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Häufigste Krankheiten beim Havaneser

Als stolze Besitzer eines Havanesers und eines Goldendoodles mit jeglichen Problemen des Gelenkapparats wissen wir, wie wichtig es ist, sich mit möglichen gesundheitlichen Problemen auseinanderzusetzen.

Diese kleinen, fröhlichen Hunde sind zwar robust, aber auch sie haben genetische Veranlagungen für bestimmte Erkrankungen. Heute möchten wir mit euch unsere Erfahrungen und Erkenntnisse zu den häufigsten Gesundheitsproblemen beim Havaneser teilen und worauf ihr achten könnt, wenn diese Rasse für euch infrage kommt.


  1. Patellaluxation:


    Irgendwann liefen wir mit unserem Havaneser Fibi Gassi und da passierte es: Sie lag auf dem Boden, zeigte deutliche Anzeichen von Schmerzen und wollte ein Bein nicht mehr belasten. Ihr ist wohl die Kniescheibe herausgesprungen. Erst nach einem kräftigen Kick ihrerseits war sie wieder drin.

    Normalerweise sind die Anzeichen subtiler: Sie würde auf drei Beinen hüpfen oder (wie bei unserem Goldendoodle) das Knie unnatürlich abknicken. In Fibis Fall war es eine leichte Form, die wir mit gezieltem Muskelaufbau und Bewegungstherapie gut in den Griff bekommen haben. Sollte es schwerer ausgeprägt sein, kann eine teure OP notwendig werden.



  1. Augenerkrankungen:


    Wir haben früh gelernt, dass Havaneser zu Augenproblemen neigen können. Besonders der Graue Star (Katarakt) oder die Progressive Retinaatrophie (PRA) sind hier bekannte Krankheiten.

    Anfangs bemerkt ihr das durch kleine Unachtsamkeiten, wenn der Havi in der Dämmerung unsicherer wird, sich das Auge verfärbt oder der Hund in der Dunkelheit schlichtweg schlecht sieht.

    Geht daher regelmäßig zum Tierarzt und lasst die Augen kontrollieren, um rechtzeitig Veränderungen zu bemerken.


  1. Lebererkrankungen:


    Ein Thema, mit dem wir persönlich keine Erfahrungen gemacht haben, das aber unter Havaneser-Besitzern scheinbar oft diskutiert wird, ist der sogenannte portosystemische Shunt.

    Hierbei umgeht das Blut die Leber, sodass Giftstoffe nicht ausreichend gefiltert werden. Betroffene Hunde zeigen oft Wachstumsverzögerungen, Krampfanfälle oder Appetitlosigkeit. Regelmäßige Blutuntersuchungen können helfen, eine solche Erkrankung frühzeitig zu erkennen.


  2. Legg-Calvé-Perthes-Krankheit:


    Diese Erkrankung betrifft die Hüfte, ist aber keine Hüftdysplasie wie bei Krümel, und kann schleichend zu Schmerzen und Lahmheit führen. Bei Havanesern tritt sie eher selten auf, aber wir achten seit der Patellaluxation immer darauf, ob unsere Hunde beim Laufen Probleme haben.

    Sollte sich das Gangbild dauerhaft auffällig verändern, wäre das ein Grund für einen schnellen Check beim Tierarzt.


  3. Herzerkrankungen:


    Unser Tierarzt hat uns darauf hingewiesen, dass kleine Rassen wie der Havaneser häufig zur Mitralklappenerkrankung neigen. Dabei schließt die Herzklappe nicht mehr richtig, was zu Herzgeräuschen, Leistungsschwäche und Husten führen kann. Bei Fibi gab es bisher keine Anzeichen, aber wir lassen ihr Herz bei den regelmäßigen Gesundheitschecks immer abhören, um sicherzugehen, dass damit alles in Ordnung ist.


Unser Fazit - Muss nicht, kann aber


Jeder Hund ist einzigartig und nicht jeder Havaneser entwickelt diese gesundheitlichen Probleme. Trotzdem ist es gut, sich bewusst zu machen, welche Erkrankungen beim Havaneser auftreten können, um frühzeitig zu reagieren. Regelmäßige Tierarztbesuche, eine ausgewogene Ernährung und Bewegung helfen dabei, unseren kleinen Wirbelwind gesund und glücklich zu halten.


Habt ihr Erfahrungen mit einem dieser Themen gemacht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!



 
 
 

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