Stressfrei zum Tierarzt: So gewöhnt sich dein Havaneser an Untersuchungen
- fibisadventures
- 8. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Schon das Wort „Tierarzt“ löst bei vielen Hundebesitzern ein mulmiges Gefühl aus – und auch unser Havi spürt sofort, wenn etwas Besonderes ansteht.
Wir erinnern uns noch genau an Fibis allerersten Impf-Termin: Während wir im Wartezimmer saßen, hatte nicht nur sie, sondern auch wir weiche Knie. Doch mit Ruhe, Geduld und einem Beutel voller Lieblingsleckerlis wurde aus dem angsteinflößenden Erlebnis Schritt für Schritt eine Routine, die heute fast entspannt abläuft.
In diesem Beitrag möchten wir mit dir teilen, wie wir Fibi behutsam an Tierarztbesuche gewöhnt haben und welche Tipps auch deinem Havaneser helfen können, entspannt in die Praxis zu gehen.
Vorbereitung zu Hause: Vertrauen beginnt im Alltag
Die Basis für stressfreie Tierarztbesuche wird nicht erst vor Ort gelegt, sondern bei dir zu Hause.
Viele Havis sind sensibel und merken schnell, wenn etwas ungewohnt ist. Wir haben Fibi deshalb schon früh daran gewöhnt, bestimmte Situationen spielerisch zu üben:
Pfoten und Ohren berühren: Zuhause haben wir regelmäßig sanft ihre Pfoten angehoben oder die Ohren untersucht, als wäre es ein kleiner Check-up. So lernte sie, dass Berührungen nichts Bedrohliches sind.
Hochheben auf den Tisch: Da die meisten Untersuchungen auf einem Behandlungstisch stattfinden, haben wir sie hin und wieder daheim auf eine erhöhte Unterlage gesetzt – natürlich mit Leckerli und viel Lob.
Fell, Augen, Maul kontrollieren: Spielerische „Mini-Checks“ helfen, dass dein Havi die Handgriffe später beim Arzt schon kennt.
Durch diese kleinen Übungen hat Fibi Vertrauen aufgebaut und verknüpft das Ganze nicht automatisch mit Stress.
Positive Verknüpfung: Der Tierarzt als „Leckerli-Ort“
Havaneser sind Meister darin, Emotionen zu spüren – auch unsere Nervosität. Deshalb haben wir bewusst versucht, Tierarztbesuche positiv aufzuladen.
Zum Beispiel haben wir Fibi nach dem Termin immer direkt ihr absolutes Lieblingsleckerli gegeben. Bald hatte sie verstanden: “Okay, das hier ist zwar komisch, aber am Ende lohnt es sich!”
Manche Hunde profitieren auch davon, wenn sie den Tierarzt nicht nur im Ernstfall sehen. Wir haben zwischendurch kurze Besuche eingeplant, bei denen Fibi einfach nur Hallo sagen durfte, wenn Krümel zum Tierarzt musste und danach ohne Untersuchung wieder rausging. Das half enorm, die Praxis nicht ausschließlich mit Spritzen oder Schmerzen zu verbinden.
Der erste Termin: Unser Erfahrungsbericht
Beim ersten Impftermin waren wir wahrscheinlich aufgeregter als Fibi. Sie saß auf Theresas Schoß, hörte das Rascheln der Chipstüten im Wartezimmer und ahnte, dass etwas Neues auf sie zukam.
Als wir dann in den Behandlungsraum gerufen wurden, haben wir sie langsam auf den Tisch gehoben, ruhig mit ihr gesprochen und ihr vertraute Kommandos gegeben.
Natürlich hat sie gemerkt, dass es ernst wurde – aber mit jedem beruhigenden Streicheln, mit jedem bekannten Wort und der Aussicht auf eine Belohnung am Ende war es für sie auszuhalten. Heute springt sie zwar immer noch nicht begeistert auf den Tisch, aber sie vertraut uns und weiß, dass wir sie sicher durch den Termin begleiten.
Tipps für stressfreie Tierarztbesuche mit deinem Havaneser
Bleib ruhig: Dein Havi spürt deine Anspannung sofort. Atme tief durch und versuche, Sicherheit auszustrahlen.
Routine schaffen: Regelmäßige, kurze Praxisbesuche ohne Untersuchung können Wunder wirken.
Kleine Ablenkung: Lieblingsspielzeug oder Decke aus dem Körbchen geben Geborgenheit.
Kurze Wartezeit: Vereinbare, wenn möglich, Termine zu Randzeiten, damit dein Hund nicht zu lange warten muss.
Belohnung nicht vergessen: Direkt nach dem Termin Leckerli oder ein besonderes Spiel – so wird der Arztbesuch mit etwas Positivem verknüpft.
Fazit – Mit Geduld zum entspannten Tierarztbesuch
Ein Tierarztbesuch wird nie das Highlight im Leben deines Havanesers sein. Doch mit Vorbereitung, Geduld und positiver Bestärkung kann er lernen, entspannt damit umzugehen.
Wir haben mit Fibi erlebt, wie wichtig es ist, die kleinen Schritte zu gehen und ihr Vertrauen zu stärken. Heute sehen wir den Tierarztbesuch nicht mehr als Stressfaktor, sondern als Routine – und manchmal sogar als kleine Mutprobe, die uns noch enger zusammenschweißt.




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