Stadtleben mit Havaneser: Unterwegs im Asphalt-Dschungel
- fibisadventures
- 10. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Ein kleiner Hund in der großen Stadt
Wer an Havaneser denkt, hat oft Bilder von einem fröhlichen Hund vor Augen, der über Wiesen tollt oder gemütlich auf dem Sofa kuschelt.
Aber was, wenn man mit einem Havaneser in einer Großstadt lebt? Hochhäuser, Straßenlärm, Menschenmengen und wenig Grünflächen stellen für viele Hunde – und ihre Besitzer – eine echte Herausforderung dar.
Wir möchten in diesem Beitrag ehrlich berichten, wie wir das Stadtleben mit unserem Havi erleben, welche Stolpersteine es gibt und welche Tipps den Alltag erleichtern.
Erste Schritte in der Stadt: Alles neu, alles aufregend
Als wir mit Fibi das erste Mal mitten durch die Innenstadt spaziert sind, war sie völlig überfordert. Das Gedränge, die vielen Gerüche, hupende Autos und klappernde Straßenbahnen – all das war für unseren kleinen Fellfreund eine Reizüberflutung. Anfangs wollte sie kaum weiterlaufen, blieb immer wieder stehen und suchte Blickkontakt zu uns.
Wir haben schnell gemerkt: Man darf den Hund nicht einfach ins kalte Wasser werfen. Stattdessen haben wir langsam angefangen – kurze Spaziergänge in ruhigeren Straßen, dann kleine Ausflüge in lebhaftere Gegenden. Mit viel Lob, Leckerli und Pausen hat Fibi Schritt für Schritt gelernt, dass auch die Stadt spannende Abenteuer bereithält.
Typische Situationen im Großstadt-Alltag
Fahrstuhl fahren
Für viele Hunde ist der Aufzug ein gruseliges kleines Ding. Auch Fibi war beim ersten Mal skeptisch. Mit Geduld, ein paar Leckerchen und ruhigen Worten hat sie schnell verstanden, dass nichts Schlimmes passiert. Heute fährt sie ganz selbstverständlich mit – und schaut dabei oft neugierig, ob im nächsten Stockwerk jemand Neues wartet.
Hier hatten wir sie zuerst auf dem Arm und als sie irgendwann merkte, der Farhstuhl macht ihr nichts, ist sie selbstständig hineingelaufen.
Spaziergänge an belebten Straßen
Das laute Gedränge ist für sensible Hunde oft ein Stressfaktor. Wir haben uns angewöhnt, Fibi auf der abgewandten Seite von uns laufen zu lassen – weg vom Verkehr. So fühlt sie sich geschützter. Ein gut sitzendes Geschirr gibt dabei zusätzlich Sicherheit.
Café-Besuche
Ein echter Großstadtklassiker: ins Café gehen. Anfangs war es schwer, Fibi zur Ruhe zu bringen, wenn Menschen dicht vorbeigingen oder Kellner an uns vorbeihuschten. Inzwischen legen wir ihre Decke unter den Tisch, geben ihr ein Kauleckerli und schon entspannt sie sich. Solche kleinen Rituale helfen enorm.
Ausgleich schaffen: Natur im Großstadtdschungel
Auch wenn die Stadt voller Reize steckt – Havaneser brauchen ihren Ausgleich. Für uns sind Hundewiesen, Stadtparks oder sogar kleine grüne Innenhöfe Gold wert. Hier kann Fibi rennen, andere Hunde treffen und einfach Hund sein.
Wir haben gelernt: Manchmal reicht schon ein kleiner Umweg auf der Gassirunde, wenn er zu einer Wiese oder einem Park führt. Außerdem planen wir regelmäßig Ausflüge ins Allgäu – raus aus der Stadt, rein ins Grüne. So bleibt Fibi ausgeglichen und wir genießen die Abwechslung genauso.
Herausforderungen – und wie wir sie gelöst haben
Lärmempfindlichkeit: Anfangs hat Fibi auf jedes laute Geräusch reagiert. Mit ruhiger Stimme, kurzen Trainings und positiven Erfahrungen hat sie gelernt, gelassen zu bleiben.
Hundebegegnungen auf engem Raum: In der Stadt lässt sich das kaum vermeiden. Wir achten darauf, Fibi nicht direkt frontal auf andere Hunde zulaufen zu lassen. Ein kleiner Bogen hilft, Stress zu vermeiden.
Reizüberflutung: Pausen sind wichtig. Wir suchen unterwegs immer mal eine Bank oder einen ruhigeren Platz, um gemeinsam durchzuatmen.
Unser Fazit: Ja, Stadtleben mit Havaneser geht!
Natürlich gibt es Momente, in denen wir uns nach stillen Waldwegen sehnen. Doch die Stadt hat uns gezeigt, dass ein Havaneser auch hier ein glücklicher Hund sein kann – wenn man seine Bedürfnisse ernst nimmt und sich Zeit nimmt, ihn an neue Situationen heranzuführen.
Fibi hat inzwischen gelernt, dass auch der Asphalt-Dschungel voller kleiner Abenteuer steckt: spannende Gerüche an jeder Ecke und gemütliche Café-Pausen mit ihrem Rudel.
Für uns ist klar: Stadtleben mit Havi erfordert Geduld, Organisation und Verständnis – bringt aber auch viele schöne Erlebnisse, die wir nicht missen möchten.




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