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Hund bellt beim Klingeln abgewöhnen - DAS war der Schlüssel zum Erfolg

In diesem Blogbeitrag wollen wir euch erklären, wie wir es letztlich geschafft haben, Fibi und Krümel das Bellen an der Klingel abzugewöhnen. Lest euch unbedingt den vorherigen Beitrag durch, dort kümmern wir uns um die Basics.

Im zweiten Teil beschreiben wir Entwicklungsschritte und was letztlich der Schlüssel zum Erfolg war.


Krümel will immer dabei sein - Platz festigen


Krümel ist ungern allein. Er will immer dabei sein und findet es ziemlich uncool, wenn wir nicht bei ihm sind. Das zeigt sich auch, wenn wir das Training durchführen. Sobald es etwas schneller wird, sprintet er aus dem Platz. Da es nicht unwahrscheinlich ist, dass wir auch schnell zur Klingel müssen, haben wir das besonders geübt.


Abspielton ≠ Klingelton


Im letzten Beitrag haben wir versucht, den Ton so realistisch wie möglich aufzunehmen. Wir dachten auch, das hätten wir gemacht. Es hat sich im Training aber herausgestellt, dass Fibi und Krümel verstanden haben, wann es die echte Klingel und wann es lediglich das Handy ist. Das lag vorrangig an zwei Faktoren:


  1. Der Klingelton selbst

  2. Die Richtung des Tons


Unser Klingelton hatte wenige Störgeräusche, die Fibi erkannte und den Abspielton nicht als Klingelton wahrnahm. Außerdem verstand sie, dass der eigentliche Klingelton nur im Flur zu hören ist und nicht in anderen Räumen.

Deshalb haben wir den Klingelton so geschnitten, dass nur er zu hören ist und weiter an der Klingel selbst trainiert.


Warum die Klingel nicht das einzige Problem ist


Im Training ist uns obendrein aufgefallen, dass die Klingel nicht das eigentliche Problem ist, sondern das, was an der Haustür passiert. Fibi scheint es besonders suspekt zu sein, wer da kommt und was derjenige möchte.

Das fängt bereits an, wenn wir die Haustüre öffnen. Deshalb müssen wir unser Training umstrukturieren und beginnen bei der Haustür.


1. Trainingsschritt - Haustüre öffnen und schließen


Das Klingeln soll normal und ohne Reaktion sein, ebenso die Haustüre. Deshalb öffnen und schließen wir sie. Liegen die Hunde auf dem Platz, bekommen sie ein Leckerli. Das machen wir so lang, bis beide entspannt auf dem Platz liegen.


2. Trainingsschritt - Klingeln, aber Tür bleibt geöffnet


Wir wollen uns langsam an die reale Situation herantasten, deshalb lassen wir nun die Türe geöffnet, aber klingeln. So haben wir den originalen Klingelton, aber erschweren es Fibi und Krümel nicht mit der Tür.


3. Trainingsschritt - Kombination


Im dritten Schritt kombinieren wir das Klingeln und Türe öffnen/schließen. So machen wir es den Hunden noch schwerer, denn wir verlassen den Raum.


4. Trainingsschritt - Böses Reden


Im vierten und vorletzten Trainingsschritt behalten wir die bisherigen Schritte bei und reden gleichzeitig an der Haustüre. Exakt das hat Fibi besonders gestört, weshalb wir es erst dann in das Training integrieren möchten, wenn der Rest sitzt. Bleiben die Hunde trotzdem auf dem Platz, gibt es ein Leckerli.


Letzter Trainingsschritt - Es wird ernst


Im finalen Trainingsschritt wollen wir die ,,Fake-Trainingssituation'' auflösen und in den Alltag übergehen. Bisher wirkte alles für die Hunde gestellt und wir haben lediglich einzelne Elemente trainiert.

So konnten wir zuerst die Störquellen minimieren, wie das Bellen beim Reden an der Tür oder beim Klingeln, um jetzt das Training in eine reale Situation zu verwandeln.

Wie auch beim Bellen mit dem Klingelton, merken unsere Hunde, dass das eine Trainingssituation ist und mit dem Alltag wenig zu tun hat. Deshalb setzen wir uns an den Tisch, unterhalten uns und spielen die Klingel mithilfe einer Bluetoothbox im Flur ab. Der Ton ist wie das Original, kommt aus derselben Richtung und wir sind entspannt.


Falls ihr die Trainingsschritte oder wie wir das machen, noch einmal sehen möchtet, hier ist das Video dazu:








 
 
 

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