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Häufigste Krankheiten beim Havaneser – Symptome erkennen & richtig vorbeugen

Aktualisiert: 16. Feb.

Der Havaneser gilt als robuste und langlebige Hunderasse. Trotzdem gibt es einige gesundheitliche Themen, die bei kleinen Begleithunden häufiger auftreten können.


Wer typische Krankheiten früh erkennt und weiß, worauf im Alltag zu achten ist, kann viel zur Gesundheit seines Hundes beitragen.


Hier teilen wir, welche Probleme beim Havaneser vorkommen können, welche Warnzeichen wichtig sind und worauf wir bei Fibi besonders achten.


Kurz erklärt: Sind Havaneser anfällig für Krankheiten?


Havaneser sind grundsätzlich gesunde, langlebige Hunde, dennoch treten gelegentlich typische Probleme auf:


  • Patellaluxation (Kniescheibe)

  • Zahnprobleme & Zahnstein

  • Augenprobleme (z. B. Tränenfluss, selten PRA)

  • Ohrenentzündungen

  • Verdauungssensibilität


Viele dieser Themen lassen sich durch Pflege, Gewichtskontrolle und Vorsorge deutlich reduzieren.


1. Patellaluxation – das häufigste Knieproblem


Die Patellaluxation ist bei kleinen Hunderassen verbreitet und betrifft auch Havaneser gelegentlich. Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer Führung.


Typische Anzeichen


  • plötzliches Hüpfen auf drei Beinen

  • kurzes Hochziehen der Hinterpfote

  • unsicherer Gang

  • weniger Lust auf Bewegung

  • Steifes Laufen nach Ruhephasen

  • Unlust zu springen oder Treppen zu laufen

  • Empfindlichkeit beim Abtasten der Hinterhand


Mehr zu ersten Warnzeichen und Symptomen erklären wir ausführlich in unserem Beitrag zu den Anzeichen einer Patellaluxation beim Hund.


Vorbeugung im Alltag


  • Treppen im Welpenalter begrenzen

  • Gewicht schlank halten

  • Sprünge von Sofa/Bett vermeiden

  • Muskulatur moderat aufbauen


Hier können auch Übungen helfen. Wir haben mit Samira euch in diesem Video einige gezeigt:


5 Übungen zur Patellaluxation

2. Zahnprobleme & Zahnstein


Kleine Hunde entwickeln schneller Zahnstein. Auch beim Havaneser sollte Zahnpflege früh beginnen.


Typische Symptome


  • Mundgeruch, der stärker wird

  • Gelb-braune Beläge an den Zähnen

  • Rotes, empfindliches Zahnfleisch

  • Einseitiges Kauen oder plötzliches Fallenlassen von Kauartikeln

  • Unruhe beim Fressen oder Schmatzen


Wie wir Zahnpflege im Alltag umsetzen, zeigen wir auch in unserem Beitrag zur Zahnpflege beim Hund.


Was wir empfehlen


  • Regelmäßiges Zähneputzen ist die wirksamste Routine.

  • Ergänzend können geeignete Kauartikel helfen, ersetzen aber das Putzen nicht.

  • Ein kurzer Zahncheck alle paar Wochen (einfach einmal ins Maul schauen) spart oft viel Stress.


Unsere Favoriten findet ihr hier gesammelt.


3. Augenprobleme & Tränenfluss


Havaneser haben große, ausdrucksstarke Augen, dadurch können sie empfindlich reagieren.


Typische Symptome


  • Feuchte Augenwinkel

  • Verfärbtes Fell unter den Augen

  • Zwinkern, Reiben mit der Pfote

  • Rötung oder Lichtempfindlichkeit

  • Plötzlich vermehrter Tränenfluss (neu, deutlich stärker)


Wenn euch Tränenflecken beschäftigen, schaut auch in unseren Artikel zu Tränenflecken beim Havaneser.


Vorbeugung



  • Wir halten die Augenpartie sauber und kürzen Fell, das in die Augen piekst.

  • Bei plötzlicher Verschlechterung lassen wir es tierärztlich abklären, statt herumzuprobieren.


4. Ohrenentzündungen


Durch Fellwuchs und wenig Luftzirkulation können sich bei manchen Havis schneller Ohrenprobleme entwickeln.


Warnzeichen


  • häufiges Kopfschütteln

  • häufiges Kratzen

  • unangenehmer Geruch

  • dunkle Ablagerungen

  • Rötung, Wärme, vermehrtes Sekret

  • Empfindlichkeit bei Berührung


Alles zur richtigen Ohrenpflege findet ihr in unserem Guide zur Ohrenpflege beim Havaneser.


Vorbeugung


  • regelmäßig kontrollieren

  • vorsichtig reinigen

  • bei Bedarf Ohrhaare pflegen

  • Nach Regen oder Badetagen achten wir besonders auf trockene Ohren



5. Haut, Juckreiz und Allergien


Havaneser können empfindlich auf Umweltreize oder bestimmte Futtermittel reagieren. Nicht jeder Juckreiz ist gleich eine Allergie, aber wiederkehrende Hautprobleme sollten nicht als „normal“ abgetan werden.


Typische Symptome


  • Häufiges Kratzen, Lecken oder Knabbern

  • Rötungen, Schuppen, Hotspots

  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen (kann zusammenhängen)

  • Pfotenlecken, besonders saisonal

  • Unruhiger Schlaf, weil es juckt


Was wir empfehlen


  • Ursachen systematisch eingrenzen (Futterumstellung nicht planlos).

  • Tierärztlich abklären, wenn es wiederkehrt oder sich verschlimmert.


6. Empfindlicher Magen & Verdauung


Viele Havaneser reagieren sensibel auf Futterwechsel oder Stress.


Typische Hinweise


  • weicher Kot

  • Blähungen

  • Appetit-Schwankungen


Vorbeugung


  • Futter langsam umstellen

  • hochwertige Ernährung

  • Stress reduzieren


7. Magen-Darm-Probleme und Giardien


Viele Havaneser reagieren sensibel auf Futterwechsel, Stress oder bestimmte Leckerli. Wenn weicher Kot dauerhaft bleibt, sollte man genauer hinschauen. Giardien sind ein typischer Auslöser, gerade bei jungen Hunden.


Typische Symptome


  • Weicher Kot oder Durchfall, oft wellenförmig

  • Schleim im Kot

  • Blähungen, Bauchgrummeln

  • Gewichtsverlust trotz Fressen

  • Häufiger Kotabsatz


8. Übergewicht als stiller Gesundheitsfaktor


Übergewicht ist keine „Kleinigkeit“. Es belastet Gelenke, Herz-Kreislauf und kann viele Probleme verschlimmern. Gerade kleine Hunde nehmen schnell zu, wenn Futter und Leckerli nicht mitgedacht werden.


Was wir persönlich bei Fibi beachten


Bei Fibi schauen wir besonders auf:


  • schlankes Gewicht

  • regelmäßige Fell- & Augenpflege

  • Zahnkontrolle

  • keine wilden Sofa-Sprünge

  • Tierarztcheck auch ohne Symptome


Nicht aus Angst, sondern damit kleine Dinge gar nicht erst groß werden.


Checkliste: Gesundheitsvorsorge beim Havaneser im Alltag


  • Gewicht monatlich kontrollieren und nicht „nach Gefühl“ schätzen

  • Gangbild beobachten (Hüpfen, Schonhaltung, Steifheit)

  • Zähne anschauen (Beläge, Geruch, Zahnfleisch)

  • Ohren prüfen (Geruch, Rötung, Schütteln)

  • Augenpartie sauber halten und Veränderungen ernst nehmen

  • Bei wiederkehrenden Magenproblemen Kot untersuchen lassen

  • Jährliche Vorsorge beim Tierarzt (auch ohne akute Symptome)


Häufige Fragen zu Krankheiten beim Havaneser


Sind Havaneser oft krank?


Nein, sie gelten als robuste Rasse mit hoher Lebenserwartung.


Welche Krankheit kommt beim Havaneser am häufigsten vor?


Patellaluxation zählt zu den bekanntesten Problemen kleiner Hunde.


Wie erkenne ich Knieprobleme früh?


Achtet auf Hüpfen, Schonhaltung oder Bewegungsunlust.


Brauchen Havaneser spezielle Zahnpflege?


Ja, kleine Hunde profitieren besonders von regelmäßiger Zahnpflege.


Sind Augenerkrankungen typisch?


Selten ernsthafte, aber Tränenfluss ist relativ häufig.


Wie oft sollte ich zum Tierarzt?


Mindestens einmal jährlich zur Vorsorge.


Kann Ernährung Krankheiten beeinflussen?


Ja, Gewicht, Verdauung und Zahngesundheit hängen stark davon ab.


Wie alt werden Havaneser normalerweise?


Oft 14–16 Jahre oder älter bei guter Pflege.



Fazit: Gesundheit beim Havaneser beginnt im Alltag


Auch wenn Havaneser als robuste und langlebige Hunde gelten, lohnt es sich, typische gesundheitliche Themen zu kennen. Viele Probleme entstehen nicht plötzlich, sondern kündigen sich durch kleine Veränderungen an, im Gangbild, Verhalten oder Fellzustand.


Für uns bedeutet Gesundheitsvorsorge vor allem: regelmäßig hinschauen, früh reagieren und den Alltag so gestalten, dass Risiken gar nicht erst entstehen. Mit etwas Aufmerksamkeit, guter Pflege und einem offenen Austausch mit dem Tierarzt können Havaneser wie Fibi viele Jahre fit, aktiv und fröhlich bleiben.


Und genau darum geht es am Ende: nicht perfekte Hunde zu haben, sondern gesunde, glückliche Begleiter.



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