Havaneser föhnen – wie wir das Fell schnell trocken bekommen
- fibisadventures
- vor 12 Stunden
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Es gibt Hunde, die nach dem Baden einmal kurz geschüttelt werden und fertig - Und es gibt Havaneser.
Als Fibi bei uns eingezogen ist, dachten wir ehrlich gesagt, Lufttrocknen reicht schon.
Spoiler: Reicht nicht. Zumindest nicht, wenn man Verfilzungen, feuchte Hautstellen und den berühmten nassen-Hund-Geruch vermeiden möchte.
In diesem Beitrag zeigen wir euch, wie wir Fibis Fell schnell, schonend und stressfrei trocken bekommen haben.
Warum Lufttrocknen beim Havaneser keine gute Idee ist
Das Fell des Havanesers ist lang, dicht und speichert Feuchtigkeit erstaunlich lange. Wenn es zu langsam trocknet, kann das:
Verfilzungen begünstigen
die Haut reizen
unangenehm riechen
den Hund auskühlen lassen
Gerade an Bauch, Beinen und unter den Achseln bleibt das Fell oft viel länger feucht, als man denkt.
Schritt 1: Gründlich abtrocknen – bevor der Föhn angeht
Bevor wir überhaupt an den Föhn denken, kommt bei uns das Mikrofasertuch zum Einsatz, und zwar nicht zum Rubbeln, sondern zum sanften Drücken.
Unser Ablauf:
Fell vorsichtig ausdrücken
Handtuch wechseln, wenn es zu nass wird
besonders gründlich an Pfoten, Bauch und Ohren
Je trockener das Fell vorher ist, desto kürzer muss später geföhnt werden. Und desto entspannter bleibt Fibi.
Der richtige Föhn – leise schlägt stark
Ein normaler Haushaltsföhn war bei uns schnell raus. Zu laut, zu heiß, zu viel Luft auf einmal. Was sich bewährt hat, ist ein leiser Hundeföhn mit:
niedriger Lautstärke
regulierbarer Temperatur
gleichmäßigem Luftstrom
Kein Zusammenzucken, kein Weglaufen, sondern neugieriges Beobachten.
Temperatur & Abstand – weniger ist mehr
Wir föhnen nie heiß.
Lauwarm bis maximal handwarm reicht völlig aus.
Wichtig ist:
genug Abstand halten
ständig in Bewegung bleiben
regelmäßig prüfen, ob der Luftstrom angenehm ist
Bürsten während des Föhnens – unser Geheimtrick
Der größte Unterschied kam bei uns, als wir angefangen haben, gleichzeitig zu bürsten.
Ein sanftes Bürsten während des Föhnens:
beschleunigt das Trocknen
verhindert Knoten
sorgt für luftiges, lockeres Fell
Wir nutzen dafür eine weiche Bürste und arbeiten uns Strähne für Strähne vor. Ohne Eile, ohne Druck.
Pausen sind erlaubt – und sinnvoll
Ein kompletter Föhn-Durchgang muss nicht in einem Stück passieren. Gerade am Anfang ist es sinnvoll, öfter zu pausieren:
kurz streicheln
ruhig sprechen
den Hund selbst entscheiden lassen, ob er liegen oder stehen möchte
Was wir bewusst nicht tun
kein Föhnen gegen den Fellwuchs
kein heißer Luftstoß
kein Festhalten
Föhnen soll kein Machtkampf sein, sondern Teil der Pflege. Sobald Stress aufkommt, hören wir auf.
Unser Fazit
Ein Havaneser muss Föhnen nicht lieben, aber er kann lernen, es zu akzeptieren. Mit leiser Technik, guter Vorbereitung und etwas Geduld wird aus dem Badetag kein Drama mehr.
Und trockenes, gepflegtes Fell ist am Ende nicht nur schöner – sondern vor allem angenehmer für den Hund.



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