Warum ein Havaneser? Unsere Gründe für diese Rasse
- Fibis Adventures

- 26. Okt. 2022
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Feb.
Wer überlegt, einen Hund aufzunehmen, stößt früher oder später auf den Havaneser. Die kleine, flauschige Rasse gilt als freundlich, familiennah und anpassungsfähig.
Doch passt ein Havaneser wirklich in jeden Alltag? Und warum haben wir uns damals genau für Fibi entschieden?
In diesem Beitrag zeigen wir euch unsere echten Beweggründe, Erfahrungen und auch Grenzen der Rasse. Kein Hochglanz-Rasseportrait, sondern das, was im Alltag wirklich zählt.
Kurz erklärt: Für wen ein Havaneser gut passt
Ein Havaneser kann sehr gut passen, wenn ihr:
einen engen Familienhund sucht
viel Nähe und Alltag mit Hund möchtet
einen kleinen, aber aktiven Begleiter wollt
bereit seid, Zeit in Fellpflege und Erziehung zu investieren
Weniger passend ist er für Menschen, die:
einen sehr unabhängigen Hund möchten
viel unterwegs sind ohne Hund
kaum Zeit für Bindung oder Beschäftigung haben
1. Der wichtigste Punkt: Charakter und Bindung
Der größte Grund für uns war der Charakter.
Havaneser sind keine Hunde, die „einfach mitlaufen“. Sie wollen Teil des Alltags sein. Fibi sucht aktiv Nähe, orientiert sich stark an uns und reagiert sehr sensibel auf Stimmung.
Das macht sie unglaublich angenehm im Familienleben, bedeutet aber auch Verantwortung. Ein Havaneser möchte nicht dauerhaft allein bleiben.
Wenn euch dieses Thema beschäftigt, schaut euch auch unseren Beitrag zum Alleinbleiben an :„Trennungsstress beim Havaneser erkennen''
Dort erklären wir, worauf ihr früh achten solltet.
2. Größe: Alltagstauglich ohne Spielzeughund zu sein
Ein weiterer Grund war die Größe.
Mit etwa 4–7 kg ist der Havaneser klein genug für:
Wohnung
Reisen
Bahn oder Flugzeug
Restaurantbesuche
Büroalltag
Aber trotzdem kein „zerbrechlicher Minihund“.
Fibi läuft problemlos längere Spaziergänge, ist robust und aktiv. Gleichzeitig kann sie sich an ruhigere Tage anpassen.
Havaneser im Vergleich zu anderen kleinen Hunderassen
Eigenschaft | Havaneser | Malteser | Zwergpudel | Chihuahua |
Charakter | sehr menschenbezogen, sensibel, verspielt | anhänglich, oft ruhiger | sehr intelligent, aktiv | oft wachsam, teils eigenständig |
Pflegeaufwand | hoch (langes Fell, Bürsten nötig) | hoch (weißes Fell, Pflege intensiv) | mittel bis hoch (Schur nötig) | gering bis mittel |
Familienhund | sehr gut geeignet | gut geeignet | gut geeignet | abhängig vom Charakter |
Anfängerfreundlich | meist ja | meist ja | ja, aber aktiv | eher eingeschränkt |
Reisegeeignet | sehr gut | sehr gut | gut | sehr gut |
Bewegungsbedarf | moderat, anpassungsfähig | eher moderat | eher hoch | niedrig bis moderat |
Sensibilität | hoch | hoch | mittel | mittel |
Kurz gesagt: Der Havaneser kombiniert Nähe, Anpassungsfähigkeit und Aktivität oft ausgewogener als viele andere kleine Rassen. Genau diese Mischung war für uns entscheidend.
Wenn ihr den direkten Vergleich zwischen zwei beliebten Rassen sucht, schaut euch auch unseren Beitrag „Was ist der Unterschied zwischen Havaneser und Malteser?“ an.
3. Reisen mit Hund: Ein echter Vorteil kleiner Rassen
Für uns persönlich war Reisen ein wichtiger Faktor.
Mit einem kleinen Hund wird vieles einfacher:
Transporttasche möglich
Handgepäck im Flugzeug oft erlaubt
Hotels akzeptieren kleine Hunde häufiger
weniger Stress in öffentlichen Verkehrsmitteln
Fibi war schon in Städten, Hotels und auf Reisen dabei. Ohne kleine Größe wäre das deutlich komplizierter.
4. Allergiker-Thema: Realität statt Mythos
Viele hören: Havaneser = Allergikerhund. Ganz so einfach ist es nicht.
Der Havaneser hat kaum Unterwolle und verliert weniger Haare, was bei manchen Allergikern helfen kann. Trotzdem reagiert jeder Mensch individuell.
Wir haben damals bewusst getestet, bevor Fibi eingezogen ist, denn Jonas ist Allergiker. Heute würden wir das strukturierter machen:
Züchter besuchen
Zeit mit erwachsenen Hunden verbringen
körperliche Reaktion beobachten
5. Gesundheit: Kleine Rasse mit typischen Baustellen
Ein Havaneser gilt grundsätzlich als robuste Rasse. Trotzdem gibt es typische Punkte:
Patellaluxation
Zahnprobleme
Augenprobleme
Entscheidend ist:
seriöser Züchter
moderates Gewicht
gute Zahnpflege
Bewegung ohne Überlastung im Welpenalter
Dazu passt unser Guide:„Häufigste Krankheiten beim Havaneser“
6. Fellpflege: Schönes Fell bedeutet Aufwand
Das Fell war einer der Gründe, warum wir uns verliebt haben. Und gleichzeitig der
Punkt, der im Alltag Arbeit macht.
Ein Havaneser braucht:
regelmäßiges Bürsten
Baden
Entfilzen
eventuell Schneiden
Wer Fellpflege unterschätzt, wird schnell überfordert.
7. Alltag mit Havaneser: Anpassungsfähig, aber nicht anspruchslos
Was wir am meisten schätzen:
Fibi kann aktiv sein. Oder ruhig. Oder einfach dabei.
Der Havaneser ist kein Hochleistungshund. Aber auch kein reiner Sofahund. Er passt sich erstaunlich gut an, solange er Teil eures Lebens bleibt. Genau das macht ihn für viele Familien so passend.
Checkliste: Passt ein Havaneser zu euch?
Ein Havaneser passt wahrscheinlich gut, wenn:
ihr viel Nähe wollt
Zeit für Fellpflege habt
einen Familienhund sucht
Reisen mit Hund plant
Er passt weniger gut, wenn:
ihr einen sehr unabhängigen Hund möchtet
viel außer Haus seid
Pflegeaufwand vermeiden wollt
FAQ – Häufige Fragen zum Havaneser
Sind Havaneser Anfängerhunde?
Ja, oft. Durch ihren freundlichen Charakter sind sie für viele Einsteiger geeignet, brauchen aber konsequente Erziehung.
Bellen Havaneser viel?
Sie können wachsam sein. Mit Training lässt sich das gut steuern.
Können Havaneser alleine bleiben?
Ja, aber nur mit Training. Sie sind sehr menschenbezogen.
Sind Havaneser kinderfreundlich?
In der Regel ja. Wichtig ist respektvoller Umgang auf beiden Seiten.
Wie viel Auslauf braucht ein Havaneser?
Mehr als viele denken. Tägliche Spaziergänge und Beschäftigung sind wichtig.
Haaren Havaneser stark?
Nein, sie verlieren meist weniger Haare als viele andere Rassen.
Sind sie leicht zu erziehen?
Sie lernen schnell, reagieren aber sensibel auf harte Methoden.
Wie alt werden Havaneser?
Oft 13–15 Jahre oder mehr bei guter Pflege.
Fazit: Warum wir wieder einen Havaneser wählen würden
Der Havaneser passt für uns, weil er:
nah bei seinen Menschen lebt
flexibel im Alltag ist
klein, aber aktiv bleibt
Familienleben liebt
Er ist kein „pflegeleichter Anfängerhund ohne Aufwand“.Aber ein unglaublich loyaler Begleiter, wenn man bereit ist, Zeit zu investieren.
Und genau deshalb würden wir uns wieder für einen Havaneser entscheiden.
In diesem Video erzählt Theresa von unseren damaligen Gründen:


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