Erziehungsarbeit zu investieren. Dann habt ihr einen treuen, ruhigen Freund an eurer Seite.




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