Havaneser Welpe nachts alleine schlafen – Unsere Erfahrungen, häufige Fehler und was wirklich geholfen hat
- Fibis Adventures

- 4. Apr.
- 10 Min. Lesezeit
Die erste Nacht mit unserem Havaneser-Welpen war deutlich schwieriger, als wir es uns vorgestellt hatten
Bevor ein Welpe einzieht, malt man sich vieles schön aus. Das Körbchen steht bereit, die Decke liegt schon da, vielleicht wartet sogar schon das erste Kuscheltier im Schlafplatz. Und irgendwo im Kopf hat man dieses Bild von einem kleinen Hund, der sich nach einem aufregenden Tag zusammenrollt und dann friedlich einschläft.
So war es zumindest in unserer Vorstellung.
Die Realität war, wie so oft, ein bisschen anders.
Als es abends ruhig wurde, begann bei uns genau die Unsicherheit, die wahrscheinlich viele kennen: Fiepen, Unruhe, wieder Hinlegen, wieder Aufstehen, noch einmal Fiepen. Und plötzlich sitzt man selbst im Bett und fragt sich, ob man gerade zu streng, zu weich, zu inkonsequent oder einfach komplett planlos ist.
Genau das macht dieses Thema so schwierig. Es geht nicht nur darum, ob ein Welpe schläft oder nicht. Es geht um ganz viele Fragen gleichzeitig: Soll ein Welpe nachts alleine schlafen? Soll man ihn trösten oder lieber ignorieren? Ist das Fiepen normal? Macht man etwas kaputt, wenn der Welpe im Schlafzimmer schläft? Und wie schafft man es eigentlich, dass aus diesen unruhigen ersten Nächten irgendwann entspannte Abende und ruhige Morgen werden?
Wenn du gerade an diesem Punkt bist, können wir dich direkt beruhigen: Du bist damit nicht allein. Und vor allem bedeutet es nicht, dass bei euch irgendetwas grundsätzlich schiefläuft.
Gerade Havaneser-Welpen tun sich nachts oft schwer, weil sie sehr menschenbezogen sind und Nähe stark brauchen. Das macht sie im Alltag unglaublich liebenswert, kann in den ersten Nächten aber eben auch für viel Unruhe sorgen. In diesem Beitrag zeigen wir dir deshalb ganz ehrlich, wie es bei uns war, welche Fehler wir gemacht haben, was wir heute anders machen würden und was unserem Havaneser-Welpen nachts wirklich geholfen hat.
Wenn du noch ganz am Anfang stehst, hilft dir auch unser Beitrag „Havaneser Welpe – Der komplette Guide für die ersten 30 Tage“, in dem wir die erste Zeit mit Fibi Schritt für Schritt beschreiben.
Das Wichtigste auf einen Blick
Damit du direkt eine erste Orientierung hast, hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
Ein Welpe schläft nachts selten von Anfang an ruhig und sicher allein
Fiepen bedeutet oft Unsicherheit und nicht automatisch Aufmerksamkeitssuche
Gerade ein Havaneser-Welpe braucht häufig mehr Nähe als viele zunächst denken
Klare Routinen, ein fester Schlafplatz und wenig Reize am Abend helfen enorm
Zu viel Raum in der Nacht überfordert viele Welpen eher, als dass es ihnen hilft
Ziel ist nicht, in Nacht eins Perfektion zu erreichen, sondern Schritt für Schritt Sicherheit aufzubauen
Unser wichtigster Tipp ist:
Arbeite nicht gegen das Bedürfnis deines Welpen nach Sicherheit, sondern nutze es als Basis für ruhige Nächte.
Wer versucht, Härte mit Selbstständigkeit zu verwechseln, macht sich die erste Zeit meist unnötig schwer.
Warum ein Welpe nachts oft nicht alleine schlafen kann
Wenn ein Welpe zu dir kommt, hat er nicht nur einen Ortswechsel hinter sich. Für ihn verändert sich praktisch alles gleichzeitig.
Bis dahin war da:
Nähe zu Geschwistern
vertraute Geräusche
ein gewohnter Geruch
ein gleichbleibender Schlafplatz
fast durchgängiger Kontakt
Und dann kommt plötzlich eine neue Umgebung, neue Menschen, neue Regeln und neue Reize. Tagsüber überdeckt die Neugier oft vieles. Nachts, wenn alles still wird, bleibt dann vor allem eins übrig: Unsicherheit.
Das ist wichtig zu verstehen, weil es den Blick auf das Verhalten verändert. Ein Welpe, der nachts fiept, will dich nicht manipulieren. Er denkt nicht strategisch. Er signalisiert in vielen Fällen einfach, dass er sich gerade noch nicht sicher genug fühlt, um loszulassen und zu schlafen.
Bei einem Havaneser ist dieses Thema oft noch deutlicher. Die Rasse ist bekannt dafür, sehr eng mit ihren Menschen zu sein. Havaneser beobachten viel, orientieren sich stark und möchten häufig möglichst nah am Geschehen bleiben. Dieses Bedürfnis hört nicht auf, nur weil es Abend wird. Im Gegenteil: Genau dann wird es oft besonders deutlich.
Das bedeutet nicht, dass ein Havaneser nie lernen kann, alleine zu schlafen. Natürlich kann er das. Aber der Weg dahin ist oft deutlich entspannter, wenn man akzeptiert, dass Nähe am Anfang nicht „falsch“ ist, sondern in vielen Fällen der Schlüssel zur späteren Ruhe.
So sahen die ersten Nächte bei uns wirklich aus
Wir hatten natürlich vorher gelesen, dass die ersten Nächte herausfordernd sein können. Aber wie so oft ist es etwas anderes, es selbst zu erleben.
Fibi war müde. Der Tag war aufregend. Eigentlich waren die Voraussetzungen gut. Trotzdem wurde schnell klar, dass Schlafen nicht einfach nur eine Frage von Müdigkeit ist. Sie war unruhig, hat sich immer wieder neu hingelegt, dann wieder gemeldet und wir waren die ganze Zeit am Abwägen: Reagieren oder nicht? Nähe geben oder durchziehen? Was ist liebevoll, was ist konsequent, und wo kippt eines ins andere?
Das Schwierige daran war nicht einmal nur das Verhalten selbst, sondern die eigene Unsicherheit. Denn sobald man keine klare Linie hat, fühlt sich jede Entscheidung falsch an.
Gerade die ersten Nächte mit einem Welpen sind oft schwieriger, als man denkt. Wie das bei uns konkret aussah und was wirklich geholfen hat, zeigen wir dir auch in diesem Video:
Die häufigsten Fehler, wenn ein Welpe nachts alleine schlafen soll
1. Zu früh zu viel Distanz verlangen
Viele möchten von Anfang an alles „richtig“ machen. Dahinter steckt oft der Gedanke, dass der Welpe sich direkt daran gewöhnen müsse, nachts alleine zu schlafen. Das klingt logisch, ist für viele Welpen aber schlicht zu viel auf einmal.
Gerade ein Havaneser-Welpe, der ohnehin sehr stark auf Nähe gepolt ist, kann damit schnell überfordert sein. Dann wird aus einer eigentlich lösbaren Situation ein Kampf aus Unsicherheit, Fiepen und gestressten Menschen.
Nähe am Anfang ist nicht automatisch ein Fehler. Es kommt darauf an, wie man sie gestaltet und wie man daraus Schritt für Schritt Struktur entwickelt.
2. Fiepen pauschal ignorieren
Der Satz „Ignorier das einfach, sonst lernt er es nie“ ist schnell gesagt. Das Problem ist nur: Er ist oft zu pauschal.
Natürlich gibt es Situationen, in denen ein Welpe lernt, dass jede kleine Unruhe sofort Aufmerksamkeit bringt. Aber ein Welpe, der sich wirklich unsicher fühlt, wird durch komplettes Ignorieren oft nicht ruhiger, sondern angespannter.
Entscheidend ist deshalb die Einordnung:
Ist dein Welpe gerade wirklich überfordert?
Muss er vielleicht noch raus?
Braucht er kurz Nähe, um wieder runterzukommen?
Oder testet er eine bereits bekannte Reaktion?
Diese Unterscheidung lernt man nicht in einer Nacht, sondern mit der Zeit. Aber sie ist unglaublich wichtig.
3. Zu viel Platz in der Nacht
Das klingt erstmal harmlos, ist aber einer der größten Unterschiede zwischen Theorie und Praxis. Viele denken, mehr Raum sei automatisch besser. Tatsächlich sind viele Welpen nachts mit zu viel Fläche eher überfordert.
Ein zu großer Bereich bedeutet:
mehr Reize
mehr Bewegung
mehr Möglichkeiten, sich hochzuschaukeln
weniger Orientierung
Bei uns war das ein echter Wendepunkt. Weniger Raum brachte deutlich mehr Ruhe.
4. Keine feste Schlafroutine
Mal schläft der Welpe im Wohnzimmer, dann im Schlafzimmer, dann auf der Couch, dann in der Box und am nächsten Tag wieder ganz anders . All das kann ihn unnötig verunsichern. Ein Welpe profitiert enorm von Wiederholung.
Ein fester Ablauf signalisiert: Jetzt wird es ruhig. Jetzt passiert nichts Aufregendes mehr. Jetzt darfst du loslassen.
Diese Fehler siehst du auch im Folgevideo:
5. Zu viel Action am Abend
Oft versucht man instinktiv, den Welpen „richtig müde“ zu machen. Das Ergebnis ist dann aber nicht unbedingt Ruhe, sondern Überdrehtheit. Gerade sensible, menschenbezogene Hunde wie Havaneser kippen abends schnell in eine Mischung aus Müdigkeit und Überforderung.
Mehr Action ist also nicht automatisch die Lösung. Oft ist weniger viel mehr.
Was bei unserem Havaneser-Welpen wirklich geholfen hat
1. Nähe – aber nicht planlos
Wir haben relativ schnell gemerkt, dass völlige Distanz für Fibi am Anfang nicht funktioniert hat. Gleichzeitig wollten wir aber auch keine Situation schaffen, in der jede Nacht komplett improvisiert wird.
Was geholfen hat, war bewusste Nähe. Nicht als hektische Reaktion auf jedes Geräusch, sondern als klarer Rahmen, in dem Sicherheit möglich war.
Das kann je nach Hund unterschiedlich aussehen:
Schlafplatz nah am Bett
ein Korb direkt neben dir
anfangs Schlafzimmer statt separatem Raum
kurze ruhige Rückversicherung statt großes Aufheben
Die Grundidee bleibt gleich: Der Welpe muss sich sicher fühlen, bevor er lernen kann, loszulassen.
2. Ein fester Schlafplatz
Ein Schlafplatz ist für einen Welpen nicht einfach nur ein Ort. Er ist Signal, Geruch, Wiedererkennung und Struktur. Je klarer dieser Ort definiert ist, desto leichter kann ein Welpe ihn mit Ruhe verbinden.
Wichtig dabei:
immer derselbe Platz
dieselbe Decke oder Unterlage
möglichst wenig Wechsel
keine ständige Umgestaltung
Wir würden heute viel früher darauf achten, dass der Schlafplatz nicht nur „schön“ ist, sondern vor allem verlässlich.
3. Weniger Raum, mehr Orientierung
Das war einer der größten Hebel überhaupt. Sobald der nächtliche Bereich kleiner und klarer war, wurde vieles ruhiger. Weniger Raum bedeutet nicht Härte, sondern Sicherheit.
Ein begrenzter Bereich kann helfen, weil der Welpe:
weniger unterwegs ist
schneller zur Ruhe findet
weniger Möglichkeiten hat, sich selbst hochzufahren
Das ist übrigens auch im restlichen Alltag oft ein wichtiger Punkt. Wenn du deinen Havaneser-Welpen grundsätzlich sicher strukturieren willst, passt dazu auch unser Beitrag „Havaneser zu Hause – Wohnung und Garten hundegerecht gestalten“, in dem wir zeigen, wie wir das Zuhause generell passend für kleine Hunde denken.
4. Eine ruhige Abendroutine
Eine gute Nacht beginnt selten erst in dem Moment, in dem das Licht ausgeht. Sie beginnt oft schon ein bis zwei Stunden früher. Gerade sensible Welpen profitieren enorm davon, wenn der Abend nicht aus lauter wechselnden Reizen besteht.
Was helfen kann:
letzter Spaziergang oder letzte kurze Löserunde
keine wilden Spiele direkt vor dem Schlafen
ruhige Stimmung
kein unnötiges Hochfahren
feste Reihenfolge vor der Nacht
Diese Vorhersehbarkeit hat bei uns einen spürbaren Unterschied gemacht.
Wie du deinen Welpen Schritt für Schritt ans nächtliche Alleinschlafen gewöhnst
Wichtig ist zuerst: Das Ziel ist nicht, dass dein Havaneser-Welpe morgen perfekt alleine schläft. Das Ziel ist, dass er Schritt für Schritt Sicherheit entwickelt.
Phase 1: Sicherheit aufbauen
In der ersten Phase geht es nicht um große Distanz, sondern um Stabilität. Dein Welpe soll verstehen:
Hier ist mein Platz
Hier bin ich sicher
Nachts passiert nichts Beängstigendes
Meine Menschen sind verlässlich
Phase 2: Struktur festigen
Sobald etwas mehr Ruhe da ist, wird die Wiederholung entscheidend:
gleicher Ort
gleicher Ablauf
gleiche Signale
Phase 3: Abstand langsam verändern
Erst wenn die Basis stabil ist, lohnt es sich, Distanz langsam aufzubauen. Nicht in Sprüngen, sondern in kleinen Schritten. Genau das gilt übrigens auch tagsüber. Wenn du das Thema weiterdenken willst, passt dazu unser Beitrag „Havaneser alleine lassen lernen“, in dem wir zeigen, wie Selbstständigkeit sinnvoll aufgebaut werden kann.
Was tun, wenn dein Welpe nachts weint oder fiept?
Hier hilft keine pauschale Antwort, sondern nur ehrliche Beobachtung. Frage dich in solchen Momenten:
Muss er vielleicht noch einmal raus?
Ist er gerade wirklich unsicher?
Ist er übermüdet und kommt nicht runter?
Reagiert er auf ein Geräusch oder eine Veränderung?
Wenn dein Welpe offensichtlich gestresst ist, hilft oft keine Härte, sondern ruhige Sicherheit. Nicht großes Trösten, kein unnötiges Reden, keine Action. Eher eine kurze, klare Rückversicherung.
Wenn dein Welpe dagegen in einer eigentlich schon sicheren Routine kurz testet, ob noch mehr Aufmerksamkeit möglich ist, kann es richtig sein, nicht sofort jedes kleine Geräusch zu beantworten. Diese Unterscheidung ist am Anfang schwierig, wird mit der Zeit aber viel leichter.
Warum Auslastung und Schlaf enger zusammenhängen, als viele denken
Ein häufiger Fehler ist der Gedanke: „Dann muss der Welpe abends eben noch müder werden.“ In der Praxis funktioniert das oft nicht gut. Denn müde ist nicht automatisch ruhig. Gerade Welpen können auch überdrehen.
Ein zu voller Tag mit zu vielen Eindrücken führt oft dazu, dass der Hund zwar müde ist, aber nicht gut abschalten kann. Das gilt für Havaneser ganz besonders, weil sie Reize oft stark aufnehmen und sehr auf Menschen reagieren.
Deshalb ist sinnvolle Auslastung wichtig, aber eben nicht als Dauerbespaßung. Wenn du hier noch Ideen suchst, passt dazu unser Beitrag „Beschäftigung für Havaneser drinnen“, in dem wir zeigen, wie man kleine Hunde sinnvoll auslastet, ohne sie unnötig hochzudrehen.
Warum Schlaf, Ruhe und Beißen oft zusammenhängen
Ein Punkt, den viele unterschätzen: Schlafprobleme und Beißverhalten hängen oft eng zusammen. Ein Welpe, der übermüdet ist oder schlecht zur Ruhe kommt, wird häufig unruhiger, reizbarer und kaut oder schnappt schneller.
Wenn du also gerade das Gefühl hast, dass dein Welpe abends besonders wild, unruhig oder „beißig“ ist, lohnt sich fast immer auch ein Blick auf das Thema Schlaf und Ruhe. In unserem Beitrag „Havaneser Welpe beißt – was tun? Guide zur Beißhemmung“ zeigen wir dir genauer, wie eng diese Themen wirklich zusammenhängen.
Unsere Checkliste für ruhigere Nächte mit Havaneser-Welpe
Wenn wir heute noch einmal ganz am Anfang stünden, würden wir diese Punkte bewusst abhaken:
fester Schlafplatz
möglichst gleichbleibende Abendroutine
nicht zu viel Raum in der Nacht
Nähe am Anfang nicht unnötig verweigern
letzte Löserunde vor dem Schlafen
keine wilde Action direkt davor
Fiepen nicht pauschal falsch einordnen
nicht ständig den Schlafplatz wechseln
lieber Schritt für Schritt denken statt in Nacht eins Perfektion zu erwarten
tagsüber schon auf Ruhe und Struktur achten
FAQ: Häufige Fragen zum Thema „Welpe nachts alleine schlafen“
1. Soll ein Havaneser-Welpe nachts alleine schlafen?
Langfristig kann er das lernen, aber am Anfang ist es oft sinnvoller, erst Sicherheit aufzubauen, statt sofort maximale Distanz zu verlangen.
2. Ist es schlimm, wenn mein Welpe im Schlafzimmer schläft?
Nein. Gerade in den ersten Nächten kann das sogar sehr hilfreich sein, wenn es für euch Ruhe bringt. Entscheidend ist weniger der Raum als die Struktur.
3. Wie lange dauert es, bis ein Welpe nachts durchschläft?
Das ist sehr individuell. Manche Welpen werden schnell ruhiger, bei anderen dauert es mehrere Wochen. Wichtig ist, nicht jede Nacht als endgültiges Urteil zu sehen.
4. Was mache ich, wenn mein Welpe jede Nacht weint?
Zuerst prüfen, ob körperliche Bedürfnisse wie Lösen eine Rolle spielen. Danach beobachten, ob eher Unsicherheit, Übermüdung oder Gewohnheit dahintersteckt.
5. Hilft eine Box beim Schlafenlernen?
Sie kann helfen, wenn sie positiv aufgebaut wurde und der Welpe sie als sicheren Ort kennt. Sie ist aber kein Wundermittel und ersetzt keine gute Routine.
6. Wie gewöhne ich meinen Welpen ans Alleinsein in der Nacht?
Nicht abrupt. Erst Sicherheit, dann Wiederholung, dann schrittweise etwas mehr Distanz. Alles andere führt oft zu unnötigem Stress.
7. Warum schläft mein Welpe plötzlich wieder schlechter, obwohl es schon besser lief?
Entwicklungsschübe, neue Reize, Veränderungen im Alltag oder Übermüdung können dafür sorgen, dass Nächte vorübergehend wieder unruhiger werden. Das ist nicht automatisch ein Rückschritt.
8. Kann ich etwas dauerhaft kaputt machen, wenn ich am Anfang zu viel Nähe gebe?
In der Regel nein. Viel problematischer ist oft, Unsicherheit zu übergehen. Nähe mit Struktur ist meist hilfreicher als Härte ohne Plan.
Fazit: Ruhige Nächte entstehen nicht durch Härte, sondern durch Sicherheit und Struktur
Wenn wir eine Sache aus dieser Zeit gelernt haben, dann diese: Es gibt beim Thema „Welpe nachts alleine schlafen“ nicht die eine perfekte Patentlösung. Aber es gibt Prinzipien, die fast immer helfen.
Sicherheit statt Überforderung
Nähe statt kalter Distanz
Struktur statt Chaos
Geduld statt unrealistischer Erwartungen
Gerade bei einem Havaneser-Welpen darf man ruhig anerkennen, dass Nähe ein echtes Bedürfnis ist und kein Fehler. Das Ziel ist nicht, in wenigen Nächten einen kleinen Hund komplett unabhängig zu machen. Das Ziel ist, einen Welpen so sicher durch diese erste Zeit zu begleiten, dass daraus langfristig Ruhe, Vertrauen und gute Schlafgewohnheiten entstehen.
Und genau das ist am Ende auch das Beruhigende: Selbst wenn die ersten Nächte schwierig sind, heißt das nicht, dass es so bleibt. Mit der richtigen Mischung aus Ruhe, Klarheit und Geduld wird es Schritt für Schritt leichter.



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