Havaneser und Regenwetter – wenn der Spaziergang zur Mutprobe wird
- fibisadventures
- 29. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Havaneser sind vieles: verspielt, charmant, kuschelig. Aber echte Wasserratten? Eher nicht.
Wir haben bei Fibi schnell gemerkt: Sobald draußen der Regen prasselt, wird der Garten zum Sperrgebiet. Die Tür geht auf – und sie schaut uns an, als hätten wir ihr vorgeschlagen, barfuß über heiße Kohlen zu laufen. Nässe? Matsch? Pfützen? Nein danke.
Doch irgendwann muss selbst der eleganteste Vierbeiner raus – sei es fürs Geschäft oder für ein bisschen Bewegung. Deshalb zeigen wir dir heute, wie wir es geschafft haben, Fibi behutsam an Regenwetter zu gewöhnen. Und warum ein Regenmantel manchmal wahre Wunder wirkt.
Die erste Reaktion: Pfützen? Ich doch nicht!
Es war ein milder Frühlingstag – mit Nieselregen. Fibi war gerade ein paar Monate alt, motiviert wie immer – bis zur Haustür. Dann: Stopp. Starre. Rückzug.
Die Pfoten wurden nicht nass gemacht, schon gar nicht freiwillig. Wir haben es also langsam angehen lassen:
Zuerst nur bis zur Haustür – dort viel Lob.
Dann ein paar Schritte auf feuchtem Boden – mit Belohnung.
Schließlich eine kleine Runde im leichten Regen – mit Spielzeug zur Ablenkung.
Geduld war das Wichtigste. Und: Nicht schimpfen, wenn’s nicht klappt. Denn Frust hilft bei Schmuddelwetter selten weiter – bei Hunden und Menschen.
Der Regenmantel – modisch und funktional
Wir waren lange unsicher, ob ein Regenmantel für einen Hund wirklich sinnvoll ist. Heute wissen wir: Für kleine, langhaarige Rassen wie den Havaneser kann er Gold wert sein.
Denn nasses Fell bedeutet:
Lange Trockenzeit
Verfilzungsgefahr
Erkältungsrisiko bei Wind und Kälte
Fibis erster Regenmantel war ein kleines gelbes Cape – sie sah darin aus wie ein Hundetaxi. Aber: Sie blieb trocken. Und plötzlich war der Regen nur noch halb so schlimm.
Tipp: Achte darauf, dass der Mantel nicht raschelt, gut sitzt und den Bauch bedeckt – denn dort wird der Havaneser am schnellsten nass.
Kleine Regenrunden – und das Geschäft erledigen
Gerade bei starkem Regen machen wir nur kurze Runden. Dafür aber gezielt:
Ein paar Straßen weiter, wo es windgeschützt ist
Unter Bäumen oder an Mauern entlang
Mit Leckerli in der Tasche – für jedes erfolgreiche Pipi
Wichtig ist: Nicht hetzen. Der Hund soll spüren: „Ich darf raus, aber ich muss nicht durch den Monsun.“Oft reicht ein kurzes Gassi – danach gibt’s drinnen Kuscheln, Trockenrubbeln und vielleicht sogar ein Spielchen auf der Matte.
Nasses Fell pflegen – so geht’s richtig
Nach dem Regen ist vor dem Trocknen. Und bei langem Havaneserfell kann das dauern.
Unsere Routine:
Erst mit einem saugstarken Handtuch abtupfen (nicht rubbeln!)
Danach ggf. mit dem Föhn auf niedriger Stufe trocknen – aber nur, wenn der Hund es kennt und mag
Anschließend sanft durchbürsten, um Knoten zu vermeiden
Und: Immer die Pfoten checken – da sammelt sich gern Dreck
Wer mag, kann auch eine Pfotenpflege mit Vaseline oder Pfotenbalsam nutzen – vor allem im Winter, wenn Nässe und Streusalz sich treffen.
Fazit: Regen ist doof – aber machbar
Heute schaut Fibi zwar immer noch kritisch aus der Tür, wenn es draußen plätschert, aber sie geht raus. Sie macht ihr Geschäft. Und manchmal – ganz selten – flitzt sie sogar durch die Pfützen.
Nicht, weil sie Regen liebt. Sondern weil sie gelernt hat:
Mit uns an ihrer Seite ist selbst Schmuddelwetter halb so wild.




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