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Warum ein Havaneser? Unsere Gründe für diese Rasse

Aktualisiert: 17. Feb.

Wer überlegt, einen Hund aufzunehmen, stößt früher oder später auf den Havaneser. Die kleine, flauschige Rasse gilt als freundlich, familiennah und anpassungsfähig.


Doch passt ein Havaneser wirklich in jeden Alltag? Und warum haben wir uns damals genau für Fibi entschieden?


In diesem Beitrag zeigen wir euch unsere echten Beweggründe, Erfahrungen und auch Grenzen der Rasse. Kein Hochglanz-Rasseportrait, sondern das, was im Alltag wirklich zählt.


Kurz erklärt: Für wen ein Havaneser gut passt


Ein Havaneser kann sehr gut passen, wenn ihr:


  • einen engen Familienhund sucht

  • viel Nähe und Alltag mit Hund möchtet

  • einen kleinen, aber aktiven Begleiter wollt

  • bereit seid, Zeit in Fellpflege und Erziehung zu investieren


Weniger passend ist er für Menschen, die:


  • einen sehr unabhängigen Hund möchten

  • viel unterwegs sind ohne Hund

  • kaum Zeit für Bindung oder Beschäftigung haben


1. Der wichtigste Punkt: Charakter und Bindung


Der größte Grund für uns war der Charakter.


Havaneser sind keine Hunde, die „einfach mitlaufen“. Sie wollen Teil des Alltags sein. Fibi sucht aktiv Nähe, orientiert sich stark an uns und reagiert sehr sensibel auf Stimmung.


Das macht sie unglaublich angenehm im Familienleben, bedeutet aber auch Verantwortung. Ein Havaneser möchte nicht dauerhaft allein bleiben.


Wenn euch dieses Thema beschäftigt, schaut euch auch unseren Beitrag zum Alleinbleiben an :„Trennungsstress beim Havaneser erkennen''

Dort erklären wir, worauf ihr früh achten solltet.


2. Größe: Alltagstauglich ohne Spielzeughund zu sein


Ein weiterer Grund war die Größe.


Mit etwa 4–7 kg ist der Havaneser klein genug für:


  • Wohnung

  • Reisen

  • Bahn oder Flugzeug

  • Restaurantbesuche

  • Büroalltag


Aber trotzdem kein „zerbrechlicher Minihund“.

Fibi läuft problemlos längere Spaziergänge, ist robust und aktiv. Gleichzeitig kann sie sich an ruhigere Tage anpassen.


Havaneser im Vergleich zu anderen kleinen Hunderassen


Eigenschaft

Havaneser

Malteser

Zwergpudel

Chihuahua

Charakter

sehr menschenbezogen, sensibel, verspielt

anhänglich, oft ruhiger

sehr intelligent, aktiv

oft wachsam, teils eigenständig

Pflegeaufwand

hoch (langes Fell, Bürsten nötig)

hoch (weißes Fell, Pflege intensiv)

mittel bis hoch (Schur nötig)

gering bis mittel

Familienhund

sehr gut geeignet

gut geeignet

gut geeignet

abhängig vom Charakter

Anfängerfreundlich

meist ja

meist ja

ja, aber aktiv

eher eingeschränkt

Reisegeeignet

sehr gut

sehr gut

gut

sehr gut

Bewegungsbedarf

moderat, anpassungsfähig

eher moderat

eher hoch

niedrig bis moderat

Sensibilität

hoch

hoch

mittel

mittel

Kurz gesagt: Der Havaneser kombiniert Nähe, Anpassungsfähigkeit und Aktivität oft ausgewogener als viele andere kleine Rassen. Genau diese Mischung war für uns entscheidend.

Wenn ihr den direkten Vergleich zwischen zwei beliebten Rassen sucht, schaut euch auch unseren Beitrag „Was ist der Unterschied zwischen Havaneser und Malteser?“ an.


3. Reisen mit Hund: Ein echter Vorteil kleiner Rassen


Für uns persönlich war Reisen ein wichtiger Faktor.


Mit einem kleinen Hund wird vieles einfacher:


  • Transporttasche möglich

  • Handgepäck im Flugzeug oft erlaubt

  • Hotels akzeptieren kleine Hunde häufiger

  • weniger Stress in öffentlichen Verkehrsmitteln


Fibi war schon in Städten, Hotels und auf Reisen dabei. Ohne kleine Größe wäre das deutlich komplizierter.


4. Allergiker-Thema: Realität statt Mythos


Viele hören: Havaneser = Allergikerhund. Ganz so einfach ist es nicht.


Der Havaneser hat kaum Unterwolle und verliert weniger Haare, was bei manchen Allergikern helfen kann. Trotzdem reagiert jeder Mensch individuell.

Wir haben damals bewusst getestet, bevor Fibi eingezogen ist, denn Jonas ist Allergiker. Heute würden wir das strukturierter machen:


  • Züchter besuchen

  • Zeit mit erwachsenen Hunden verbringen

  • körperliche Reaktion beobachten


5. Gesundheit: Kleine Rasse mit typischen Baustellen


Ein Havaneser gilt grundsätzlich als robuste Rasse. Trotzdem gibt es typische Punkte:


  • Patellaluxation

  • Zahnprobleme

  • Augenprobleme


Entscheidend ist:


  • seriöser Züchter

  • moderates Gewicht

  • gute Zahnpflege

  • Bewegung ohne Überlastung im Welpenalter


Dazu passt unser Guide:„Häufigste Krankheiten beim Havaneser


6. Fellpflege: Schönes Fell bedeutet Aufwand


Das Fell war einer der Gründe, warum wir uns verliebt haben. Und gleichzeitig der

Punkt, der im Alltag Arbeit macht.


Ein Havaneser braucht:


  • regelmäßiges Bürsten

  • Baden

  • Entfilzen

  • eventuell Schneiden


Wer Fellpflege unterschätzt, wird schnell überfordert.


7. Alltag mit Havaneser: Anpassungsfähig, aber nicht anspruchslos


Was wir am meisten schätzen:


Fibi kann aktiv sein. Oder ruhig. Oder einfach dabei.


Der Havaneser ist kein Hochleistungshund. Aber auch kein reiner Sofahund. Er passt sich erstaunlich gut an, solange er Teil eures Lebens bleibt. Genau das macht ihn für viele Familien so passend.


Checkliste: Passt ein Havaneser zu euch?


Ein Havaneser passt wahrscheinlich gut, wenn:


  • ihr viel Nähe wollt

  • Zeit für Fellpflege habt

  • einen Familienhund sucht

  • Reisen mit Hund plant


Er passt weniger gut, wenn:


  • ihr einen sehr unabhängigen Hund möchtet

  • viel außer Haus seid

  • Pflegeaufwand vermeiden wollt


FAQ – Häufige Fragen zum Havaneser


Sind Havaneser Anfängerhunde?


Ja, oft. Durch ihren freundlichen Charakter sind sie für viele Einsteiger geeignet, brauchen aber konsequente Erziehung.


Bellen Havaneser viel?


Sie können wachsam sein. Mit Training lässt sich das gut steuern.


Können Havaneser alleine bleiben?


Ja, aber nur mit Training. Sie sind sehr menschenbezogen.


Sind Havaneser kinderfreundlich?


In der Regel ja. Wichtig ist respektvoller Umgang auf beiden Seiten.


Wie viel Auslauf braucht ein Havaneser?


Mehr als viele denken. Tägliche Spaziergänge und Beschäftigung sind wichtig.


Haaren Havaneser stark?


Nein, sie verlieren meist weniger Haare als viele andere Rassen.


Sind sie leicht zu erziehen?


Sie lernen schnell, reagieren aber sensibel auf harte Methoden.


Wie alt werden Havaneser?


Oft 13–15 Jahre oder mehr bei guter Pflege.


Fazit: Warum wir wieder einen Havaneser wählen würden


Der Havaneser passt für uns, weil er:


  • nah bei seinen Menschen lebt

  • flexibel im Alltag ist

  • klein, aber aktiv bleibt

  • Familienleben liebt


Er ist kein „pflegeleichter Anfängerhund ohne Aufwand“.Aber ein unglaublich loyaler Begleiter, wenn man bereit ist, Zeit zu investieren.

Und genau deshalb würden wir uns wieder für einen Havaneser entscheiden.


In diesem Video erzählt Theresa von unseren damaligen Gründen:







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