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Entfilzen ohne Drama – Knoten retten statt scheren beim Havaneser

Es gibt diesen Moment, den wahrscheinlich jeder Havaneser-Mensch kennt:


Man streicht über das Fell, bleibt hängen und weiß sofort: Oh nein, da ist ein Knoten.


Auch bei Fibi passiert das. Trotz regelmäßiger Pflege, trotz Bürsten, trotz aller guten Vorsätze. Und genau deshalb haben wir gelernt: Verfilzungen sind kein Zeichen von schlechter Pflege, sondern ganz normal bei feinem Havi-Fell.


Die gute Nachricht: Nicht jeder Knoten muss geschoren werden.Heute zeigen wir euch, wie wir Verfilzungen ruhig, schonend und ohne Drama lösen und wann wir bewusst aufhören.


Warum Havaneser-Fell so schnell verfilzt


Das Fell des Havanesers ist lang, fein und ohne klassische Unterwolle. Das macht es:


  • besonders weich

  • aber auch besonders anfällig für Reibung


Typische Problemstellen bei Fibi:


  • hinter den Ohren

  • unter den Achseln

  • am Halsband- oder Geschirrbereich

  • an den Beinchen


Schon ein Spaziergang bei Wind oder ein Nickerchen auf der Decke kann reichen, damit sich kleine Knoten bilden.

Unsere wichtigste Regel: Ziehen ist tabu


Sobald es zieht, hören wir auf, denn Ziehen bedeutet Schmerz und Schmerz zerstört Vertrauen.


Fibi zeigt sehr klar, wann etwas unangenehm wird. Und genau da setzen wir an: Entfilzen darf Zeit kosten, aber es darf nie wehtun.


Schritt 1: Entfilzen immer im trockenen Zustand


Nasses Fell entfilzt man nicht, man verschlimmert es. Bevor wir überhaupt ein Werkzeug in die Hand nehmen, prüfen wir:


  • Ist das Fell trocken?

  • Ist Fibi entspannt?

  • Haben wir Zeit?


Wenn eine dieser Fragen mit Nein beantwortet wird, vertagen wir es.


Schritt 2: Detangler & Conditioner – kleine Helfer, große Wirkung


Ein leichtes Detangler- oder Conditioner-Spray ist für uns der erste Schritt. Nicht, um den Knoten „wegzuzaubern“, sondern um:


  • das Haar geschmeidiger zu machen

  • Reibung zu reduzieren

  • Zug zu vermeiden


Wir sprühen sparsam direkt auf den Knoten und lassen es kurz einwirken. Schon das macht einen spürbaren Unterschied.


Schritt 3: Mit den Fingern anfangen


Bevor Bürste oder Kamm ins Spiel kommen, arbeiten wir mit den Fingern. Ganz vorsichtig lockern wir den Knoten von außen nach innen. Oft reicht das schon, um ihn deutlich zu verkleinern.


Gerade bei Fibi hat sich das bewährt, denn sie bleibt ruhig, weil nichts zieht.


Der Entfilzungskamm – gezielt, nicht flächig


Der Entfilzungskamm ist ein Werkzeug für einzelne Stellen, nicht für den ganzen Hund. Wir nutzen ihn:


  • nur bei hartnäckigen Knoten

  • in kleinen Bewegungen

  • immer vom Fellende Richtung Haut


Wichtig: Nie „durchziehen“. Lieber viele kleine Schritte als ein grober.


Die Schere – nur im Notfall und mit Abstand


Manchmal geht es nicht anders. Dann greifen wir zur abgerundeten Schere. Aber nur unter einer Bedingung:


Wir schneiden nicht an der Haut, sondern lösen den Knoten, indem wir ihn vorsichtig längs einschneiden, weit weg von der Haut.


Das Ziel ist nicht Schönheit, sondern Erleichterung.


Wann wir bewusst aufgeben


So ehrlich sind wir auch: Manche Verfilzungen lassen sich nicht retten. Wenn ein Knoten:


  • sehr nah an der Haut sitzt

  • stark verfilzt ist

  • Fibi sichtbar stresst


… dann entscheiden wir uns gegen das Entfilzen, denn Wohlbefinden geht immer vor Perfektion.


Vorbeugen statt reparieren


Seit wir diese Routinen haben, müssen wir deutlich seltener entfilzen:


  • kurzes Bürsten statt seltenes Großprojekt

  • Conditioner bei trockener Luft

  • besondere Aufmerksamkeit an Problemstellen


Das spart Zeit, Nerven und Fell.


Unser Fazit


Entfilzen muss kein Kampf sein, denn mit Ruhe, den richtigen Hilfsmitteln und der Bereitschaft, auch mal loszulassen, lassen sich viele Knoten retten. Ohne Schere, ohne Stress, ohne Drama.


Fibi hat uns beigebracht: Fellpflege ist kein Wettkampf. Sie ist Fürsorge.

 
 
 

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