Havaneser im Auto – So wird das Reisen stressfrei
- Fibis Adventures

- 3. Sept. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Feb.
Egal, ob es in den Urlaub geht oder nur zum Tierarzt: Autofahren gehört für viele Hunde zum Alltag – auch für unseren Havaneser Fibi. Aber wie gewöhnt man einen kleinen Hund überhaupt an das Auto? Und was, wenn ihm dabei übel wird oder er einfach nicht zur Ruhe kommt?
Wir erzählen dir, wie wir Fibi Schritt für Schritt an Fahrten gewöhnt haben, was uns bei längeren Strecken geholfen hat – und warum sie heute mit Begeisterung in den Fußraum hüpft, wenn’s „los geht!“, obwohl sie eigentlich in die Box sollte....
Havaneser im Auto – kurz erklärt
Kleine Hunde sollten im Auto immer gesichert werden.
Ruhe und Routine sind wichtiger als lange Fahrten.
Kurze Trainingsfahrten helfen beim Aufbau von Sicherheit.
Jeder Hund reagiert unterschiedlich auf Bewegung und Umgebung.
Warum Sicherheit im Auto so wichtig ist
Ein ungesicherter Hund kann bei einer Vollbremsung nicht nur sich selbst, sondern auch Menschen im Fahrzeug gefährden. Gerade kleine Hunde werden oft unterschätzt, denn ihr geringes Gewicht schützt sie nicht vor Verletzungen.
Für uns war deshalb klar: Autofahren beginnt nicht mit der Strecke, sondern mit der richtigen Sicherung.
Havaneser an Autofahren gewöhnen - So ging es mit Fibi
Fibi war anfangs sehr skeptisch. Der Motor? Laut. Die Umgebung? Unbekannt. Die Bewegungen? Unkontrollierbar. Kein Wunder, dass sie bei der ersten kurzen Fahrt ziemlich unruhig war. Aber, und das sollte man auch berücksichtigen, es war die erste Fahrt mit uns, und das auch direkt über mehrere Stunden, nachdem sie schon mehrere Stunden bei der Züchterin im Auto gesessen hatte.
Unsere Tipps für die ersten Autofahrten:
Nur kurze Strecken: 5–10 Minuten reichen fürs Erste völlig.
Keine aufregenden Ziele: Der erste Trip sollte nicht gleich zum Tierarzt führen.
Vertraute Dinge mitnehmen: Ihre Kuscheldecke und ein Kauspielzeug waren Gold wert.
Leckerli danach: Lob und Belohnung, sobald die Fahrt vorbei war.
So wurde aus dem „doofen Auto“ nach und nach ein Ort, der gar nicht mehr so schlimm war.
Box, Anschnallgurt oder Rückbank? - Was passt zu einem Havaneser?
Gerade bei kleinen Hunden ist die Verlockung groß, sie einfach „mal eben“ auf den Schoß zu nehmen, und auch wir müssen gestehen: während der ersten Fahrt haben wir das gemacht, Aber: Das ist weder sicher noch erlaubt.
Ein Havaneser muss – wie jeder Hund – im Auto gesichert werden.
Das hat sich bei uns bewährt:
Transportbox auf der Rückbank → Fibi hat darin genug Platz, liegt ruhig und fühlt sich geschützt.
Autogurt mit Brustgeschirr → Für kürzere Fahrten – wenn jemand mitfährt und sie beaufsichtigt.
Autotasche→ Für kürzere Fahrten, bei denen nur Fibi im Auto ist und auch mal rausgucken darf.
Wichtig ist, dass die Sicherung dem Hund nicht wehtut und er trotzdem bequem liegen kann. Die Box haben wir mit ihrer Lieblingsdecke ausgestattet – das war wie ein zweites Körbchen.
Unser Alltag unterwegs
Heute gehören Autofahrten einfach dazu. Vor längeren Strecken achten wir darauf, dass Fibi vorher ruhig ausgelastet ist. Keine wilden Spiele kurz vor der Abfahrt.
Wie wir Bewegung und Ruhe generell ausbalancieren, zeigen wir auch im Beitrag: Wie viel Auslauf braucht ein Havaneser?.
Während der Fahrt gilt bei uns:
ruhige Musik
konstante Temperatur
keine hektischen Bewegungen
Das klingt simpel, macht aber einen großen Unterschied.
Typische Stresssignale im Auto
Nicht jeder Hund zeigt sofort, wenn ihm etwas zu viel wird. Wir achten besonders auf:
Hecheln ohne Hitze
Unruhe oder ständiges Positionswechseln
Winseln oder Zittern
Wenn wir merken, dass Fibi angespannt ist, legen wir lieber eine Pause ein.
Wie sich Stress generell im Alltag zeigen kann, erklären wir auch im Beitrag Trennungsstress beim Havaneser erkennen.
Übelkeit & Unruhe – was tun?
Gerade bei jungen Havanesern kann es vorkommen, dass ihnen beim Autofahren schlecht wird. Bei Fibi war das zum Glück nie ein Problem – aber wir kennen viele, bei denen es so war.
Was helfen kann:
Mindestens 2 Stunden vor der Fahrt nichts fressen lassen
Fenster ein Spalt geöffnet halten – Frischluft wirkt Wunder
Kein zu warmes Auto – Klimaanlage oder Schatten nutzen
Sanfte Fahrweise – kein abruptes Bremsen oder Kurvenfahrten
Wenn dein Hund wirklich regelmäßig erbricht oder sehr gestresst wirkt: Sprich mit dem Tierarzt. Es gibt Reisepräparate, die helfen können – aber nur in Rücksprache.
Lange Fahrten? Mit Planung kein Problem!
Fibi fährt heute problemlos mehrere Stunden mit – aber nur, weil wir klein angefangen haben und sie nie Probleme zeigte. Wir haben immer wieder Pausen gemacht, auf Rastplätzen kurz geschnüffelt und ihr Wasser angeboten.
Und ganz wichtig: Nicht aus Langeweile durchstarten! Ein müder Havi reist entspannter als einer mit zu viel Energie.
Unsere Checkliste für längere Fahrten:
Wasser + Napf
Etwas zum Kauen
Gassipause alle 2–3 Stunden
Kühlmatte bei heißen Tagen
Unsere Learnings aus vielen Fahrten
✔ Sicherheit geht vor Bequemlichkeit
✔ kurze Trainingsfahrten sind wertvoller als lange Strecken
✔ Ruhe vor der Fahrt wirkt oft Wunder
✔ kleine Hunde brauchen klare Strukturen
Häufige Fragen zum Havaneser im Auto
Darf ein Havaneser frei im Auto sitzen?
Nein. Eine Sicherung ist wichtig. Sowohl aus Sicherheitsgründen als auch rechtlich.
Wie lange kann ein Havaneser Autofahren?
Das ist individuell. Regelmäßige Pausen und Wasser sind wichtig.
Was tun, wenn der Hund im Auto nervös wird?
Fahrten verkürzen, langsam aufbauen und feste Rituale einführen.
Ist eine Box besser als ein Autositz?
Das hängt vom Hund ab. Manche fühlen sich in einer Box sicherer, andere entspannen eher in einem stabilen Sitz.
Sollte man vor der Fahrt füttern?
Wir achten auf ausreichend Abstand zwischen Fütterung und Fahrt, um den Magen zu entlasten.
Fazit: Autofahren kann gelernt werden
Ein Havaneser ist ein toller Reisebegleiter – wenn man ihn langsam und einfühlsam ans Auto gewöhnt. Bei Fibi hat es ein paar Wochen gedauert, aber heute hüpft sie ,,freiwillig'' in ihre Box und beobachtet die Welt durch das Gitter oder schläft neben Krümel.
Für sie heißt Autofahren: Es geht irgendwohin und meistens wird’s schön.
Und ganz ehrlich? So soll es doch sein.
Autofahren ist für Havaneser kein Selbstläufer, aber mit Gewöhnung, Sicherheit und Ruhe sehr gut lernbar.




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