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Havaneser & Versicherung – welche braucht ihr wirklich?

Aktualisiert: 9. Feb.

Wer einen Havaneser bei sich aufnimmt, sorgt nicht nur für Liebe und Abenteuer im Alltag – sondern übernimmt auch Verantwortung. Und zu dieser Verantwortung gehört es, gut abgesichert zu sein.


Aber welche Versicherungen braucht ihr unserer Meinung nach wirklich für euren Havaneser?


Havaneser & Versicherung – kurz erklärt


  • Eine Hundehaftpflicht ist in vielen Fällen die wichtigste Grundlage.


  • OP-Versicherungen können bei kleinen Rassen langfristig sinnvoll sein.


  • Eine Vollversicherung lohnt sich nicht für jeden Hund.


  • Die richtige Wahl hängt stark von Alltag, Budget und persönlichem Sicherheitsgefühl ab.


Warum überhaupt eine Versicherung?


Ein Hund bringt Freude, aber auch Verantwortung. Selbst kleine Rassen wie der Havaneser können ungewollt Schaden verursachen.

Gleichzeitig können Tierarztkosten schnell steigen, wenn unerwartete Behandlungen notwendig werden.

Für uns ging es deshalb nicht darum, jedes Risiko abzudecken, sondern eine Lösung zu finden, die zu unserem Alltag passt.


1. Die Haftpflichtversicherung – ein absolutes Muss


In einigen Bundesländern – darunter Berlin, Hamburg oder Niedersachsen – ist eine Hundehaftpflicht für alle Hunde Pflicht - und das aus gutem Grund.


Wir in Baden-Württemberg sind nicht gezwungen, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, außer wir hätten eine als ,,gefährlich'' eingestufte Hunderasse - die der Havaneser nicht ist. Trotzdem empfehlen wir sie.


Selbst kleine Rassen wie der Havaneser können unabsichtlich Schaden anrichten. Ob es ein Biss, ein Sturz durch ein abruptes Ziehen an der Leine oder eine kaputte Gartendeko bei den Nachbarn ist: Ihr haftet als Halter immer in voller Höhe. Eine Hundehaftpflicht übernimmt diese Kosten – und kostet meist nur um die 30–70 € im Jahr. Für Fibi & Krümel zahlen wir jeweils 55 Euro pro Jahr (eine überschaubare Summe).


Unser Tipp: Achtet auf eine Deckungssumme von mindestens 5 Millionen Euro, idealerweise auch für Mietsachschäden.


2. Krankenversicherung – lohnt sich das?


Havaneser sind robust, aber kein Hund ist vor Krankheit gefeit. Eine Hundekrankenversicherung übernimmt – je nach Tarif – Kosten für Tierarztbesuche, Medikamente oder sogar stationäre Aufenthalte. Der Nachteil: Sie kann relativ teuer sein (ca. 30–100 € monatlich) und beinhaltet oft Wartezeiten oder Ausschlüsse.


Ob sich das für euch lohnt, hängt von eurer Risikobereitschaft, den Rücklagen und dem Gesundheitszustand eures Hundes ab. Viele (darunter auch wir) setzen lieber auf…


3. OP-Versicherung – das gute Mittelding


Hier zahlt ihr nur ca. 10–40 € monatlich, seid aber abgesichert, wenn es wirklich ernst wird: z. B. bei einer Kreuzband-OP, einem Magendreher oder dem Entfernen eines Tumors. Die OP-Kosten können schnell vierstellig werden.


Gerade für aktive Hunde oder bei bekannten gesundheitlichen Risiken wie der Patellaluxation beim Havaneser ist diese Versicherung eine sinnvolle Absicherung.


Unser Erfahrungswert mit Krümel: Zwei OPs wegen Patella – ohne Versicherung wären wir finanziell ganz schön ins Schwitzen geraten.


Was wir vor der Entscheidung bedacht haben


Bevor wir uns festgelegt haben, haben wir uns einige Fragen gestellt:


  • Wie aktiv ist unser Alltag mit Fibi?

  • Wie hoch darf ein monatlicher Beitrag sein?

  • Wollen wir maximale Absicherung oder lieber Flexibilität?


Diese Fragen haben uns geholfen, nicht einfach irgendeinen Tarif zu wählen, sondern bewusst zu entscheiden.


Fazit: Welche Versicherung macht für euren Havaneser Sinn?

Versicherung

Pflicht?

Sinnvoll?

Kosten (Ø)

Haftpflicht

In vielen Bundesländern

Ja, immer

ca. 30–70 €/Jahr

Krankenversicherung

Nein

Bei Rundum-Absicherung

ca. 30–100 €/Monat

OP-Versicherung

Nein

Ja, bei aktiven oder gefährdeten Hunden

ca. 10–40 €/Monat

Versicherung & Alltag – unser Blick darauf


Eine Versicherung ersetzt keine Aufmerksamkeit im Alltag. Bewegung, Ruhephasen und eine sichere Umgebung bleiben die wichtigste Grundlage für einen gesunden Hund. Wie wir Aktivität und Entspannung ausbalancieren, zeigen wir auch im Beitrag Wie viel Auslauf braucht ein Havaneser?


Unsere Learnings zum Thema Versicherung


✔ Nicht jede Versicherung passt zu jedem Hund

✔ Sicherheit bedeutet nicht automatisch Vollversicherung

✔ Ein klarer Überblick nimmt viel Druck aus der Entscheidung

✔ Bauchgefühl darf eine Rolle spielen


Häufige Fragen zur Havaneser-Versicherung


Braucht ein Havaneser wirklich eine Haftpflicht?


In vielen Fällen ja. Sie schützt vor finanziellen Folgen bei Schäden und gibt ein gutes Sicherheitsgefühl.


Ist eine OP-Versicherung Pflicht?


Nein. Sie kann sinnvoll sein, ist aber eine individuelle Entscheidung.


Wann sollte man eine Versicherung abschließen?


Viele Halter entscheiden sich früh, solange der Hund gesund ist.


Sind kleine Hunde günstiger zu versichern?


Oft ja, weil das Risiko für bestimmte Schäden niedriger eingeschätzt wird. Pauschal lässt sich das aber nicht sagen.


Lohnt sich eine Krankenversicherung?


Das hängt stark vom eigenen Sicherheitsbedürfnis und Budget ab.


Unser persönlicher Tipp


Wir haben versucht, nicht aus Angst zu entscheiden, sondern aus Ruhe heraus. Eine Versicherung sollte sich nicht wie Druck anfühlen, sondern wie ein unterstützender Rahmen, der Sicherheit gibt.


Unsere Empfehlung für euch:


Wenn ihr einen gesunden Havaneser habt und euch eine Komplettabsicherung zu teuer ist, dann ist die Kombi aus Haftpflicht und OP-Versicherung meist der beste Kompromiss. So bleibt ihr im Fall der Fälle handlungsfähig – ohne monatlich zu viel zu investieren.


Denkt daran, dass hier ist keine rechtliche Empfehlung, weder sind wir Tierärzte noch Versicherungsmakler, wir sprechen lediglich aus eigener Erfahrung und können keine Haftung übernehmen.


Wir teilen hier ausschließlich unsere persönlichen Erfahrungen. Die Entscheidung, welche Versicherung zu euch passt, trefft ihr natürlich selbst.



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