Häufigste Krankheiten beim Havaneser – Symptome erkennen & richtig vorbeugen
- Fibis Adventures

- 5. März 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Feb.
Der Havaneser gilt als robuste und langlebige Hunderasse. Trotzdem gibt es einige gesundheitliche Themen, die bei kleinen Begleithunden häufiger auftreten können.
Wer typische Krankheiten früh erkennt und weiß, worauf im Alltag zu achten ist, kann viel zur Gesundheit seines Hundes beitragen.
Hier teilen wir, welche Probleme beim Havaneser vorkommen können, welche Warnzeichen wichtig sind und worauf wir bei Fibi besonders achten.
Kurz erklärt: Sind Havaneser anfällig für Krankheiten?
Havaneser sind grundsätzlich gesunde, langlebige Hunde, dennoch treten gelegentlich typische Probleme auf:
Patellaluxation (Kniescheibe)
Zahnprobleme & Zahnstein
Augenprobleme (z. B. Tränenfluss, selten PRA)
Ohrenentzündungen
Verdauungssensibilität
Viele dieser Themen lassen sich durch Pflege, Gewichtskontrolle und Vorsorge deutlich reduzieren.
1. Patellaluxation – das häufigste Knieproblem
Die Patellaluxation ist bei kleinen Hunderassen verbreitet und betrifft auch Havaneser gelegentlich. Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer Führung.
Typische Anzeichen
plötzliches Hüpfen auf drei Beinen
kurzes Hochziehen der Hinterpfote
unsicherer Gang
weniger Lust auf Bewegung
Steifes Laufen nach Ruhephasen
Unlust zu springen oder Treppen zu laufen
Empfindlichkeit beim Abtasten der Hinterhand
Mehr zu ersten Warnzeichen und Symptomen erklären wir ausführlich in unserem Beitrag zu den Anzeichen einer Patellaluxation beim Hund.
Vorbeugung im Alltag
Treppen im Welpenalter begrenzen
Gewicht schlank halten
Sprünge von Sofa/Bett vermeiden
Muskulatur moderat aufbauen
Hier können auch Übungen helfen. Wir haben mit Samira euch in diesem Video einige gezeigt:
2. Zahnprobleme & Zahnstein
Kleine Hunde entwickeln schneller Zahnstein. Auch beim Havaneser sollte Zahnpflege früh beginnen.
Typische Symptome
Mundgeruch, der stärker wird
Gelb-braune Beläge an den Zähnen
Rotes, empfindliches Zahnfleisch
Einseitiges Kauen oder plötzliches Fallenlassen von Kauartikeln
Unruhe beim Fressen oder Schmatzen
Wie wir Zahnpflege im Alltag umsetzen, zeigen wir auch in unserem Beitrag zur Zahnpflege beim Hund.
Was wir empfehlen
Regelmäßiges Zähneputzen ist die wirksamste Routine.
Ergänzend können geeignete Kauartikel helfen, ersetzen aber das Putzen nicht.
Ein kurzer Zahncheck alle paar Wochen (einfach einmal ins Maul schauen) spart oft viel Stress.
Unsere Favoriten findet ihr hier gesammelt.
3. Augenprobleme & Tränenfluss
Havaneser haben große, ausdrucksstarke Augen, dadurch können sie empfindlich reagieren.
Typische Symptome
Feuchte Augenwinkel
Verfärbtes Fell unter den Augen
Zwinkern, Reiben mit der Pfote
Rötung oder Lichtempfindlichkeit
Plötzlich vermehrter Tränenfluss (neu, deutlich stärker)
Wenn euch Tränenflecken beschäftigen, schaut auch in unseren Artikel zu Tränenflecken beim Havaneser.
Vorbeugung
Wir halten die Augenpartie sauber und kürzen Fell, das in die Augen piekst.
Bei plötzlicher Verschlechterung lassen wir es tierärztlich abklären, statt herumzuprobieren.
4. Ohrenentzündungen
Durch Fellwuchs und wenig Luftzirkulation können sich bei manchen Havis schneller Ohrenprobleme entwickeln.
Warnzeichen
häufiges Kopfschütteln
häufiges Kratzen
unangenehmer Geruch
dunkle Ablagerungen
Rötung, Wärme, vermehrtes Sekret
Empfindlichkeit bei Berührung
Alles zur richtigen Ohrenpflege findet ihr in unserem Guide zur Ohrenpflege beim Havaneser.
Vorbeugung
regelmäßig kontrollieren
vorsichtig reinigen
bei Bedarf Ohrhaare pflegen
Nach Regen oder Badetagen achten wir besonders auf trockene Ohren
5. Haut, Juckreiz und Allergien
Havaneser können empfindlich auf Umweltreize oder bestimmte Futtermittel reagieren. Nicht jeder Juckreiz ist gleich eine Allergie, aber wiederkehrende Hautprobleme sollten nicht als „normal“ abgetan werden.
Typische Symptome
Häufiges Kratzen, Lecken oder Knabbern
Rötungen, Schuppen, Hotspots
Wiederkehrende Ohrenentzündungen (kann zusammenhängen)
Pfotenlecken, besonders saisonal
Unruhiger Schlaf, weil es juckt
Was wir empfehlen
Ursachen systematisch eingrenzen (Futterumstellung nicht planlos).
Tierärztlich abklären, wenn es wiederkehrt oder sich verschlimmert.
6. Empfindlicher Magen & Verdauung
Viele Havaneser reagieren sensibel auf Futterwechsel oder Stress.
Typische Hinweise
weicher Kot
Blähungen
Appetit-Schwankungen
Vorbeugung
Futter langsam umstellen
hochwertige Ernährung
Stress reduzieren
7. Magen-Darm-Probleme und Giardien
Viele Havaneser reagieren sensibel auf Futterwechsel, Stress oder bestimmte Leckerli. Wenn weicher Kot dauerhaft bleibt, sollte man genauer hinschauen. Giardien sind ein typischer Auslöser, gerade bei jungen Hunden.
Typische Symptome
Weicher Kot oder Durchfall, oft wellenförmig
Schleim im Kot
Blähungen, Bauchgrummeln
Gewichtsverlust trotz Fressen
Häufiger Kotabsatz
8. Übergewicht als stiller Gesundheitsfaktor
Übergewicht ist keine „Kleinigkeit“. Es belastet Gelenke, Herz-Kreislauf und kann viele Probleme verschlimmern. Gerade kleine Hunde nehmen schnell zu, wenn Futter und Leckerli nicht mitgedacht werden.
Was wir persönlich bei Fibi beachten
Bei Fibi schauen wir besonders auf:
schlankes Gewicht
regelmäßige Fell- & Augenpflege
Zahnkontrolle
keine wilden Sofa-Sprünge
Tierarztcheck auch ohne Symptome
Nicht aus Angst, sondern damit kleine Dinge gar nicht erst groß werden.
Checkliste: Gesundheitsvorsorge beim Havaneser im Alltag
Gewicht monatlich kontrollieren und nicht „nach Gefühl“ schätzen
Gangbild beobachten (Hüpfen, Schonhaltung, Steifheit)
Zähne anschauen (Beläge, Geruch, Zahnfleisch)
Ohren prüfen (Geruch, Rötung, Schütteln)
Augenpartie sauber halten und Veränderungen ernst nehmen
Bei wiederkehrenden Magenproblemen Kot untersuchen lassen
Jährliche Vorsorge beim Tierarzt (auch ohne akute Symptome)
Häufige Fragen zu Krankheiten beim Havaneser
Sind Havaneser oft krank?
Nein, sie gelten als robuste Rasse mit hoher Lebenserwartung.
Welche Krankheit kommt beim Havaneser am häufigsten vor?
Patellaluxation zählt zu den bekanntesten Problemen kleiner Hunde.
Wie erkenne ich Knieprobleme früh?
Achtet auf Hüpfen, Schonhaltung oder Bewegungsunlust.
Brauchen Havaneser spezielle Zahnpflege?
Ja, kleine Hunde profitieren besonders von regelmäßiger Zahnpflege.
Sind Augenerkrankungen typisch?
Selten ernsthafte, aber Tränenfluss ist relativ häufig.
Wie oft sollte ich zum Tierarzt?
Mindestens einmal jährlich zur Vorsorge.
Kann Ernährung Krankheiten beeinflussen?
Ja, Gewicht, Verdauung und Zahngesundheit hängen stark davon ab.
Wie alt werden Havaneser normalerweise?
Oft 14–16 Jahre oder älter bei guter Pflege.
Fazit: Gesundheit beim Havaneser beginnt im Alltag
Auch wenn Havaneser als robuste und langlebige Hunde gelten, lohnt es sich, typische gesundheitliche Themen zu kennen. Viele Probleme entstehen nicht plötzlich, sondern kündigen sich durch kleine Veränderungen an, im Gangbild, Verhalten oder Fellzustand.
Für uns bedeutet Gesundheitsvorsorge vor allem: regelmäßig hinschauen, früh reagieren und den Alltag so gestalten, dass Risiken gar nicht erst entstehen. Mit etwas Aufmerksamkeit, guter Pflege und einem offenen Austausch mit dem Tierarzt können Havaneser wie Fibi viele Jahre fit, aktiv und fröhlich bleiben.
Und genau darum geht es am Ende: nicht perfekte Hunde zu haben, sondern gesunde, glückliche Begleiter.



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