Was kostet ein Havaneser 2026? Ehrlicher Kosten-Guide nach 5 Jahren mit Fibi
- Fibis Adventures

- 11. Mai
- 11 Min. Lesezeit
Kurzantwort
Ein Havaneser kostet bei seriösen Züchtern 2.200 bis 2.800 Euro Anschaffung, dazu rund 400 bis 600 Euro Erstausstattung und 250 Euro erste Tierarztkosten. Im laufenden Monat liegen wir mit Fibi bei rund 135 bis 205 Euro für Futter, Versicherung, Hundesteuer, Pflege und Tierarzt-Rücklage. Aufs ganze Hundeleben gerechnet, kommen auf euch 24.000 bis 37.000 Euro zu, plus eventuelle Operationen und Therapien. Ein Notgroschen von mindestens 3.000 Euro vor Einzug ist die wichtigste Versicherung gegen Stress im Ernstfall.
Bevor Fibi 2020 bei uns einzog, haben wir uns viele Fragen gestellt. Eine davon war überraschend schwierig zu beantworten: Was kostet ein Havaneser eigentlich wirklich?
Der Kaufpreis ist schnell gefunden. Aber danach beginnt erst der Alltag. Tierarzt, Futter, Pflege, Zubehör, Versicherung. Plötzlich merkt man, dass ein Hund nicht nur Liebe ins Haus bringt, sondern auch fünfzehn Jahre Verantwortung und laufende Kosten.
In diesem Guide zeigen wir euch realistisch, was auf euch zukommt. Mit echten Zahlen aus unserem Alltag mit Fibi, ehrlichen Erfahrungswerten und einem Notgroschen-Tipp, der uns selbst gerettet hättet, als Krümel mit drei Jahren eine beidseitige Patella-OP brauchte.
Wir verschweigen nichts. Auch nicht die unangenehmen Posten.
Inhaltsverzeichnis
Die Anschaffung: was ein Havaneser-Welpe 2026 kostet
Bei seriösen Züchtern in Deutschland zahlt ihr aktuell zwischen 2.200 und 2.800 Euro für einen Havaneser-Welpen. Wir haben Fibi 2020 noch für 1.500 Euro bei einer Hobbyzüchterin bekommen. Heute würden wir das nicht mehr machen, und das hat einen klaren Grund.
Bei Hobbyzüchterinnen ohne VDH-Anschluss fehlen oft die Auswertungen der Elterntiere. Wir wussten damals nicht, dass die Eltern auf Patellaluxation untersucht sein sollten. Drei Jahre später hatte Fibi zwar eine leichte Diagnose, aber Krümel (unser Tierschutzhund) beidseits eine Patella-OP. Hätte uns auch mit Fibi passieren können. Die Verbindung zwischen fehlender Elterntier-Auswertung und genetischer Veranlagung ist statistisch nachgewiesen. Die Heritabilität liegt bei 25 bis 30 Prozent.
Wer heute günstig kauft, riskiert teuer zu reparieren.
Was den Preis 2026 erklärt
Der Preisanstieg seit 2020 hat mehrere Gründe. Die Nachfrage nach kleinen Begleithunden ist gestiegen, die Zuchtanforderungen seriöser Vereine sind strenger geworden, Futter- und Tierarztkosten der Züchterinnen sind ebenfalls deutlich teurer. Ein Wurf kostet die Züchterin heute zwischen 8.000 und 15.000 Euro, allein die Vor-Untersuchungen, Deckakte, Sectio-Risiken, Welpen-Erstversorgung und Aufzucht.
Wenn euch ein Welpe deutlich unter 1.500 Euro angeboten wird, ist das fast immer ein Warnsignal. Vermehrer arbeiten ohne diese Aufwände und verkaufen entsprechend billiger.
Tierschutz als Alternative
Ein Havaneser aus dem Tierschutz kostet meistens 250 bis 500 Euro Schutzgebühr. Das ist eine wunderbare Option für alle, die nicht zwingend einen Welpen wollen und einen erwachsenen Hund ein zweites Zuhause schenken möchten. Wir haben dazu unsere Erfahrungen aufgeschrieben in unserem Beitrag über Havaneser aus dem Tierschutz und die Schritte vor der Adoption eines Tierschutzhundes.
Achtung: Bei sehr günstigen „Tierschutz"-Angeboten aus dem Ausland kann es sich um getarnte illegale Welpenhandlungen handeln. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft warnt regelmäßig davor.
Die Erstausstattung: was wirklich nötig ist
Bevor der Welpe einzieht, kommt einmalig die Grundausstattung. Wir haben uns 2020 verschätzt und sind weit über unser Budget gerutscht, weil wir nicht wussten, was wirklich nötig ist.
Mit Fibis Erfahrung würden wir heute folgendes als Mindestliste betrachten:
Ein stabiles Hundebett mit hohem Rand, in dem der Welpe sich geborgen fühlt. Wir haben anfangs ein günstiges flaches Modell gekauft, das nach 4 Monaten zu klein war. Heute nutzen wir ein Modell mit erhöhtem Rand wie dieses Hundebett für kleine Hunde*, das auch nach Jahren noch Form hält und sich gut waschen lässt.
Eine Transportbox fürs Auto, die korrekt nach Größe ausgewählt sein muss. Mehr dazu in unserem ausführlichen Vergleich der Hundebox-Größen für kleine Hunde, weil falsch gewählte Boxen entweder unsicher oder unbequem sind.
Ein leichtes Y-Geschirr statt Halsband. Der Havaneser hat einen empfindlichen Hals-Kehlkopf-Bereich, und Halsbänder sind beim Welpen tabu. Wir empfehlen ein Modell, das weich gepolstert ist und die richtige Form für die Brustkorb-Anatomie kleiner Hunde hat. Welche Geschirr-Größe passt, erklären wir in unserem Guide zur richtigen Geschirr-Größe.
Eine gute Slicker-Bürste und ein Metallkamm, ohne die Fellpflege beim Havaneser nicht funktioniert. Wir nutzen seit Jahren diese Slicker-Bürste* und einen kombinierten Metallkamm* für tiefe Knoten. Was alles dazu gehört, haben wir in unserem Komplett-Guide zur Havaneser-Fellpflege festgehalten.
Zwei Keramik- oder Edelstahl-Näpfe statt Plastik. Plastik kann Allergien auslösen und kratzt schnell, was Bakterien Platz gibt. 15 Euro für hochwertige Näpfe* sind eine Investition für 15 Jahre.
Erstes Spielzeug* in der richtigen Größe für Welpen. Hier reicht eine kleine Auswahl, weil Welpen Spielzeug schnell zerlegen. Lieber qualitativ als quantitativ.
Realistische Summe für die komplette Erstausstattung: 400 bis 600 Euro, je nach Qualität.
Was wir aus eigener Erfahrung niemals wieder kaufen würden, findet ihr in unserer kompletten Fehlkauf-Liste, weil falsche Erstkäufe oft das ärgste Geld-Loch sind. Eine kuratierte Sammlung unserer Lieblings-Produkte für Havaneser haben wir auch auf unserer Amazon-Storefront zusammengefasst.
Mehr auch in diesem Video:
Wenn euch das Sortieren überfordert
Wir haben gemerkt, dass viele Halter in dieser Phase Stunden in Amazon-Recherchen verlieren und am Ende trotzdem die Hälfte falsch kaufen. Genau dafür haben wir unser Welpen-Starterpaket für Havaneser gebaut. Es bündelt unsere getesteten Empfehlungen, eine Checkliste mit Mengenangaben, einen Tages- und Wochenplan für die ersten 30 Tage, einen Stubenrein-Plan und konkrete Aufbau-Pläne fürs erste Alleinbleiben. Die Idee dahinter ist einfach: lieber von Anfang an mit Struktur arbeiten, als später Korrekturen machen.
Erste Tierarzt-Termine und Welpenkurse
Der Welpe wird vom Züchter mit Erstimpfung und Chip übergeben. Danach beginnt aber eure Verantwortung. Folgende Termine sind in den ersten 6 Monaten Pflicht:
Die Nachimpfungen im Alter von 12 und 16 Wochen. Jeweils 50 bis 80 Euro pro Termin.
Die erste Tollwut-Impfung mit etwa 15 Wochen. Rund 50 bis 70 Euro.
Die Entwurmung alle 3 Monate. Rund 15 bis 25 Euro pro Behandlung.
Der Welpen-Sozialisierungs-Kurs in der Hundeschule. Je nach Region 120 bis 250 Euro für 8 bis 12 Stunden.
Insgesamt kommen im ersten Halbjahr 250 bis 400 Euro nur für Tierarzt und Hundeschule zusammen.
Laufende Monatskosten: Futter, Versicherung, Pflege
Hier wird es konkret. Diese Zahlen kommen direkt aus unserem Alltag mit Fibi.
Futter
Ein Havaneser frisst nicht viel, aber Qualität lohnt sich. Hochwertiges Trockenfutter mit hohem Fleischanteil und ohne Getreide kostet rund 30 bis 60 Euro pro Monat, je nachdem ob wir bei großen Mengen-Bestellungen sparen oder kleinere Pakete kaufen.
Bei BARF (Rohfütterung) liegt der Monatspreis bei 60 bis 100 Euro. Manche Halter mischen, was rechnerisch im Schnitt bleibt.
Snacks und Kauartikel kommen extra dazu. Wir kaufen vor allem gefriergetrocknete Leckerlis als Trainings-Belohnung. Warum die unserer Meinung nach besseren als getrocknete sind, haben wir in einem eigenen Beitrag erklärt. Monatliche Snack-Kosten: 10 bis 20 Euro.
Wer mehr darüber wissen möchte, wie wir Fibi grundsätzlich füttern, mit Mengen-Tabelle und typischen Anfängerfehlern, schaut am besten in unseren Ratgeber zum richtigen Füttern eines Havanesers.
Realistische Futterkosten gesamt: 40 bis 80 Euro pro Monat.
Versicherungen und was wir abgeschlossen haben
Wir zahlen für Fibi monatlich 45 Euro für Hundehaftpflicht plus OP-Versicherung kombiniert. Das ist ein Tarif, der wegen Kastrations-Vorgeschichte etwas teurer geworden ist. Bei einem gesunden Welpen ohne Vorerkrankungen bekommt ihr beides oft schon ab 30 bis 35 Euro monatlich.
Welche Versicherung wirklich nötig ist und wo sich Vollkasko gegen reine OP-Versicherung lohnt, haben wir in einem eigenen Vergleichsartikel zu Havaneser-Versicherungen ausführlich aufgearbeitet.
Versicherungskosten: 30 bis 55 Euro pro Monat.
Hundesteuer
Die Hundesteuer ist Ländersache und schwankt extrem. Wir zahlen in Ludwigsburg etwa 170 Euro pro Jahr. In Mainz wären es etwa 250 Euro. Auf dem Land in manchen bayerischen Gemeinden zahlt ihr für den ersten Hund auch nur 1 bis 20 Euro pro Jahr.
Für unsere Beispielrechnung gehen wir vom Stadt-Durchschnitt mit 12 bis 18 Euro pro Monat aus.
Pflege und Hundefriseur
Bei Fibi steht alle 8 bis 12 Wochen ein Friseurbesuch an: 60 bis 90 Euro wären das, machen wir aber selbst. Aufs Jahr gerechnet 250 bis 450 Euro, monatlich 20 bis 40 Euro.
Wer den Havaneser komplett selbst schert, spart das. Wie das geht und was ihr dafür braucht, zeigen wir im Beitrag zum Havaneser scheren. Eine vernünftige Schermaschine wie diese Hunde-Schermaschine* amortisiert sich nach ein paar Friseurbesuchen.
Bürsten-Verbrauch, Shampoo und Pflegespray summieren sich auf etwa 5 bis 10 Euro pro Monat. Welche Bürste wir nutzen und warum die richtige Auswahl 80 Prozent der Pflege-Arbeit erleichtert, ist Thema in unserem Beitrag zur besten Havaneser-Bürste.
Tierarzt-Rücklage
Wir legen monatlich 30 Euro für ungeplante Tierarztbesuche zurück. Das hat sich bewährt, weil immer mal wieder etwas Kleines passiert: einmal ein Magen-Darm-Infekt, einmal eine Zecke mit Borreliose-Verdacht, einmal ein verstauchtes Bein. Im Jahr kommen so 360 Euro Reserve zusammen, die bei kleineren Behandlungen reichen, ohne dass die Versicherung greifen muss.
Die Summe der laufenden Kosten
Wenn wir alle Posten zusammenrechnen, kommen wir bei Fibi auf 135 bis 205 Euro pro Monat, ohne Friseur-Kosten gerechnet. Mit Friseur wären es eher 165 bis 245 Euro.
Im Jahr bedeutet das 1.620 bis 2.940 Euro laufende Kosten.
Hundehaftpflicht: Pflicht in 6 Bundesländern
Das ist der Abschnitt, den viele vor dem Kauf nicht recherchieren. In sechs Bundesländern ist die Hundehaftpflicht für alle Hunde Pflicht: Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
In den anderen Bundesländern ist sie für reguläre Hunde nicht verpflichtend, für sogenannte Listenhunde aber überall. Da Havaneser nicht zu den Listenhunden gehören, fällt diese Pflicht für euch weg.
Unsere klare Empfehlung: trotzdem abschließen, egal in welchem Bundesland ihr lebt. 30 bis 50 Euro pro Jahr für eine reine Haftpflicht sind gegen das Risiko von Schadensersatzforderungen in fünfstelliger Höhe kein Vergleich.
Ein Beispiel aus unserem Bekanntenkreis: ein Hund läuft beim Spaziergang über die Straße, ein Autofahrer bremst, der hintere Wagen fährt auf. Schadenshöhe knapp 18.000 Euro. Ohne Haftpflicht ist das eure Existenz.
Ungeplante Kosten: warum jeder Halter einen Notgroschen braucht
Das ist der Posten, den die meisten unterschätzen. Wir haben es selbst gelernt, als Krümel mit drei Jahren beidseits eine Patellaluxation Grad 2 diagnostiziert bekam.
Die Operation kostete uns:
Operation beidseits: knapp 4.200 Euro
Anschließende Physiotherapie: 1000 Euro
Schmerzmedikation und Nachsorge: 350 Euro
Insgesamt: knapp 6.000 Euro ohne Versicherung
Bei kleinen Rassen wie dem Havaneser ist die Patellaluxation eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Wir haben dazu einen kompletten Patellaluxation-Kostenartikel verfasst, weil das Thema viele Halter unvorbereitet trifft.
Andere ungeplante Posten, mit denen wir nicht gerechnet hatten
Ein Zeckenbiss mit Borreliose kostet im schlimmsten Fall 400 bis 800 Euro Diagnose und Behandlung. Mehr Hintergrund in unserem Beitrag zum Havaneser-Zeckenschutz.
Eine Allergie-Diagnostik kann je nach Umfang 200 bis 600 Euro ausmachen. Was so ein Allergietest wirklich bringt, haben wir kritisch hinterfragt im Beitrag über Allergietests bei Hunden.
Ein Magen-Darm-Infekt mit Klinik-Besuch kostet 250 bis 500 Euro.
Ein Zahnstein-Entfernung unter Narkose liegt bei 300 bis 600 Euro. Wie wir Zahnstein durch tägliche Pflege vermeiden, beschreiben wir im Beitrag zur Havaneser-Zahnpflege.
Urlaubsbetreuung in einer guten Hundepension kostet 25 bis 50 Euro pro Tag.
Unser klarer Rat
Legt euch vor dem Welpen-Einzug einen Notgroschen von mindestens 3.000 Euro zur Seite. Das ist die wichtigste Versicherung gegen Stress im Ernstfall, weil ihr nicht zwischen „Wir können uns die OP nicht leisten" und „Wir geben unseren Hund auf" wählen müsst.
Wer den Notgroschen nicht vorher anlegen kann, sollte ehrlich überlegen, ob ein Hund jetzt der richtige Zeitpunkt ist.
Die Lebenszeit-Bilanz: was ein Havaneser euch über 15 Jahre kostet
Wenn wir alle Posten ehrlich aufaddieren, kommen wir auf folgende Lebenszeit-Rechnung:
Posten | Über 15 Jahre |
Anschaffung | 2.200 bis 2.800 Euro |
Erstausstattung | 400 bis 600 Euro |
Erste Tierarztkosten | 250 bis 400 Euro |
Laufende Monatskosten (165 bis 245 Euro × 12 × 15) | 29.700 bis 44.100 Euro |
Friseur und Pflege-Sonderkosten | 3.500 bis 6.000 Euro |
Mindestens eine größere Behandlung | 2.000 bis 5.000 Euro |
Senior-Mehrkosten (letzte 3 bis 4 Jahre) | 1.500 bis 3.000 Euro |
Gesamtkosten realistisch | 40.000 bis 62.000 Euro |
Ja, das ist eine Hausnummer. Verteilt auf 15 Jahre sind es im Schnitt 220 bis 350 Euro pro Monat. Das ist die ehrliche Antwort, die viele Ratgeber verschweigen.
Aber: jeder dieser Euros bringt euch eine Beziehung, die sich in Geld nicht messen lässt. Wir haben das mit Fibi jeden einzelnen Tag erfahren.
So spart ihr clever ohne an Qualität zu verlieren
Sparen ist möglich, aber nicht überall. Hier sind die Stellschrauben, die wir guten Gewissens empfehlen:
Bei Futter: Große Mengen bestellen und auf Vorrat lagern spart 15 bis 25 Prozent. Achtet aber auf Lagerfähigkeit. Trockenfutter höchstens 6 Wochen nach Öffnung verwenden.
Bei Erstausstattung: Nicht alles neu kaufen. Transportboxen, Spielzeug und Pflegezubehör gibt es oft im Kleinanzeigen-Markt fast wie neu. Was ihr wirklich neu kaufen solltet, sind hygienische Posten wie Näpfe und Bürsten.
Bei Pflege: Selber scheren statt Friseur spart 200 bis 400 Euro pro Jahr. Die Investition in eine gute Schermaschine amortisiert sich schnell. Wie ihr richtig schert, ist Schritt-für-Schritt in unserer Schneide-Anleitung erklärt.
Bei Versicherung: Jährliche statt monatliche Zahlung spart oft 5 bis 10 Prozent. Außerdem lohnt sich ein jährlicher Versicherungs-Check, weil neue Anbieter regelmäßig günstigere Konditionen bieten.
Bei Hundesteuer: Manche Städte erstatten einen Teil, wenn euer Hund einen anerkannten Hundeführerschein hat. In Hessen und Niedersachsen ist das in einigen Gemeinden Standard.
Wo ihr nicht sparen solltet: Beim Welpenkauf, bei der ersten Erziehung, bei der Versicherung und bei der Patella-Vorsorge. Hier kosten Abkürzungen langfristig immer mehr, als sie kurzfristig sparen.
Häufige Fragen rund um Havaneser-Kosten
1. Wie viel kostet ein Havaneser im Monat 2026?
Realistisch zwischen 135 und 245 Euro pro Monat, inklusive Futter, Versicherung, Hundesteuer und Tierarzt-Rücklage. Mit Friseur am oberen Ende.
2. Wie viel kostet ein Havaneser-Welpe beim seriösen Züchter?
2.200 bis 2.800 Euro bei VDH-Züchtern in Deutschland 2026.
3. Wie viel kostet ein Havaneser im ersten Jahr insgesamt?
Realistisch 4.500 bis 6.500 Euro, inklusive Anschaffung, Erstausstattung, erste Tierarzt-Termine und Welpenkurs.
4. Ist ein Havaneser teuer im Unterhalt?
Im Vergleich zu größeren Rassen ist er günstiger im Futter und Tierarzt, aber die Fellpflege macht ihn nicht zu einem „billigen Hund".
5. Welche Versicherung ist beim Havaneser sinnvoll?
Hundehaftpflicht ist Pflicht (in 6 Bundesländern) oder sehr empfohlen (in den anderen). OP-Versicherung lohnt sich wegen Patella-Risiko fast immer.
6. Wie viel kostet die Hundesteuer für einen Havaneser?
Zwischen 10 und 250 Euro pro Jahr, je nach Bundesland und Stadt.
7. Was kostet eine Patella-OP beim Havaneser?
2.500 bis 4.500 Euro beidseits, je nach Methode und Klinik.
8. Was sind die häufigsten ungeplanten Kosten?
Allergie-Diagnose, Patella-OP, Magen-Darm-Infekte, Zecken-Komplikationen, Zahnstein-Entfernung, Urlaubsbetreuung.
9. Wie hoch sollte mein Notgroschen für einen Havaneser sein?
Mindestens 3.000 Euro vor Welpen-Einzug. Besser 5.000 Euro.
10. Was kostet ein Hundefriseur für einen Havaneser?
60 bis 90 Euro pro Termin, alle 8 bis 12 Wochen.
11. Kann ich beim Futter sparen?
Ja, durch Großmengen und Mehrjahresverträge bei seriösen Anbietern. Nicht durch Billig-Futter mit Getreide-Anteil über 50 Prozent.
12. Was kostet ein Havaneser aus dem Tierschutz?
250 bis 500 Euro Schutzgebühr. Tipps zur Adoption haben wir in unserem Tierschutz-Adoptions-Beitrag aufbereitet.
13. Gibt es Unterschiede in den Kosten je nach Stadt?
Ja, vor allem bei Hundesteuer, Tierarztkosten und Friseur-Preisen. Großstädte sind 20 bis 40 Prozent teurer als Kleinstädte.
14. Wie viel sollte ich pro Monat zur Seite legen?
Mindestens 200 Euro pro Monat, lieber 250 Euro für laufende Kosten und Tierarzt-Rücklage.
15. Was kostet ein Havaneser im Seniorenalter pro Monat?
Im Schnitt 30 bis 50 Euro pro Monat mehr durch Spezial-Futter, häufigere Tierarzt-Besuche und eventuell Schmerzmittel. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Havaneser-Seniorenalter.
16. Lohnt sich BARF wirklich kostenmäßig?
BARF kostet ähnlich viel wie hochwertiges Trockenfutter, ist aber zeitintensiver in der Vorbereitung.
17. Was ist die größte Kostenfalle beim Havaneser?
Patellaluxation. Ohne Versicherung und Notgroschen wird das schnell zur existenziellen Belastung.
18. Kann ein Student sich einen Havaneser leisten?
Nur mit stabilem Nebeneinkommen oder finanzieller Unterstützung. 200 Euro Monatskosten plus Notgroschen sind die Mindesthürde.
19. Was bekomme ich für 1.000 Euro im ersten Jahr?
Bei 1.000 Euro Budget im ersten Jahr seid ihr deutlich unterversorgt. Realistisch sind 4.500 Euro Mindestbudget für ein verantwortungsvolles Welpen-Jahr.
20. Sind günstige Welpen unter 1.500 Euro ein Schnäppchen?
Fast nie. In den meisten Fällen sind das Vermehrer ohne Auswertungen, was später zu höheren Tierarzt-Kosten führt.
Fazit: Ein Havaneser ist kein Luxus-Hund, aber kein Null-Kosten-Projekt
Wenn wir alles auf einen Satz reduzieren müssten: Ein Havaneser ist nicht teuer, aber er ist eine ehrliche Investition.
40.000 bis 62.000 Euro über ein Hundeleben klingen viel, sind verteilt auf 15 Jahre aber moderate 220 bis 350 Euro pro Monat. Dafür bekommt ihr einen Begleiter, der jeden Tag eures Lebens schöner macht. Wir haben das mit Fibi jeden Morgen erfahren, jeden Spaziergang, jeden gemeinsamen Abend auf der Couch.
Wer ehrlich plant, einen Notgroschen anlegt, die richtige Versicherung abschließt und nicht beim Welpenkauf spart, bekommt einen großartigen Familienhund mit überschaubarem finanziellem Risiko.
Wer mit der Erwartung kauft, dass „klein" automatisch „billig" bedeutet, wird enttäuscht. Aber das ist nicht die Schuld des Havanesers. Das ist die Folge falscher Erwartungen.
Denn am Ende ist ein Havaneser nicht teuer. Er ist wertvoll.
Quellen und Referenzen
FCI-Standard Nr. 250: Bichon Havanais
VDH-Mitgliedsvereine für Havaneser
American Kennel Club (AKC): Havanese Breed Information
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Warnungen vor illegalem Welpenhandel
Veterinär-Statistiken zu Patellaluxation bei Kleinrassen
Stiftung Warentest: Hundekrankenversicherungen im VergleichBevor Fibi bei uns eingezogen ist, haben wir uns viele Fragen gestellt. Eine davon war überraschend schwierig zu beantworten: Was kostet ein Havaneser eigentlich?


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