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Havaneser & Analdrüsen – das Tabuthema ohne Panik

Es gibt Themen, über die spricht man nicht so gern. Und dann gibt es Themen, über die spricht man noch weniger gern.


Die Analdrüsen gehören eindeutig zur zweiten Kategorie und trotzdem sind sie wichtig. Gerade bei kleinen Hunderassen wie dem Havaneser.


Auch bei Fibi war dieses Thema irgendwann nicht mehr theoretisch, sondern ganz konkret. Kein Drama, kein Notfall, aber ein Anlass, sich zu informieren. Heute teilen wir unsere Erfahrungen ohne Panik und ohne Tabu.


Was machen die Analdrüsen überhaupt?


Kurz erklärt: Analdrüsen sitzen links und rechts neben dem After und produzieren ein Duftsekret, eine Art „Visitenkarte“ im Hundekosmos.


Normalerweise werden sie beim Kotabsatz automatisch geleert und niemand muss darüber nachdenken. Manchmal passiert das aber nicht, dann können sie sich:


  • füllen

  • verstopfen

  • oder entzünden


Und genau dann wird es für den Hund unangenehm.


Woran wir merken würden, dass etwas los ist


Ein Anzeichen ist ziemlich eindeutig: Dieses berühmte Schlittenfahren über den Teppich, denn elegant ist anders. Dazu ein häufiger Blick über die Schulter und ein kleines Lecken unter dem Schwanz.


Kein Grund zur Panik. Aber ein Grund, genauer hinzuschauen.


Tierarzt statt Rätselraten


Wir würden nicht selbst „rumprobieren“, sondern gehen direkt zum Tierarzt. Das ist auch wichtig, denn:


  • Analdrüsen erkennt man nicht von außen

  • nicht jedes ,,Schlittenfahren'' bedeutet Analdrüsen

  • falsche Manipulation kann wehtun


Was wir tun würden, um vorzubeugen


Wir sind keine Fans von Überpflege. Aber kleine Routinen können helfen:


1. Ballaststoffe im Futter


Ein festerer Kot entleert die Drüsen natürlicher. Wir achten bei Fibi deshalb auf:


  • leicht erhöhte Ballaststoffe

  • kein ständiges Durchfall-Thema

  • Futterverträglichkeit


Nicht jedes Futter passt zu jedem Hund und bei Fibi merken wir es sehr schnell.


2. Schonende Reinigung


Nach Spaziergängen oder weichem Kot nutzen wir sanfte Reinigungstücher, damit sich nichts verklebt. Nicht aus Hygiene-Perfektionismus, sondern weil weniger Reibung weniger Probleme bedeutet.


3. Hygiene-Schnitt im Bereich hinten


Feines Haar + Feuchtigkeit = perfekte Verknotungsbedingungen. Ein kleiner Hygieneschnitt mit der abgerundeten Schere oder der Schermaschine hat bei uns viel verändert. Nicht kurz, nicht hübsch, einfach praktisch.


Was wir bewusst nicht tun


  • keine Expressversuche zu Hause

  • keine aggressive Reinigung

  • keine Dauergabe von Zusätzen

  • keine Scham bei „Peinlich-Themen“


Wir haben gelernt: Der Hund kennt keine Tabus. Das ist alles Menschenkram.


Wann wir handeln würden


Tierarztkontrolle, wenn:


  • das Schlittenfahren häufiger wird

  • der Hund leckt

  • der Bereich unangenehm riecht

  • Schwellung sichtbar wird

  • der Kot dauerhaft weich ist


Früh reagieren ist kein Zeichen von Übervorsicht, sondern von Verantwortung.


Unser Fazit


Analdrüsen sind weder eklig noch „Peinlichkeitsmaterial“. Sie gehören einfach zum Hund dazu.


Beim Havaneser lohnt es sich, hinzuschauen, und das ohne Panik, ohne Übertreiben, ohne Schuldgefühle. Fibi zeigt uns sehr klar, wenn sie Unterstützung braucht und wir unterstützen, ohne Drama.

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