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Havaneser föhnen – wie wir das Fell schnell trocken bekommen

Es gibt Hunde, die nach dem Baden einmal kurz geschüttelt werden und fertig - Und es gibt Havaneser.


Als Fibi bei uns eingezogen ist, dachten wir ehrlich gesagt, Lufttrocknen reicht schon.


Spoiler: Reicht nicht. Zumindest nicht, wenn man Verfilzungen, feuchte Hautstellen und den berühmten nassen-Hund-Geruch vermeiden möchte.


In diesem Beitrag zeigen wir euch, wie wir Fibis Fell schnell, schonend und stressfrei trocken bekommen haben.


Warum Lufttrocknen beim Havaneser keine gute Idee ist


Das Fell des Havanesers ist lang, dicht und speichert Feuchtigkeit erstaunlich lange. Wenn es zu langsam trocknet, kann das:


  • Verfilzungen begünstigen

  • die Haut reizen

  • unangenehm riechen

  • den Hund auskühlen lassen


Gerade an Bauch, Beinen und unter den Achseln bleibt das Fell oft viel länger feucht, als man denkt.


Schritt 1: Gründlich abtrocknen – bevor der Föhn angeht


Bevor wir überhaupt an den Föhn denken, kommt bei uns das Mikrofasertuch zum Einsatz, und zwar nicht zum Rubbeln, sondern zum sanften Drücken.

Unser Ablauf:


  • Fell vorsichtig ausdrücken

  • Handtuch wechseln, wenn es zu nass wird

  • besonders gründlich an Pfoten, Bauch und Ohren


Je trockener das Fell vorher ist, desto kürzer muss später geföhnt werden. Und desto entspannter bleibt Fibi.


Der richtige Föhn – leise schlägt stark


Ein normaler Haushaltsföhn war bei uns schnell raus. Zu laut, zu heiß, zu viel Luft auf einmal. Was sich bewährt hat, ist ein leiser Hundeföhn mit:


  • niedriger Lautstärke

  • regulierbarer Temperatur

  • gleichmäßigem Luftstrom


Kein Zusammenzucken, kein Weglaufen, sondern neugieriges Beobachten.


Temperatur & Abstand – weniger ist mehr


Wir föhnen nie heiß.


Lauwarm bis maximal handwarm reicht völlig aus.

Wichtig ist:


  • genug Abstand halten

  • ständig in Bewegung bleiben

  • regelmäßig prüfen, ob der Luftstrom angenehm ist



Bürsten während des Föhnens – unser Geheimtrick


Der größte Unterschied kam bei uns, als wir angefangen haben, gleichzeitig zu bürsten.


Ein sanftes Bürsten während des Föhnens:


  • beschleunigt das Trocknen

  • verhindert Knoten

  • sorgt für luftiges, lockeres Fell


Wir nutzen dafür eine weiche Bürste und arbeiten uns Strähne für Strähne vor. Ohne Eile, ohne Druck.


Pausen sind erlaubt – und sinnvoll


Ein kompletter Föhn-Durchgang muss nicht in einem Stück passieren. Gerade am Anfang ist es sinnvoll, öfter zu pausieren:


  • kurz streicheln

  • ruhig sprechen

  • den Hund selbst entscheiden lassen, ob er liegen oder stehen möchte


Was wir bewusst nicht tun


  • kein Föhnen gegen den Fellwuchs

  • kein heißer Luftstoß

  • kein Festhalten


Föhnen soll kein Machtkampf sein, sondern Teil der Pflege. Sobald Stress aufkommt, hören wir auf.


Unser Fazit


Ein Havaneser muss Föhnen nicht lieben, aber er kann lernen, es zu akzeptieren. Mit leiser Technik, guter Vorbereitung und etwas Geduld wird aus dem Badetag kein Drama mehr.

Und trockenes, gepflegtes Fell ist am Ende nicht nur schöner – sondern vor allem angenehmer für den Hund.

 
 
 

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