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Was ist der Unterschied zwischen Havaneser und Malteser?

Aktualisiert: vor 10 Stunden

Havaneser oder Malteser — das war bei uns die Millionen-Euro-Frage, bevor Fibi eingezogen ist.


Beide Rassen gehören zur Bichon-Familie, sind klein, anhänglich und sehen auf den ersten Blick fast identisch aus. Doch die Unterschiede stecken im Detail: bei Charakter, Fell, Bewegungsdrang, Pflege und im Alltag.


In diesem Vergleich bekommst du nicht die übliche Checkliste aus dem Internet, sondern eine ehrliche Gegenüberstellung aus sechs Jahren Alltag mit Havaneser – international auch Havanese geschrieben –, plus allem, was wir uns vor der Entscheidung selbst gewünscht hätten zu wissen.


Havaneser oder Malteser — die Kurz-Antwort


Wenn du gerade keine Zeit für den langen Vergleich hast:


  • Havaneser sind lebhafter, robuster und verspielter — ideal für aktive Familien, Ersthundehaushalte und alle, die einen kleinen Alltagsclown wollen.

  • Malteser sind ruhiger, sensibler und zierlicher — perfekt für gemütliche Haushalte, Homeoffice-Menschen und Senioren.

  • Beide wiegen unter 7 kg, haaren kaum, gelten als allergikerfreundlich und leben 13–15 Jahre.

  • Beide sind pflegeintensiv — wer keine Lust auf tägliches Bürsten hat, sollte eher nach einer anderen Rasse suchen.

  • Preise liegen gleichauf: 1.800–2.500 € beim seriösen Züchter.


Du schwankst, weil dich an beiden Rassen etwas reizt? Dann lohnt sich ein Blick auf den Havaneser-Malteser-Mix – dort zeigen wir, was eine Mischung aus beiden Rassen erbt und wie vorhersehbar Größe, Charakter und Fell dabei sind.


Havaneser vs. Malteser: Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Merkmal

Havaneser

Malteser

FCI-Gruppe

Gruppe 9, Sektion 1 (Bichons)

Gruppe 9, Sektion 1 (Bichons)

Ursprungsland

Kuba

Mittelmeerraum

Schulterhöhe

23–27 cm

20–25 cm

Gewicht

4–7 kg

3–4 kg

Lebenserwartung

13–15 Jahre

12–15 Jahre

Körperbau

kompakt, kräftig

sehr zierlich

Fellstruktur

lang, leicht wellig, weich

lang, glatt, seidig

Fellfarben

viele (creme, gold, braun, schwarz, mehrfarbig)

ausschließlich reinweiß

Charakter

verspielt, neugierig, robust

sensibel, anhänglich, ruhiger

Bewegungsbedarf pro Tag

60–90 Min.

45–60 Min.

Pflegeaufwand pro Woche

3–5 Stunden

4–6 Stunden

Anfängertauglichkeit

sehr gut

sehr gut

Familientauglich (mit Kindern)

sehr gut

gut (ältere Kinder)

Alleinbleiben-Toleranz

mittel

niedrig bis mittel

Haarverlust

minimal

minimal

Allergiker-geeignet

sehr oft ja

sehr oft ja

Welpenpreis (Züchter)

1.800–2.500 €

1.800–2.500 €

Herkunft: Woher kommen Havaneser und Malteser?


Beide Rassen gehören zur Bichon-Familie — einer Gruppe kleiner, freundlicher Begleithunde, zu der auch Bichon Frisé, Bolognese und Coton de Tuléar zählen. Das erklärt auch ihre vielen Gemeinsamkeiten im Wesen.


Der Havaneser — Kubas Nationalhund


Der Havaneser stammt ursprünglich aus Kuba und wurde dort jahrhundertelang als Begleithund der Oberschicht gehalten. Seine Vorfahren kamen mit spanischen Seefahrern auf die Karibikinsel. Der Havaneser wurde also gezielt für eine einzige Aufgabe gezüchtet: Gesellschafter sein. Das merkt man ihm bis heute an, er ist unglaublich menschenbezogen, passt sich flexibel an jede Lebenssituation an und bringt dabei eine fröhliche, leicht clownhafte Art mit. In Deutschland ist er seit den 1990er-Jahren zunehmend beliebt.


Der Malteser — eine der ältesten Rassen Europas


Der Malteser – international auch Maltese geschrieben – ist eine der ältesten dokumentierten Hunderassen überhaupt. Schon Aristoteles erwähnte ihn um 370 v. Chr., und auf römischen Münzen ist er abgebildet. Seine Wurzeln liegen im Mittelmeerraum, nicht zwingend auf der Insel Malta, wie der Name vermuten lässt. Über Jahrtausende wurde er als reiner Schoßhund gezüchtet, oft von wohlhabenden Frauen. Das prägt sein Wesen bis heute: fein, anhänglich, mit starkem Bedürfnis nach Nähe und Ruhe.


Charakter im Vergleich: Havaneser vs. Malteser


Charakterlich sind sich Havaneser und Malteser auf den ersten Blick sehr ähnlich: beide anhänglich, intelligent, menschenbezogen. Beim genaueren Hinschauen zeigen sich aber klare Unterschiede und die zeigen sich erst im echten Alltag.


Der Havaneser — der kleine Entertainer


Ein Havaneser ist der Typ „immer dabei, immer gut gelaunt". Unsere Fibi zum Beispiel begrüßt jeden Besuch so, als hätte sie ihn seit Jahren nicht gesehen (auch wenn er erst vor 10 Minuten rausgegangen ist). Sie findet andere Hunde fast immer super. Sie macht bei Suchspielen mit einem Grinsen mit, das man wirklich sehen kann. Und sie ist erstaunlich robust gegenüber kleinen Alltags-Unruhen wie Staubsauger, Lieferdienst oder lauten Kindern.



Der Malteser — der feine Begleiter


Ein Malteser ist der Typ „lieber bei meinem Menschen als irgendwo sonst". Er kuschelt leidenschaftlich gerne, hängt sehr stark an einer Bezugsperson und reagiert sensibler auf Veränderungen, fremde Menschen oder laute Umgebungen. Das macht ihn zu einem wunderbaren Partner für ruhigere Haushalte, Menschen im Homeoffice oder Senioren, aber weniger passend für lebhafte Familien mit viel Durchgangsverkehr.


Typische Malteser-Szene: Du sitzt auf dem Sofa, der Malteser liegt auf deinem Schoß, und die Welt außerhalb dieses Quadratmeters darf ruhig Pause machen.

Wie sensibel auch ein Havaneser im Alltag reagieren kann, zeigen wir im Beitrag Trennungsstress beim Havaneser erkennen.


Größe & Körperbau


Der Unterschied ist klein, aber im Alltag spürbar. Der Havaneser ist mit 4–7 kg kompakter und stabiler gebaut. Man traut ihm kleine Wanderungen und robustere Spielrunden eher zu. Der Malteser ist mit 3–4 kg deutlich feingliedriger und wirkt fast wie ein Porzellan-Hund. Für Familien mit kleinen Kindern ist der Havaneser aus unserer Sicht die belastbarere Wahl, einfach, weil er weniger zerbrechlich wirkt.


Fell & Pflegeaufwand: Wer ist pflegeleichter?


Beim Fell zeigen sich die auffälligsten Unterschiede.


Malteser sind immer reinweiß mit langem, glatt fallendem, seidigem Haar. Wunderschön, aber extrem pflegeintensiv. Weißes Fell zeigt jeden Fleck, und empfindliche Augen neigen stark zu Tränenflecken. Tägliches Bürsten und regelmäßige Augenreinigung sind Pflicht.


Havaneser gibt es in einer riesigen Farbpalette: von creme über gold, braun bis schwarz, oft mehrfarbig mit Abzeichen. Das Fell ist lang, aber leicht wellig bis lockig und etwas robuster im Alltag. Unsere Fibi trägt ihren „Welpenschnitt" — das reduziert die tägliche Bürstroutine auf etwa 10 Minuten.


Was beide gemeinsam haben:


Beide Rassen haben kein klassisches Unterfell und haaren dadurch wenig – die Details zu Fellwechsel und Unterwolle beim Havaneser findest du hier.


Pflegeroutine bei beiden Rassen:


  • tägliches oder fast tägliches Bürsten mit sanften Bürsten oder Entfilzungskämmen

  • regelmäßige Augenpflege (beim Malteser täglich, beim Havaneser 2–3× pro Woche)

  • Fellkontrolle nach jedem Spaziergang (Grannen, Schmutz, Feuchtigkeit)

  • alle 6–8 Wochen professionelles Trimmen oder selbst scheren

  • Pfoten zwischen den Ballen regelmäßig trimmen


Bewegungsbedarf: Wie aktiv sind die Rassen im Alltag?


Ein Punkt, den viele unterschätzen, gerade weil beide Rassen so klein sind. Kleine Hunde sind keine „Couch-Deko".


Havaneser haben einen mittleren bis hohen Bewegungsbedarf. Fibi liebt Spaziergänge, Suchspiele, Tricksessions und kleine Wanderungen. Ein kurzes Pipi-Gang reicht ihr nicht. Sie braucht täglich mindestens 60–90 Minuten sinnvolle Beschäftigung, körperlich und geistig. Mehr dazu in unserem Beitrag Wie viel Auslauf braucht ein Havaneser?.


Malteser sind hier etwas genügsamer. Sie freuen sich über Spaziergänge, sind aber auch mit 45–60 Minuten am Tag plus ein paar gemütlichen Kuschel-Einheiten zufrieden. Für Menschen mit ruhigerem Lebensstil oder wenig Zeit für lange Gassirunden ist das ein echter Vorteil.


Übrigens: Wenn du dich fragst, was bei einer Kreuzung der beiden herauskommt, schau in unseren Überblick zum Havaneser-Malteser-Mix.


Gesundheit & typische Rassekrankheiten


Beide Rassen sind grundsätzlich robust, haben aber einige rassetypische Schwachstellen. Seriöse Züchter testen ihre Elterntiere entsprechend, danach solltest du beim Welpenkauf fragen.


Typische Gesundheitsthemen beim Havaneser:


  • Patellaluxation (Kniescheiben-Problem, bei uns mit Krümel akut erlebt)

  • Zahnprobleme (Zahnstein, Engstand)

  • vereinzelt Haut- und Allergie-Themen

  • seltener: Augenprobleme, Schilddrüsenthemen


Typische Gesundheitsthemen beim Malteser:


  • empfindliche, tränende Augen (oft Zeit seines Lebens)

  • Zahnprobleme (noch häufiger als beim Havaneser)

  • Patellaluxation

  • Hautsensibilität, Allergien

  • Shaker-Syndrom (selten)


Eine frühzeitige Gesundheitsvorsorge lohnt sich bei beiden Rassen. Welche Versicherung bei kleinen Hunden sinnvoll sein kann, erklären wir im Beitrag Havaneser & Versicherung – welche braucht ihr wirklich?.


Preis & laufende Kosten: Havaneser oder Malteser im Finanzvergleich


Ein Aspekt, der bei der Rassewahl oft zu spät berücksichtigt wird, aber einen echten Unterschied macht.


Anschaffungskosten

Position

Havaneser

Malteser

Welpe vom seriösen Züchter

1.800–2.500 €

1.800–2.500 €

Erstausstattung (Körbchen, Napf, Geschirr, etc.)

250–400 €

250–400 €

Impfungen/Erstkontakt Tierarzt

80–150 €

80–150 €

Hundeschule Welpenkurs

150–300 €

150–300 €

Gesamt Start

2.280–3.350 €

2.280–3.350 €

Finger weg von „Schnäppchen" unter 1.000 €, die oft aus zweifelhaften Quellen stammen. Ein seriöser VDH-Züchter investiert viel in Gesundheitsuntersuchungen, Aufzucht und Sozialisierung, das hat seinen Preis.


Laufende Kosten pro Monat


  • Futter: 40–60 €

  • Versicherung (Haftpflicht + Krankenversicherung): 25–45 €

  • Tierarzt-Rücklage: 20–30 €

  • Pflege/Hundesalon alle 6–8 Wochen: 30–50 €

  • Zubehör, Leckerlis, Ersatz: 15–25 €

  • Gesamt monatlich: ca. 130–210 €


Über ein Hundeleben von durchschnittlich 14 Jahren summiert sich das auf rund 25.000–35.000 € — plus unvorhergesehene OP-Kosten (bei uns mit Krümels Patellaluxations-OP zweimal über 6.000 €).


Pro & Contra: Havaneser


Pro Havaneser:


  • robust, belastbar, unkompliziert im Alltag

  • hervorragend familientauglich, auch mit kleinen Kindern

  • viele Fellfarben zur Auswahl

  • sozial mit anderen Hunden

  • hohe Lernfreude, gute Trainierbarkeit

  • weniger empfindlich gegenüber Alltagsstress


Contra Havaneser:


  • höherer Bewegungsbedarf als beim Malteser

  • kann sehr anhänglich werden (Alleinbleiben muss geübt werden)

  • viel Fellpflege nötig (aber weniger als beim Malteser)


Pro & Contra: Malteser


Pro Malteser:


  • ideal für ruhige Haushalte, Senioren, Homeoffice

  • geringer Bewegungsbedarf

  • innige Bindung an die Bezugsperson

  • klassisches, elegantes Erscheinungsbild


Contra Malteser:


  • extrem pflegeintensives Fell (tägliches Bürsten Pflicht)

  • anfällig für Tränenflecken und Augenprobleme

  • sensibler gegenüber Veränderungen und fremden Menschen

  • weniger robust bei wilden Familien-Szenen oder Toben


Für wen eignet sich welche Rasse?


Ein Havaneser passt zu dir, wenn du:


  • einen fröhlichen, verspielten Begleiter suchst

  • Kinder im Haushalt hast oder oft Besuch

  • einen etwas robusteren kleinen Hund möchtest

  • gerne spazieren gehst oder kleine Wanderungen machst

  • einen sozialen Hund für Begegnungen mit Artgenossen willst

  • einen Ersthund suchst und Anfänger bist


Ein Malteser passt zu dir, wenn du:


  • einen sehr anhänglichen, feinen Begleiter bevorzugst

  • eher ruhige, strukturierte Tage hast

  • viel Zeit zu Hause verbringst (Homeoffice, Rente)

  • bereit bist, intensiv Fellpflege zu betreiben

  • einen klassischen Schoßhund suchst

  • keine kleinen Kinder unter 6 Jahren im Haushalt hast


Mehr dazu sagen wir auch in unserem Video:



Warum es bei uns der Havaneser geworden ist


Am Ende war es ein Mix aus Bauchgefühl und Alltagstauglichkeit. Wir wollten einen aktiven, fröhlichen Hund mit viel Charakter, der unsere Wanderlust mitmachen kann, aber in der Wohnung trotzdem gut klarkommt. Als wir Fibi zum ersten Mal bei der Züchterin gesehen haben, war es um Theresa geschehen: Ihre Farben, ihr Blick, ihre absolute Fröhlichkeit vom ersten Moment an: es hat einfach gepasst.

Ehrlich gesagt hätten wir mit einem Malteser wahrscheinlich auch glücklich werden können, denn beide Rassen sind wundervolle Begleiter. Aber für unseren Alltag mit Spaziergängen, kleinen Abenteuern, Gipfel-Wanderungen und später Krümel als Zweithund war Fibi genau die richtige Wahl. Und wir würden uns jederzeit wieder so entscheiden.


FAQ: Die häufigsten Fragen zum Vergleich Havaneser vs. Malteser


Was ist der Hauptunterschied zwischen Havaneser und Malteser?


Der wichtigste Unterschied liegt im Temperament: Havaneser sind lebhafter, verspielter und robuster, Malteser sensibler, ruhiger und zierlicher. Optisch fällt der Unterschied beim Fell am meisten auf, denn Malteser sind ausschließlich reinweiß mit glattem Haar, Havaneser gibt es in vielen Farben und leicht gewellt. Beide gehören zur Bichon-Familie und teilen viele Grundeigenschaften.


Sind Havaneser oder Malteser anfälliger für Krankheiten?


Beide Rassen haben rassetypische Themen, aber keine extremen Unterschiede in der allgemeinen Gesundheit. Havaneser neigen etwas mehr zu Patellaluxation und gelegentlich Hautthemen, Malteser häufiger zu empfindlichen Augen und Zahnproblemen. Beim seriösen Züchter mit gesundheitsgetesteten Elterntieren und einer guten Vorsorge sind beide Rassen über 13–15 Jahre gut haltbar.


Welche Rasse ist leichter zu erziehen — Havaneser oder Malteser?


Beide Rassen sind intelligent und lernwillig und daher grundsätzlich gut erziehbar. Havaneser sind oft etwas unkomplizierter in der Sozialisierung, weil sie weniger sensibel auf Veränderungen reagieren. Malteser brauchen einen besonders ruhigen, konsequenten und liebevollen Umgang. Am Ende spielt der individuelle Charakter des Hundes aber oft eine größere Rolle als die Rasse.

Wie du beim Havaneser konkret vorgehst – von den ersten Übungen bis zur Pubertät – zeigt unser Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Havaneser Erziehung.


Haaren Havaneser oder Malteser?


Beide Rassen haaren sehr wenig bis gar nicht, weil sie kein klassisches Deckhaar mit saisonalem Fellwechsel haben. Statt Haaren auf der Couch findet man bei nicht-gepflegtem Fell eher Filzknoten. Das macht sie zu guten Kandidaten für Allergiker — ein 100-prozentiges Versprechen gibt es aber bei keiner Hunderasse, eine persönliche Probebegegnung beim Züchter ist immer sinnvoll.


Welche Rasse ist familienfreundlicher — Havaneser oder Malteser?


Beide Rassen gelten als familiengeeignet. Der Havaneser wirkt durch seine robustere Statur (4–7 kg) und seinen verspielten, ausgeglichenen Charakter für Familien mit kleinen Kindern oft passender. Der Malteser mit seinen 3–4 kg und seinem feineren Wesen eignet sich besser für Haushalte mit älteren, ruhigeren Kindern oder Erwachsenen. In beiden Fällen gilt: Kinder müssen lernen, respektvoll mit dem Hund umzugehen.


Welche Rasse ist ruhiger und eignet sich für Senioren?

Der Malteser wird häufig als etwas ruhiger und gemütlicher beschrieben und ist für Senioren oft die klassische Wahl. Er ist mit 45–60 Minuten Bewegung pro Tag zufrieden und genießt lange Kuschelphasen. Ein Havaneser kann aber genauso passen — für aktivere Senioren oder solche, die Freude an kleinen Abenteuern haben. Wichtig ist realistische Selbsteinschätzung der eigenen Energie und Alltagsstruktur.


Was kostet ein Havaneser vs. Malteser?


Bei seriösen Züchtern liegen beide Rassen mit 1.800–2.500 € pro Welpe preislich gleichauf. Günstigere Angebote stammen häufig aus unseriöser Vermehrung. Bei den laufenden Kosten unterscheiden sich die Rassen kaum — monatlich etwa 130–210 € für Futter, Versicherung, Pflege und Rücklagen. Über ein Hundeleben summiert sich das auf 25.000–35.000 €.

Du schwankst, weil dich an beiden Rassen etwas reizt? Dann lohnt sich ein Blick auf den Havaneser-Malteser-Mix – dort zeigen wir, was eine Mischung aus beiden Rassen erbt und wie vorhersehbar Größe, Charakter und Fell dabei sind.


Havaneser oder Malteser für Berufstätige?


Beide Rassen sind sehr menschenbezogen und mögen langes Alleinsein nicht. Havaneser tolerieren das Alleinbleiben tendenziell etwas besser, wenn es von klein auf trainiert wurde — maximal 4–5 Stunden sind realistisch. Für Vollzeit-Berufstätige ohne Homeoffice, Familienunterstützung oder Hundesitter ist keine der beiden Rassen wirklich ideal. Mehr Tipps dazu findest du in unserem Beitrag über Alleinbleiben beim Havaneser.


Können Havaneser und Malteser Treppen steigen?


Beide Rassen können Treppen steigen, aber wegen ihrer kleinen Größe und der Veranlagung zu Patellaluxation empfehlen wir es bei Welpen, älteren Hunden und nach OPs zu vermeiden. Bis zu 10 Stufen pro Tag gelten bei gesunden erwachsenen Tieren als unproblematisch. Mehr dazu in unserem Beitrag Havaneser & Treppensteigen.


Welche Rasse lebt länger?


Beide Rassen haben eine Lebenserwartung von etwa 13–15 Jahren, Malteser im Schnitt minimal kürzer. Entscheidender als die Rasse sind gute Zucht, artgerechte Haltung, gesundes Futter, regelmäßige Tierarztvorsorge und genügend Bewegung. Havaneser sind als Zuchtlinie etwas weniger überzüchtet, was ihnen tendenziell etwas mehr Robustheit verleiht.


Wie erkenne ich den Unterschied optisch?


Der schnellste Test: Fellfarbe — Malteser sind immer reinweiß, Havaneser fast nie. Fellstruktur — Malteser haben glattes, seidiges Haar, das am Körper fällt; Havaneser haben leicht welliges, etwas abstehendes Fell. Statur — Malteser wirken noch filigraner. Gesicht — Havaneser haben oft einen ausgeprägteren Stop und runderes Gesicht.


Kann ich einen Havaneser und einen Malteser im selben Haushalt halten?


Ja, das funktioniert meist sehr gut, weil beide zur Bichon-Familie gehören und ähnliche Grundeigenschaften mitbringen. Wichtig ist, dass beide Hunde ausreichend einzeln Aufmerksamkeit bekommen und die Energie-Level grob zusammenpassen. Erfahrung mit dem Zusammenführen von Zweithunden haben wir bei unserem Beitrag Ein Zweithund für den Havaneser gesammelt.


Gibt es auch einen Havaneser-Malteser-Mix?


Ja, und weil beide Rassen eng verwandt sind und zur Bichon-Familie gehören, ist dieser Mix vergleichsweise gut vorhersehbar: ein kleiner, anhänglicher, kaum haarender Begleithund mit 3–6 kg. Größe, Charakter, Gesundheit und Preis der Mischung haben wir im Beitrag Havaneser-Malteser-Mix ausführlich beleuchtet.


Unser Fazit: Beide sind wunderbar — die Wahl hängt von dir ab


Havaneser oder Malteser — beide bringen jede Menge Liebe, Lebensfreude und Nähe in den Alltag. Die Entscheidung hängt weniger von „besser" oder „schlechter" ab, sondern vor allem davon, welcher Hund zu deinem Lebensstil passt.

Wer aktiv ist, gerne draußen unterwegs und einen kleinen Alltagsclown an seiner Seite will, ist beim Havaneser richtig. Wer einen verschmusten, ruhigen und sehr anhänglichen Begleiter sucht, findet im Malteser einen wunderbaren Partner. Am Ende zählt das Bauchgefühl beim ersten Treffen — so war es bei uns mit Fibi auch.

Egal, welche Rasse es wird: Nimm dir Zeit für die Züchtersuche, frage nach Gesundheitstests der Elterntiere und lass dein Herz beim ersten Kennenlernen entscheiden.


Wenn deine Wahl auf den Havaneser gefallen ist: Die ersten Wochen entscheiden mehr, als die meisten erwarten.


Unser Welpen-Starterpaket ist für genau diese Phase gemacht.


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Du schwankst noch? Schreib uns gerne in die Kommentare, welche der beiden Rassen dich mehr anspricht — wir lesen alles und helfen dir bei der Entscheidung. Oder folge uns auf Instagram, TikTok oder YouTube, wenn du ein Stück unseren Havaneser-Alltag miterleben willst.


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