Havaneser Bürsten-Guide – wirklich passend fürs Havi-Fell
- fibisadventures
- 30. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Das Fell eines Havanesers sieht weich und unkompliziert aus. Bis man versucht, es nicht zu bürsten.
Spätestens dann merkt man: Dieses Fell hat seinen ganz eigenen Kopf.
Auch wir haben mit Fibi eine kleine Lernkurve hingelegt. Von „Ach, das geht schnell nebenbei“ bis hin zu „Okay, das braucht Struktur“. Heute wissen wir: Die richtige Bürste macht den Unterschied und nicht jede, die hübsch aussieht, ist auch fürs Havi-Fell geeignet.
In diesem Beitrag teilen wir unsere Erfahrungen: Welche Bürsten sich bewährt haben, wie oft wir bürsten und warum weniger Druck oft mehr bringt.
Warum das Havaneser-Fell besondere Pflege braucht
Havaneser haben kein klassisches Unterfell, sondern langes, feines Haar. Das bedeutet:
es verfilzt schneller
es nimmt Schmutz leicht auf
es braucht regelmäßige, aber sanfte Pflege
Fibi zeigt uns sehr klar, wenn etwas unangenehm ist. Zu grob, zu hastig oder mit dem falschen Werkzeug, dann ist der Bürsttermin schneller vorbei, als er begonnen hat.
Unsere Grundregel: Lieber regelmäßig als selten und gründlich
Wir bürsten Fibi lieber kurz und regelmäßig, statt selten und intensiv. Das hält das Fell in Bewegung, verhindert große Knoten und macht das Bürsten für sie akzeptabel.
Unser Rhythmus:
kurz zwischendurch (2–3 Minuten)
gründlicher etwa zwei - bis dreimal pro Woche
immer in ruhiger Atmosphäre
Die Slicker-Bürste – ja, aber mit Gefühl
Die Slicker-Bürste ist für uns ein sinnvolles Werkzeug, wenn man sie richtig einsetzt.
Was sie gut kann:
oberflächliche Verfilzungen lösen
loses Haar aufnehmen
das Fell auflockern
Wichtig dabei:
nur mit leichtem Druck
nicht immer an derselben Stelle
Pausen einlegen
Bei Fibi funktioniert die Slicker-Bürste gut an Rücken und Seiten. An empfindlichen Stellen wie Achseln oder hinter den Ohren greifen wir lieber zu etwas Sanfterem.
Der Kamm – unser Kontrollwerkzeug
Nach dem Bürsten kommt bei uns fast immer der Kamm zum Einsatz. Er zeigt, ob wir gründlich genug waren.
Wenn der Kamm ohne Ziehen durchs Fell gleitet, wissen wir: passt. Bleibt er hängen, gehen wir nochmal vorsichtig zurück, ohne Hektik.
Der Kamm ist für uns kein Ersatz für die Bürste, sondern die perfekte Ergänzung.
Entfilzer – nur gezielt, nie als Standard
Ein Entfilzer ist kein Alltagswerkzeug, sondern ein Helfer für den Notfall. Wir nutzen ihn nur:
bei einzelnen, festen Knoten
sehr vorsichtig
mit klarer Handführung
Bei Fibi hat sich gezeigt: Je früher wir Knoten bemerken, desto seltener brauchen wir den Entfilzer überhaupt.
Grooming-Spray – kleine Hilfe mit großer Wirkung
Ein leichtes Grooming-Spray kann das Bürsten deutlich angenehmer machen. Wir verwenden es:
bei trockenem Fell
vor allem an problematischen Stellen
sparsam
Das Fell wird geschmeidiger, zieht weniger und Fibi bleibt entspannter. Für uns ein echtes Plus, gerade im Alltag.
Pflegetisch? Muss nicht, kann aber helfen
Wir bürsten Fibi meist auf dem Boden, dem Esstisch oder auf dem Sofa. Ein Pflegetisch ist kein Muss, kann aber sinnvoll sein, wenn:
man regelmäßig pflegt
Rücken oder Knie entlastet werden sollen
der Hund ruhig stehen kann
Entscheidend ist nicht der Ort, sondern die Stimmung.
Was bei uns nicht funktioniert hat
Nicht alles, was empfohlen wird, passt zu jedem Hund.
Bei Fibi schwierig:
zu harte Bürsten
hektisches Bürsten „auf die Schnelle“
Pflege ohne Pausen
Wir haben gelernt: Fellpflege ist kein Pflichtprogramm, sondern Beziehungspflege.
Unser Fazit
Die beste Bürste für den Havaneser ist die, die zum Hund passt.
Nicht die teuerste, nicht die beliebteste, sondern die, mit der sich Hund und Mensch wohlfühlen.
Mit der richtigen Kombination aus Slicker-Bürste, Kamm, etwas Spray und Geduld ist Fellpflege kein Kampf mehr, sondern ein ruhiger Moment im Alltag.



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