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Havaneser & Treppensteigen – Wie viel Stufen sind okay?

Als Fibi bei Theresa einzog, hatten wir genau eine Sorge: die steile Altbautreppe in den zweiten Stock. 19 Stufen, Holz, offen.


Heute, fünf Jahre später, wissen wir: Treppen sind für Havaneser kein Verbot, aber eine Frage von Alter, Technik und Gelenkgesundheit.


In diesem Guide erfährst Du, ab welchem Alter Dein Havaneser Treppen steigen darf, warum hoch anders ist als runter, was die Patellaluxation damit zu tun hat (wir sprechen aus eigener Erfahrung, dazu später mehr) und wann Tragen die klügere Entscheidung bleibt.


Kurzantwort:

Kurz & knapp: Havaneser-Welpen tragen wir bis mindestens 6 Monate über alle Treppen. Zwischen 6 und 10 Monaten dürfen kurze Abschnitte (maximal 5 bis 8 Stufen, immer hoch vor runter) trainiert werden. Ab 10 bis 12 Monaten, wenn die Wachstumsfugen geschlossen sind, ist normales Treppensteigen okay, sofern keine Patellaluxation oder HD vorliegt. Senioren über 10 Jahre profitieren wieder von Rampen oder Tragen.

Inhaltsverzeichnis



Warum Treppen für Havaneser heikel sind


Havaneser sind kleine Hunde mit relativ kurzen Beinen und einem kompakten Körperbau. Jede Treppenstufe ist für sie, prozentual zur Beinlänge, höher als für einen Labrador. Das bedeutet mehr Impuls beim Hochspringen und mehr Gewicht auf den Vorderläufen beim Runtergehen.


Dazu kommt die rassetypische Veranlagung zur Patellaluxation, einer Kniescheibenfehlstellung, die bei kleinen Rassen deutlich häufiger auftritt als bei großen. Laut der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigen Studien eine Häufigkeit von bis zu 7 Prozent bei Zwerg- und Kleinrassen (Quelle: Di Dona et al., 2018, The Veterinary Journal).


Treppen verursachen keine Patellaluxation. Sie können aber eine vorhandene Schwachstelle schneller sichtbar machen und bei einem instabilen Knie zu Reizungen oder Schüben führen.


Patellaluxation beim Havaneser: Was jeder Halter wissen muss


Wir gehen hier ausführlich ins Detail, weil wir das Thema selbst durchgemacht habe (nicht bei Fibi, sondern Krümels Kniescheiben wurden beide operiert, siehst du hier:




Was ist Patellaluxation?


Die Kniescheibe (Patella) gleitet normalerweise in einer Rinne am Oberschenkelknochen. Bei der Patellaluxation rutscht sie aus dieser Rinne heraus, meist nach innen (mediale Luxation, bei kleinen Hunden häufigster Typ).


Die 4 Schweregrade:

Grad

Beschreibung

Symptome

Grad 1

Patella lässt sich manuell luxieren, springt von allein zurück

Kaum sichtbar, selten Lahmheit

Grad 2

Patella luxiert zeitweise spontan, Hund streckt Bein aus, Patella springt zurück

Typisches "Hüpfen" für 1 bis 3 Schritte

Grad 3

Patella meist luxiert, lässt sich manuell einrenken, rutscht wieder raus

Dauerlahmheit, Muskelabbau

Grad 4

Patella permanent luxiert, nicht mehr einrenkbar

OP fast immer nötig

Was Du als Havaneser-Halter tun kannst:


Lass die Knie beim Welpencheck (8. bis 12. Woche) und bei jeder Jahreskontrolle palpieren. Viele Züchter haben die Elterntiere bereits untersuchen lassen. Frag aktiv nach dem Befund.


Bei bekannter Grad-1- oder Grad-2-Luxation sind Treppen nicht verboten, aber Du solltest:


  • kurze Treppenabschnitte bevorzugen

  • immer ruhig, nie springend steigen lassen

  • auf Rutschmatten für Parkett/Laminat setzen

  • Übergewicht kompromisslos vermeiden (jedes extra Kilo wirkt auf die Patella wie ein Hebel)


Wachstumsfugen und warum sie den Treppen-Plan bestimmen


Die Wachstumsfugen (Epiphysenfugen) sind Knorpelzonen an den Knochenenden. Dort wächst der Knochen in die Länge. Solange sie offen sind, sind sie verletzlich. Stöße und Stauchungen können die Fugen schädigen und zu Fehlwachstum führen.


Bei Havanesern schließen die Wachstumsfugen etwa zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat.


Das ist der klassische Wert für kleine Rassen. Deshalb gilt: Vor dem 10. Monat keine intensive Gelenkbelastung, also auch keine langen Treppen.

Röntgendiagnostik kann das individuell bestätigen. Wenn Du unsicher bist, frag den Tierarzt, ob er bei einem regulären Termin einen Blick drauf werfen kann.


Ab welchem Alter darf ein Havaneser Treppen steigen?


Alter

Regel

Anzahl Stufen

Besonderheit

8 bis 16 Wochen (Welpe)

Komplett tragen

0

Koordination unreif, Fugen weich

4 bis 6 Monate

Tragen bleibt Standard

0 bis 2 Teststufen langsam

Nur kurze Einführung auf flachen Innentreppen

6 bis 10 Monate

Kurze Abschnitte okay

5 bis 8 Stufen pro Gang

Immer langsam, nicht springen lassen

10 bis 12 Monate

Wachstumsfugen schließen

10 bis 15 Stufen

Alltagstauglich bei gesunden Gelenken

1 bis 8 Jahre (Erwachsener)

Normale Nutzung

Beliebig, ruhig

Auf Rutschsicherheit achten

8 bis 10 Jahre (Senior)

Beobachten

10 bis 20 okay

Kontrolle auf Arthrose, Sehkraft

Ab 10 Jahre

Wieder reduzieren

Tragen oder Rampe bevorzugen

Ruck beim Absatzwechsel vermeiden


Gerade in dieser Phase merken viele, dass nicht nur Treppen ein Thema sind, sondern plötzlich alles gleichzeitig: Schlaf, Stubenreinheit, Zahnwechsel, Beißhemmung, Sozialisierung und die ganze Frage, was in welchem Alter eigentlich schon okay ist.


Genau dafür haben wir unser Welpen-Starterpaket Havaneser geschrieben.


Es begleitet dich durch die ersten Wochen und Monate mit deinem Havaneser und hilft dir, typische Anfängerfehler zu vermeiden, bevor sie sich festsetzen.


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Hoch vs. runter: Der unterschätzte Unterschied


Nach oben steigen ist für den Havaneser anstrengender, aber gelenkschonender. Muskeln arbeiten konzentrisch, die Gelenke werden weniger gestaucht.


Nach unten gehen ist mechanisch heikler. Bei jedem Absatz nehmen die Vorderläufe den Stoßimpuls auf. Der Druck auf Schulter, Ellenbogen und Handwurzel ist erheblich. Viele Havaneser neigen dazu, die letzten zwei Stufen zu springen. Genau das sollten wir verhindern.


Faustregel: Wenn Training nötig wird, beginnt es hoch. Nach unten wird erst später trainiert, idealerweise mit Hilfe eines Geschirrs und einer zweiten Person, die von unten sichert.


So bringst Du Deinem Havaneser Treppen bei (5 Schritte)


Schritt 1: Sitzübung auf der untersten Stufe (Woche 1)


Setz Dich neben die unterste Stufe. Lass den Hund die Stufe beschnuppern, lobe jede Annäherung mit einem Leckerli. Ziel: Er verliert die Respektdistanz.


Schritt 2: Eine Stufe hoch, eine runter (Woche 1 bis 2)


Lock ihn mit einem Leckerli über eine einzige Stufe. Geh dann gemeinsam wieder runter, indem Du ihn hebst. Wichtig: Du hebst ihn, er springt nicht zurück.


Schritt 3: Drei bis fünf Stufen hoch, tragen runter (Woche 2 bis 3)


Erhöhe die Strecke Stufe für Stufe. Nach oben selbstständig, nach unten weiterhin tragen. So üben sich seine Muskeln, ohne Stoßbelastung zu riskieren.


Schritt 4: Runter trainieren (ab Woche 3 bis 4)


Wenn er hoch sicher ist, beginnst Du mit den letzten zwei Stufen nach unten. Schleife ein Geschirr an, sichere mit leichter Leine, lass ihn ganz langsam treten. Kein Springen.


Schritt 5: Komplette Treppe (ab Monat 6 plus)


Sobald er Stufe für Stufe geht, ohne zu springen, darf er die ganze Treppe bewältigen. Wichtig: Tempo bleibt langsam, ein Stopp am oberen und unteren Ende ist Pflicht, um den Absprung-Reflex zu brechen.


Wie viele Stufen pro Tag sind okay?


Das hängt stark von Alter, Gewicht und Gelenkbefund ab. Als grobe Richtschnur für den gesunden erwachsenen Havaneser (4 bis 8 Kilogramm):

Alltag

Bewertung

Bis 50 Stufen pro Tag

Unbedenklich

50 bis 150 Stufen

Okay bei gesunden Gelenken

150 bis 300 Stufen

Nur bei trainiertem Hund ohne Vorbelastung

Über 300 Stufen

Rampe, Treppenlift oder Tragen ergänzen

Wohnst Du im vierten Stock ohne Aufzug, legst Du mit drei Gassi-Runden am Tag schnell 200 bis 250 Stufen zurück. Das ist machbar, aber Du solltest auf Gelenkprofil und Übergewicht besonders achten.


Warnzeichen: Wann Du sofort stoppen musst


Bei diesen Anzeichen hörst Du auf mit dem Treppentraining und gehst zum Tierarzt:


  1. Hüpf-Schritt (typisch bei Patellaluxation, Hund streckt Bein kurz ab)

  2. Lahmheit nach Treppe, auch wenn sie nach wenigen Minuten verschwindet

  3. Winseln oder Ausweichen vor der Treppe

  4. Sich hinsetzen auf halber Strecke

  5. Pfote lecken oder Gelenke lecken nach Belastung

  6. Steifheit am Morgen oder nach Ruhephasen

  7. Knacken oder Knistern beim Bewegen


Zwei oder mehr dieser Punkte zusammen: sofort Tierarzt. Orthopädische Probleme werden schlimmer, wenn sie ignoriert werden.


Alternativen: Rampe, Trage, Treppenlift-Hack


Hunderampe*: Rampen für das Auto sind bekannt, es gibt sie aber auch für Innenräume. Rutschfeste Oberfläche, maximale Neigung 25 Grad, Länge mindestens das Dreifache der zu überwindenden Höhe. Bei einem Sofa von 50 cm Höhe bedeutet das 150 cm Rampenlänge. Für Treppen in der Wohnung sind feste Rampen meist zu sperrig.


Hunderucksack: Für Havaneser bis etwa 8 Kilogramm praktisch. Modelle mit Hüftgurt entlasten den Rücken des Trägers, was bei 42 Stufen pro Runde durchaus Thema wird. Unsere liebsten Modelle: Das kleinste Modell von Wanderpfote, auf das du 5 % Rabtt mit Fibi_5 bekommst (Werbung).


Treppenlift-Hack (für sehr lange Treppen): In Mehrfamilienhäusern ohne Aufzug gibt es elektrische Treppensteiger für Rollatoren, auf die man einen Transportkorb schnallen kann.


Fell-Freund: Bei zwei Hunden (wie bei uns Fibi und Krümel) geht einer oft als Vorbild voran, was dem anderen Sicherheit gibt. Aufpassen, dass der Mutige nicht zu schnell geht.


Fibis Treppen-Routine: Unser ehemaliger Alltag mit 19 Stufen


Wir wohnte Altbau ihrer Eltern, Holztreppe, steil. Als Fibi als Welpe einzog, war klar: jeder Gang nach oben und unten wird getragen. Sechs Monate lang. Theresa hat damals pro Tag etwa acht Treppen-Passagen mit Hund im Arm gemacht. Die 19 Stufen mal 8 sind 152 Stufen täglich. Rücken, Knie und Kondition bekommen das direkt gespiegelt.

Ab Monat 6 begann Fibi mit den untersten 5 Stufen, nach oben. Nach unten weiter tragen. Ab Monat 9 machte sie die komplette Treppe hoch selbstständig. Erst mit 13 Monaten haben wir sie auch nach unten laufen lassen, langsam, am Geschirr gesichert.


Heute, mit 5 Jahren, läuft sie alles in Ruhe, wenn wir zu Besuch sind. Sie springt die letzten beiden Stufen niemals. Das haben wir konsequent trainiert. Krümel (Goldendoodle) hat übrigens das gleiche Treppentraining bekommen. Auch Goldendoodle profitieren von Gelenkschutz in der Wachstumsphase.


Häufige Fehler, die Halter machen


  1. Den Welpen nach oben tragen, nach unten laufen lassen. Genau falsch herum. Runter ist gelenkbelastender.

  2. Leckerli auf der Treppe verteilen. Führt zu Tempo-Zick-Zack, Absätzen werden übersprungen.

  3. Glatte Treppen ohne Rutschmatte. Parkett, Fliesen und Laminat sind Unfallherde.

  4. Zu früh loben am oberen Ende. Der Hund dreht sich, springt die letzten Stufen. Lob erst auf ebener Fläche oben.

  5. Nicht auf Pfotenpflege achten. Überlange Krallen und Pfotenhaare reduzieren den Grip dramatisch.

  6. Tragen verlernen. Auch als Erwachsener darf man mal getragen werden, etwa nach langer Wanderung. Macht ihn nicht weich.

  7. Eigene Schritte zu schnell nehmen. Hunde passen sich dem Tempo des Halters an. Gehe selbst langsam.


Havaneser Senior: Treppen im Alter


Ab etwa 10 Jahren beginnen bei vielen Havanesern die Gelenke zu knirschen. Arthrose ist bei Kleinhunden zwar seltener als bei großen Rassen, aber nicht ungewöhnlich. Wenn Dein Senior nach Ruhe steifer aufsteht oder beim Aufstehen länger braucht, reduziere die Treppenbelastung.


Konkrete Maßnahmen:


  • Rutschmatten* auf jede Stufe (selbstklebende Antirutschstreifen tun es)

  • Pfotenhaare regelmäßig kürzen

  • Gewicht im Idealbereich halten (bei 6-Kilo-Havaneser nicht über 6,5 kg)

  • Gelenknahrung ab 8 Jahren erwägen

  • Bei Treppen mit mehr als 15 Stufen: wieder tragen


Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Havaneser-Pflege im Alter.


Nach einer OP oder bei Arthrose: Sonderregeln


Wir sprechen hier aus eigener Erfahrung, weil wir selbst mit Krümel zwei Patellaluxations-OP hatten und die Rehaphase kennen. Für einen Hund nach orthopädischer OP gilt:


Woche 1 bis 2: keine Treppen. Tragen, auch wenn es umständlich ist.

Woche 3 bis 6: ein bis drei Stufen maximal, in Sicht des Tierarztes.

Woche 6 bis 12: langsame Steigerung nach Rücksprache.

Ab Monat 3: Alltag möglich, wenn Kontrolle unauffällig.


Bei diagnostizierter Arthrose hilft: Physiotherapie (Unterwasserlaufband ist Gold wert), moderate Treppen, keine Sprints, kein Toben auf der Treppe.


Wenn Ihr gerade eine OP hinter Euch habt, schaut in unseren Beitrag zur Zeit nach Patellaluxations-OP.


Häufige Fragen (FAQ)


1. Dürfen Havaneser-Welpen überhaupt Treppen steigen?


Nein, unter 6 Monaten nicht. Die Wachstumsfugen sind offen und Stauchungen können Fehlwachstum verursachen. Bis zum halben Jahr wird der Welpe getragen, auch wenn es 42 Stufen sind. Danach beginnt ein schrittweises Training mit wenigen Stufen.


2. Wie viele Stufen darf mein 8-Monate-alter Havaneser pro Tag?


Maximal 30 bis 50 Stufen pro Tag, aufgeteilt auf mehrere Gänge. Jede Passage sollte nicht mehr als 8 Stufen umfassen. Nach oben selbstständig, nach unten trägst Du noch, bis er 10 bis 12 Monate alt ist.


3. Ist hoch oder runter schwieriger für den Hund?


Runter ist gelenkbelastender, weil die Vorderläufe den Stoßimpuls auffangen. Hoch ist anstrengender für die Muskeln, aber schonender für die Gelenke. Deshalb trainierst Du immer hoch zuerst und runter zuletzt.


4. Mein Havaneser hat Patellaluxation Grad 2. Darf er Treppen?


Kurze Treppenabschnitte sind okay, wenn Dein Tierarzt zustimmt. Wichtig: keine Sprünge, keine Hektik, Rutschsicherheit auf glatten Stufen. Bei Schüben (Hüpfschritt, Lahmheit) pausiert Ihr und geht zur Kontrolle.


5. Wie gewöhne ich meinem Havaneser das Springen auf den letzten Stufen ab?


Mit einem kurzen Stopp-Signal zwei Stufen vor dem Ende. Belohn ihn dafür, dass er ruhig tritt, nicht dafür, dass er oben ankommt. Das Lob immer erst auf ebener Fläche aussprechen. Dauert drei bis vier Wochen konsequent.


6. Sind Treppenstufen mit offenen Durchblicken (z. B. Stahltreppen) ein Problem?


Für manche Havaneser ja. Sie sehen durch die Stufen hindurch nach unten und erschrecken. Hier hilft eine Treppenverkleidung, notfalls ein Läufer mit Gummi-Unterseite. Alternativ trägst Du den Hund bei dieser Treppenart.


7. Mein Senior kommt die Treppe kaum noch hoch. Was tun?


Rutschmatten, Pfotenhaare kürzen, Gewicht prüfen lassen, Gelenknahrung ausprobieren. Kommt er trotzdem nicht mehr, trägst Du ihn. Das ist keine Verwöhnung, sondern Schmerzvermeidung. Eine Untersuchung auf Arthrose oder Bandscheibenprobleme ist Pflicht.


8. Ist eine Hunderampe besser als Treppen für Havaneser?


Für kurze Höhen ja, für lange Treppen selten praktikabel. Eine Rampe ans Sofa oder in den Kofferraum ist ideal. Für ein ganzes Treppenhaus brauchst Du eine Rampenlänge, die den Raum meist sprengt.


9. Wie lange dauert es, einem Havaneser Treppen beizubringen?


Je nach Hundetyp vier bis acht Wochen. Mutige Havaneser brauchen manchmal nur zwei Wochen, ängstliche bis zu drei Monate. Gehe nach dem Tempo des Hundes, nicht nach Deinem.


10. Mein Havaneser hat Angst vor der Treppe. Was hilft?


Positive Verknüpfung mit Leckerli auf der untersten Stufe, nicht darüber. Niemals hochtragen und oben absetzen, das verstärkt die Angst. Stattdessen stufenweise heranführen, Rücktritte erlauben. Bei massiver Angst einen Hundetrainer einbeziehen.


11. Darf mein Havaneser nach dem Gassi direkt die Treppe hoch?


Wenn er erschöpft ist: nein. Müde Muskeln stützen das Knie schlechter. Lass ihn kurz verschnaufen, gib Wasser, danach geht es langsamer nach oben. Tragen ist bei extrem langen Runden keine Schande.


12. Kann eine Rolltreppe für einen Havaneser gefährlich werden?


Ja, sehr. Pfoten oder Haare können eingezogen werden. In Einkaufszentren immer tragen oder den Aufzug nehmen. Das gilt für alle kleinen Hunde, ganz besonders für langhaarige Havaneser.


13. Wie oft sollte ich meinen Havaneser bei bekanntem Gelenkproblem zur Kontrolle bringen?


Mindestens einmal jährlich, bei Grad 2 Patellaluxation alle 6 Monate. Der Tierarzt palpiert das Knie, beobachtet den Gang und misst Muskulatur. Rechtzeitig erkannt, lässt sich vieles konservativ behandeln.


14. Ist es schlimm, wenn mein Welpe heimlich eine Treppe hochgegangen ist?


Einmalig ist kein Drama. Wichtig ist, dass es nicht zur Routine wird. Sperr Treppen mit einem Babygitter ab, solange Dein Welpe unter 6 Monate alt ist. Gitter mit Katzenklappe funktionieren bei beiden Haustierarten.


15. Gibt es einen Unterschied zwischen Havaneser und Malteser beim Treppensteigen?


Beide Rassen sind von der Patellaluxation betroffen, Malteser etwas häufiger. Die Treppen-Regeln sind identisch. Malteser haben oft feineres Fell und rutschen noch schneller, also auf Rutschschutz und gepflegte Pfoten achten.


Fazit - Kein Tabu, aber...


Treppen sind für Havaneser kein Tabu, aber auch keine Nebensache. Mit einem Plan, der Alter, Gesundheit und Technik berücksichtigt, bleibt Dein Havaneser viele Jahre treppenfit. Beobachte die Bewegung, traue Dich zum Tierarzt, wenn etwas komisch wirkt, und trage ab und zu trotzdem. Wie wir immer sagen: auf den Arm nehmen ist keine Erziehungspanne, sondern manchmal der klügste Schritt.


Disclaimer-Box:


Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Patellaluxation, Arthrose oder anderen orthopädischen Problemen suche bitte einen Tierarzt auf. Die hier genannten Altersempfehlungen sind Richtwerte für gesunde Havaneser.









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