Schermaschine für Havaneser – worauf es wirklich ankommt
- fibisadventures
- vor 7 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Irgendwann kommt der Moment, an dem man vor dem Fell sitzt und sich fragt:
Bürsten reicht heute nicht mehr, oder?
So ging es auch uns mit Fibi. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil ihr Fell an manchen Stellen einfach mehr Pflege brauchte, als Kamm und Bürste leisten konnten.
Eine Schermaschine für Havaneser kann ein hilfreiches Werkzeug sein, wenn man weiß, worauf man achten sollte. Denn nicht jede Maschine, die „für Hunde“ geeignet ist, passt auch zu feinem, langem Havi-Fell.
Heute teilen wir unsere Erfahrungen: Was wichtig ist, was wir gelernt haben und warum Scheren bei uns nichts mit „Kurzschnitt“ zu tun hat.
Warum man beim Havaneser überhaupt schert
Zuerst einmal: Ein Havaneser muss nicht geschoren werden, aber es kann sinnvoll sein. Zum Beispiel:
bei starker Verfilzungsneigung
an hygienischen Stellen
im Sommer (maßvoll!)
wenn Fellpflege sonst zur Dauerbaustelle wird
Bei Fibi geht es nie um Optik, sondern um Wohlbefinden. Kleine Korrekturen können den Alltag deutlich entspannen, für sie und für uns.
Langhaar braucht Power – nicht Geschwindigkeit
Das Fell des Havanesers ist fein, dicht und oft leicht gewellt. Eine gute Schermaschine sollte deshalb:
genug Kraft haben, ohne zu „ziehen“
gleichmäßig schneiden
ruhig laufen
Wir haben gelernt: Lieber eine ruhige, stabile Maschine als eine schnelle, laute. Denn Geräusche und Vibrationen sind für sensible Hunde oft stressiger als das Scheren selbst.
Aufsätze – klein, aber entscheidend
Die richtigen Aufsätze machen den Unterschied zwischen Kontrolle und Chaos.
Worauf wir achten:
mehrere Längen zur Auswahl
fester Sitz
leichtes Auf- und Abstecken
Gerade beim Havaneser ist es wichtig, nicht zu nah an die Haut zu gehen. Wir arbeiten lieber in Etappen und tasten uns langsam vor, statt einmal zu viel abzunehmen.
Der Scherkopf – sauber, kühl, gepflegt
Ein Punkt, den wir anfangs unterschätzt haben: der Scherkopf.
Damit alles angenehm bleibt:
reinigen wir ihn regelmäßig
prüfen die Temperatur zwischendurch
nutzen Scherkopf-Öl, damit er leicht läuft
Ein heißer oder stumpfer Scherkopf kann unangenehm sein und das merkt der Hund sofort.
Unterlage statt Chaos
Scheren ist bei uns kein Spontanprojekt. Wir bereiten alles vor:
rutschfeste Scherunterlage
gutes Licht
ruhige Atmosphäre
Fibi liegt dabei meist entspannt, manchmal sogar dösend. Das funktioniert nur, weil sie sicher liegt und nichts wackelt.
Wo wir scheren und wo bewusst nicht
Wir scheren bei Fibi:
Pfotenränder
Bauch- und Intimbereich
leicht am Hals oder hinter den Ohren, wenn nötig
Was wir nicht machen:
Komplettschur „auf Verdacht“
hektisches Nacharbeiten
Scheren gegen den Fellwuchs
Wenn wir uns unsicher sind, hören wir auf. Fell wächst nach, aber Vertrauen nicht so schnell.
Was wir gelernt haben
Nicht jede Schermaschine passt zu jedem Hund und nicht jede Situation verlangt nach einer Schur.
Für uns gilt:
Ruhe schlägt Technik
Vorbereitung schlägt Tempo
Wohlfühlen schlägt Perfektion
Fibi zeigt uns sehr klar, wann es reicht. Und das respektieren wir.
Unser Fazit
Eine gute Schermaschine für Havaneser ist kein Werkzeug für schnelle Lösungen, sondern für achtsame Pflege.
Mit passenden Aufsätzen, gepflegtem Scherkopf, etwas Öl und einer ruhigen Umgebung kann Scheren Teil einer entspannten Pflegeroutine werden.
Nicht perfekt. Aber passend.
Und genau das zählt.



Kommentare