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Schermaschine für Havaneser – worauf es wirklich ankommt

Irgendwann kommt der Moment, an dem man vor dem Fell sitzt und sich fragt:


Bürsten reicht heute nicht mehr, oder?


So ging es auch uns mit Fibi. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil ihr Fell an manchen Stellen einfach mehr Pflege brauchte, als Kamm und Bürste leisten konnten.


Eine Schermaschine für Havaneser kann ein hilfreiches Werkzeug sein, wenn man weiß, worauf man achten sollte. Denn nicht jede Maschine, die „für Hunde“ geeignet ist, passt auch zu feinem, langem Havi-Fell.


Heute teilen wir unsere Erfahrungen: Was wichtig ist, was wir gelernt haben und warum Scheren bei uns nichts mit „Kurzschnitt“ zu tun hat.


Warum man beim Havaneser überhaupt schert


Zuerst einmal: Ein Havaneser muss nicht geschoren werden, aber es kann sinnvoll sein. Zum Beispiel:


  • bei starker Verfilzungsneigung

  • an hygienischen Stellen

  • im Sommer (maßvoll!)

  • wenn Fellpflege sonst zur Dauerbaustelle wird


Bei Fibi geht es nie um Optik, sondern um Wohlbefinden. Kleine Korrekturen können den Alltag deutlich entspannen, für sie und für uns.


Langhaar braucht Power – nicht Geschwindigkeit


Das Fell des Havanesers ist fein, dicht und oft leicht gewellt. Eine gute Schermaschine sollte deshalb:


  • genug Kraft haben, ohne zu „ziehen“

  • gleichmäßig schneiden

  • ruhig laufen


Wir haben gelernt: Lieber eine ruhige, stabile Maschine als eine schnelle, laute. Denn Geräusche und Vibrationen sind für sensible Hunde oft stressiger als das Scheren selbst.


Aufsätze – klein, aber entscheidend


Die richtigen Aufsätze machen den Unterschied zwischen Kontrolle und Chaos.

Worauf wir achten:


  • mehrere Längen zur Auswahl

  • fester Sitz

  • leichtes Auf- und Abstecken


Gerade beim Havaneser ist es wichtig, nicht zu nah an die Haut zu gehen. Wir arbeiten lieber in Etappen und tasten uns langsam vor, statt einmal zu viel abzunehmen.


Der Scherkopf – sauber, kühl, gepflegt


Ein Punkt, den wir anfangs unterschätzt haben: der Scherkopf.

Damit alles angenehm bleibt:


  • reinigen wir ihn regelmäßig

  • prüfen die Temperatur zwischendurch

  • nutzen Scherkopf-Öl, damit er leicht läuft


Ein heißer oder stumpfer Scherkopf kann unangenehm sein und das merkt der Hund sofort.


Unterlage statt Chaos


Scheren ist bei uns kein Spontanprojekt. Wir bereiten alles vor:


Fibi liegt dabei meist entspannt, manchmal sogar dösend. Das funktioniert nur, weil sie sicher liegt und nichts wackelt.


Wo wir scheren und wo bewusst nicht


Wir scheren bei Fibi:


  • Pfotenränder

  • Bauch- und Intimbereich

  • leicht am Hals oder hinter den Ohren, wenn nötig


Was wir nicht machen:


  • Komplettschur „auf Verdacht“

  • hektisches Nacharbeiten

  • Scheren gegen den Fellwuchs


Wenn wir uns unsicher sind, hören wir auf. Fell wächst nach, aber Vertrauen nicht so schnell.


Was wir gelernt haben


Nicht jede Schermaschine passt zu jedem Hund und nicht jede Situation verlangt nach einer Schur.


Für uns gilt:


  • Ruhe schlägt Technik

  • Vorbereitung schlägt Tempo

  • Wohlfühlen schlägt Perfektion


Fibi zeigt uns sehr klar, wann es reicht. Und das respektieren wir.


Unser Fazit


Eine gute Schermaschine für Havaneser ist kein Werkzeug für schnelle Lösungen, sondern für achtsame Pflege.


Mit passenden Aufsätzen, gepflegtem Scherkopf, etwas Öl und einer ruhigen Umgebung kann Scheren Teil einer entspannten Pflegeroutine werden.


Nicht perfekt. Aber passend.

Und genau das zählt.


 
 
 

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