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Häufigste Krankheiten beim Havaneser – Symptome erkennen & richtig vorbeugen

13. Okt.
9 Min. Lesezeit

Grad 3. So lautete vor vier Jahren die erste Diagnose für Fibis Knie. Zwei Jahre später hat ein anderer Tierarzt dasselbe Knie untersucht und Grad 1 festgestellt, alles in Ordnung. Zwischen diesen beiden Befunden liegt nach der gängigen Einteilung der Unterschied zwischen „meist ein Fall für die OP“ und „beobachten“.


Das zeigt ganz gut, wie unübersichtlich das Thema Gesundheit beim Havaneser ist. Im Netz stehen vor allem allgemeine Listen, die auf jeden kleinen Hund passen würden:


Zahnstein, Ohren, empfindlicher Magen. Was beim Havaneser wirklich häufiger vorkommt als bei anderen Hunden, steht dort selten, und Zahlen fast nie.


Hier findet ihr die Erkrankungen, die für den Havaneser tatsächlich rassetypisch sind, mit Zahlen aus Zuchtdatenbanken und Versicherungsdaten. Dazu unsere Erfahrung mit Fibis Knie und Krümels zwei Operationen und eine Checkliste, welche Gesundheitsnachweise ein Züchter vorlegen sollte.


Welche Krankheiten sind beim Havaneser typisch?


Rassetypisch sind beim Havaneser vor allem Patellaluxation, Augenerkrankungen wie Katarakt und PRA, der angeborene Lebershunt, Chondrodysplasie mit erhöhtem Risiko für Bandscheibenvorfälle, Herzerkrankungen und die Hauterkrankung Sebadenitis.


Insgesamt gilt der Havaneser trotzdem als gesunde Rasse. Wie häufig die einzelnen Erkrankungen sind und woran ihr sie erkennt, zeigt die Tabelle unten.


Sind Havaneser anfällig für Krankheiten?


Nein, eher im Gegenteil. Die internationale Hundedatenbank DogWellNet wertet für den Havaneser unter anderem die Daten des schwedischen Tierversicherers Agria aus. Danach gehen Havaneser etwas seltener zum Tierarzt als der Durchschnitt aller Rassen (relatives Risiko 0,95) und ihr Sterberisiko liegt fast nur halb so hoch (0,57).


Das mittlere Alter beim Tod lag bei versicherten Havanesern bei 8,2 Jahren, im Schnitt aller Rassen bei 6,9 Jahren. Diese Zahl beschreibt nur Todesfälle unter versicherten Hunden und ist keine Lebenserwartung. Der American Kennel Club nennt für den Havaneser eine Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren, mehr dazu in Wie alt werden Havaneser?


Gesund heißt aber nicht frei von Risiken. Einige Erkrankungen kommen beim Havaneser deutlich häufiger vor als bei anderen Hunden. Bei den häufigen Todesursachen liegt laut Agria-Daten nur eine über dem Durchschnitt aller Rassen: das Herz.


Übersicht: rassetypische Krankheiten beim Havaneser

Erkrankung

Wie häufig

Erste Anzeichen

Nachweis beim Züchter

Patellaluxation

In schwedischen Versicherungsdaten fast doppelt so häufig wie im Schnitt aller Rassen. In Norwegen waren 2023 und 2024 nur 62 % der untersuchten Havaneser frei.

kurzes Hüpfen auf drei Beinen, Hinterbein wird angezogen

PL-Attest, beim VK Pflicht

Augen (Katarakt, PRA, Distichiasis, Kirschauge)

Frei waren 2015 bis 2024 in Norwegen 75 %, in Finnland 82 %, in Schweden 95 % der untersuchten Hunde.

Unsicherheit im Dunkeln, trübe Linse, Reiben

Augenuntersuchung auf PRA und Katarakt, beim VK Pflicht

Lebershunt

In einer US-Studie mit 2.400 Fällen hatte der Havaneser den höchsten Anteil aller Rassen: 3,2 % der Diagnosen, bei Mischlingen 0,05 %.

neurologische Auffälligkeiten schon beim Junghund

kein Zuchtstandard

Chondrodysplasie und CDDY

In der US-Datenbank OFA waren nur 11,8 % der getesteten Havaneser frei von der Chondrodysplasie-Variante.

Rückenschmerzen, im Ernstfall Lähmung

Gentest, in Deutschland nicht vorgeschrieben

Hüfte (Legg-Calvé-Perthes, Hüftdysplasie)

In nordischen Datenbanken nur 35 bis 43 % der geröntgten Hunde frei von Hüftdysplasie. Legg-Calvé-Perthes meist mit 4 bis 11 Monaten.

Lahmheit hinten, dünne Oberschenkelmuskeln

Hüftröntgen, in den USA empfohlen

Herz

einzige häufige Todesursache über dem Rassedurchschnitt (Agria)

Husten, schnelle Erschöpfung

Herzuntersuchung, in den USA und Schweden empfohlen

Angeborene Taubheit

vom American Kennel Club als Rassethema genannt

reagiert nicht auf Rufen

BAER-Hörtest, in den USA empfohlen

Sebadenitis

Der Havaneser gilt als prädisponiert.

Schuppen, stumpfes Fell, Haarausfall

Hautbiopsie, in Finnland und Schweden empfohlen

Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Ländern und Untersuchungen und lassen sich nicht direkt vergleichen. Untersucht werden außerdem vor allem Zuchthunde. Sie zeigen aber klar, wo beim Havaneser die Schwachstellen liegen.


Havaneser Krankheiten nach Alter


Nicht jede Erkrankung ist in jedem Alter Thema. Diese Übersicht zeigt, worauf ihr wann besonders achten solltet:

Lebensphase

Worauf achten

Warum gerade jetzt

Welpe und Junghund (bis etwa 1 Jahr)

Lebershunt, Legg-Calvé-Perthes, Patellaluxation

Der Lebershunt fällt meist schon beim jungen Hund auf, Legg-Calvé-Perthes mit 4 bis 11 Monaten. Die Patellaluxation ist meist angeboren.

Erwachsener Hund

Knie, Augen, Rücken, Haut und Ohren

Die PRA beginnt meist mit Nachtblindheit und führt oft innerhalb von ein bis zwei Jahren zur Erblindung. Bandscheibenvorfälle betreffen vor allem Träger der CDDY-Variante.

Senior

Herz, Augen

In finnischen Daten starben herzkranke Havaneser im Schnitt erst mit 12 Jahren und 3 Monaten. Herzerkrankungen sind damit vor allem ein Thema des älteren Hundes.

Auch Mischungen wie der Havaneser-Malteser-Mix sind nicht automatisch gesünder. Havaneser und Malteser teilen zum Beispiel das Risiko für Patellaluxation, mehr dazu in Havaneser-Malteser-Mix.


Patellaluxation und weitere Erkrankungen


Patellaluxation beim Havaneser: unsere Erfahrung mit Fibi


Die Patellaluxation ist beim Havaneser das orthopädische Thema Nummer eins. Die Kniescheibe springt dabei aus ihrer Gleitrinne, meist angeboren durch eine zu flache Rinne oder eine Fehlstellung der Hinterbeine. Tierärzte teilen sie in vier Grade ein: von Grad 1, bei dem die Kniescheibe sofort von selbst zurückspringt, bis Grad 4, bei dem sie dauerhaft draußen bleibt.


Zwei Tierärzte, zwei Befunde


Bei Fibi hat der erste Tierarzt vor vier Jahren Grad 3 festgestellt. Der zweite Tierarzt, bei dem später auch Krümel operiert wurde, kam vor zwei Jahren auf Grad 1 und hielt das Knie für unauffällig. Seitdem führen wir Fibi ohne OP.


Im Alltag macht sie ab und zu einen kleinen Hopser mit dem rechten Hinterbein, um es kurz zu entlasten. Zweimal, seit sie bei uns ist, blieb sie stehen, weil die Kniescheibe schmerzhaft draußen war. Beide Male war es nach kurzer Zeit vorbei.


Unsere Lehre daraus: Der Grad wird beim Abtasten bestimmt, und zwei Untersuchungen können sehr unterschiedlich ausfallen. Vor einer OP-Entscheidung lohnt sich eine zweite Meinung, am besten in einer Praxis mit orthopädischem Schwerpunkt.


Krümel: zwei Knie, zwei Operationen


Bei unserem Goldendoodle Krümel war die Lage eindeutig: ein Knie mit Grad 3 bis 4, das andere mit Grad 2 bis 3. Er wurde an beiden Knien operiert. Zusammen mit der Physiotherapie haben uns beide OPs etwa 4.000 Euro gekostet. Wie die Wochen danach abliefen, steht in Nach der Patellaluxations-OP.


Was wir im Alltag für Fibis Knie tun


  • Gewicht schlank halten, jedes Gramm zu viel belastet die Knie

  • keine Sprünge von Sofa und Bett

  • Treppen dosiert, mehr dazu in Havaneser und Treppensteigen

  • gleichmäßige Bewegung statt wilder Stopps, dazu gezielter Muskelaufbau


Übungen für den Muskelaufbau zeigen wir zusammen mit Samira in unserem Video:



Grade, Ursachen, OP-Methoden und alle Kosten im Detail stehen in unserem Ratgeber Patellaluxation beim Hund.


Wir sind keine Tierärzte. Dieser Abschnitt beschreibt unsere Erfahrung und ersetzt keine Untersuchung.


Weitere rassetypische Erkrankungen beim Havaneser


Augen: Katarakt, PRA und Distichiasis


Für Augenerkrankungen ist der Havaneser genetisch disponiert. Der Verband Deutscher Kleinhundezüchter (VK) verlangt deshalb für jeden Zuchthund eine Augenuntersuchung auf PRA und Katarakt. Eine Katarakt zeigt sich als Trübung der Linse.


Die PRA lässt die Netzhaut langsam absterben. Das erste Anzeichen ist meist Nachtblindheit: Der Hund zögert vor dunklen Räumen oder stößt bei Dämmerlicht irgendwo an. Die PRA tut nicht weh und lässt sich bisher nicht behandeln. Umso wichtiger ist, dass die Elterntiere untersucht wurden.


Nicht jedes tränende Auge ist krank. Tränenflecken haben meist harmlose Ursachen, mehr dazu in Tränenflecken beim Havaneser.


Lebershunt


Beim Lebershunt fließt Blut aus dem Darm an der Leber vorbei, Giftstoffe werden nicht richtig abgebaut. Die Anzeichen zeigen sich meist schon beim jungen Hund: neurologische Auffälligkeiten wie Taumeln oder Orientierungslosigkeit, später auch Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall oder Harnsteine. Ein junger Havaneser mit solchen Zeichen gehört zum Tierarzt.


Rücken: Chondrodysplasie und CDDY


Viele Havaneser tragen Genvarianten für kürzere Beine. Die Variante CDDY macht zusätzlich die Bandscheiben anfälliger und erhöht das Risiko für einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall. Beides lässt sich per Gentest nachweisen. In Deutschland ist der Test für die Zucht nicht vorgeschrieben, ihr könnt den Züchter aber danach fragen.

Zieht ein Hund plötzlich die Hinterbeine nach, kann nicht mehr laufen oder verliert die Kontrolle über Blase und Darm, ist das ein Notfall. Bei schweren Bandscheibenvorfällen hängen die Chancen stark davon ab, wie schnell behandelt wird.


Hüfte: Legg-Calvé-Perthes und Hüftdysplasie


Legg-Calvé-Perthes trifft vor allem junge kleine Hunde zwischen 4 und 11 Monaten. Der Oberschenkelkopf stirbt ab, der Hund lahmt hinten und die Oberschenkelmuskulatur wird dünner. Behandelt wird meist mit einer OP, die Prognose danach ist laut MSD Veterinary Manual sehr gut. Hüftdysplasie kommt ebenfalls vor, ist für die Zucht in Deutschland aber nicht vorgeschrieben.


Herz


Herzerkrankungen sind laut Agria-Daten die einzige häufige Todesursache, die beim Havaneser über dem Rassedurchschnitt liegt. Ein Herzgeräusch hört der Tierarzt beim normalen Check mit dem Stethoskop. Das Abhören gehört deshalb zur jährlichen Vorsorge, gerade beim älteren Hund.


Gehör: angeborene Taubheit


Der American Kennel Club nennt angeborene Taubheit als Rassethema. Nachweisen lässt sie sich mit einem BAER-Hörtest, den der amerikanische Rasseclub für Zuchthunde fördert. In Deutschland ist er für die Zucht nicht vorgeschrieben.


Haut und Ohren


Der Havaneser ist für Sebadenitis prädisponiert, eine Entzündung der Talgdrüsen mit Schuppen und Haarausfall. Auch Ohrenentzündungen und Juckreiz kommen laut DogWellNet häufiger vor als im Schnitt aller Rassen. Wie wir Fibis Ohren pflegen, steht in Ohrenpflege beim Havaneser.


Wann muss ein Havaneser sofort zum Tierarzt?


Unsere Faustregel, damit ihr im Ernstfall nicht lange überlegt. Sie ersetzt keine tierärztliche Einschätzung, im Zweifel lieber einmal zu früh anrufen.

Dringlichkeit

Anzeichen

Sofort zum Tierarzt oder Notdienst

Hinterbeine werden nachgezogen oder knicken weg; Hund kann nicht laufen; Kontrolle über Blase oder Darm verloren; Krampfanfall, Taumeln, Orientierungslosigkeit; Kniescheibe draußen und das Bein wird auch nach einigen Minuten nicht belastet; Auge plötzlich rot, trüb oder zugekniffen

In den nächsten Tagen abklären

Hopser werden häufiger; Unsicherheit im Dunkeln; Schuppen oder kahle Stellen; ständiges Kopfschütteln; Husten oder schnelle Erschöpfung beim Spaziergang

Beobachten und notieren

einzelner Hopser, der sofort vorbei ist, wie bei Fibi; Tränenflecken ohne gerötetes Auge


Züchter, Vorsorge, FAQ, Fazit

Welche Gesundheitsnachweise muss der Züchter vorlegen?


Der wichtigste Schutz vor Erbkrankheiten ist die Auswahl des Züchters. Beim Verband Deutscher Kleinhundezüchter (VK), einem Mitgliedsverein im VDH, gelten für Havaneser feste Regeln:

Nachweis

Was gefordert ist

Patella

beide Knie frei (Befund PL 0/0), Untersuchung frühestens mit 12 Monaten, durch einen dafür fortgebildeten Tierarzt, auf dem offiziellen VDH-Formular

Augen

Untersuchung auf PRA und Katarakt ohne Befund; Deckrüden einmal jährlich, Hündinnen etwa vier Wochen vor dem Decken

DNA-Profil

Pflicht für jeden Zuchthund

Zuchtzulassung

bestandene Zuchtzulassungsprüfung, Mindestalter 12 Monate

Wurfabstand

höchstens zwei Würfe in 24 Monaten (VDH-Zuchtordnung)

Checkliste für den Besuch beim Züchter


  • PL-Befund beider Elterntiere, beidseitig 0/0

  • aktueller Augenbefund beider Elterntiere (PRA und Katarakt)

  • Ahnentafel eines VDH-Vereins

  • Gentest auf CDDY und CDPA: kein Muss, aber ein gutes Zeichen

  • Nachfrage, ob in der Linie Herz- oder Lebererkrankungen bekannt sind

  • tierärztliche Untersuchung des Welpen, Impfpass und Chip

  • die Mutterhündin vor Ort


Kann oder will ein Züchter diese Nachweise nicht zeigen, ist das ein Warnsignal. Woran ihr seriöse Züchter erkennt und mit welchen Preisen ihr rechnen müsst, steht in Was kostet ein Havaneser?


Vorsorge im Alltag: Was wir bei Fibi machen


Vererbte Erkrankungen lassen sich nicht wegpflegen. Man kann sie aber früh bemerken und vieles im Verlauf beeinflussen. Bei Fibi gehören dazu:


  • einmal im Monat wiegen, statt das Gewicht zu schätzen

  • das Gangbild beobachten, vor allem die kleinen Hopser hinten

  • Zähne putzen, wie in Havaneser Zähne putzen beschrieben

  • Augen und Ohren einmal pro Woche ansehen

  • einmal im Jahr zum Check, inklusive Abhören des Herzens


Damit der Tierarztbesuch nicht jedes Mal Stress bedeutet, haben wir Fibi daran gewöhnt, wie in Stressfrei zum Tierarzt beschrieben. Was passieren kann, wenn man Anzeichen zu lange abwartet, haben wir in Welpe ist krank: Was tun?aufgeschrieben.

Für die Zahnpflege nutzen wir:


Werbung: Die folgenden Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber bestellst, bekommen wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.



Und für den Ernstfall braucht es Geld. Was ein Havaneser im ersten Jahr beim Tierarzt kostet, zeigt 1 Jahr Tierarztkosten. Ob sich eine Versicherung lohnt, haben wir in Havaneser Versicherung abgewogen.


Häufige Fragen zu Krankheiten beim Havaneser


Sind Havaneser oft krank?


Nein. Laut Daten des schwedischen Versicherers Agria gehen Havaneser sogar etwas seltener zum Tierarzt als der Durchschnitt aller Rassen. Rassetypische Schwachstellen gibt es trotzdem, vor allem an Knien, Augen, Leber und Herz.


Welche Krankheit ist beim Havaneser am häufigsten?


Die Patellaluxation. In schwedischen Versicherungsdaten taucht sie fast doppelt so oft auf wie im Schnitt aller Rassen, und in Norwegen waren 2023 und 2024 nur 62 % der untersuchten Havaneser frei davon. Auch Fibi ist betroffen.


Woran erkenne ich eine Patellaluxation beim Havaneser?


Typisch ist ein kurzes Hüpfen auf drei Beinen, bei dem ein Hinterbein angezogen wird und nach ein paar Schritten wieder normal aufsetzt. Bei Fibi ist es das rechte Hinterbein. Bleibt der Hund stehen oder zeigt Schmerzen, sollte ein Tierarzt das Knie untersuchen.


Was kostet eine Patella-OP beim Hund?


Bei uns lag die OP bei etwa 1.200 bis 1.500 Euro pro Knie, Stand 2024. Krümels zwei Operationen haben mit Physiotherapie zusammen etwa 4.000 Euro gekostet. Die Preise hängen stark von Klinik, Methode und Region ab.


Welche Untersuchungen sollten die Elterntiere haben?


Mindestens einen Patella-Befund mit beidseitig 0/0 und eine aktuelle Augenuntersuchung auf PRA und Katarakt, beides ist beim VK Pflicht. Gute Züchter lassen zusätzlich Gentests auf CDDY und CDPA machen.


Welche Krankheiten haben Havaneser im Alter?


Im Alter rücken vor allem Herz und Augen in den Vordergrund. Herzerkrankungen sind laut Agria-Daten die einzige häufige Todesursache, die beim Havaneser über dem Rassedurchschnitt liegt, und betreffen vor allem ältere Hunde. Deshalb gehört das Abhören des Herzens zu jedem jährlichen Check.


Wie alt werden Havaneser?


Der American Kennel Club nennt 14 bis 16 Jahre. Damit gehört der Havaneser zu den langlebigen Rassen. Was die Lebenserwartung beeinflusst, steht in unserem Artikel zur Lebenserwartung, verlinkt weiter oben.


Braucht ein Havaneser eine Krankenversicherung?


Das hängt davon ab, ob ihr eine OP aus Rücklagen bezahlen könnt. Krümels zwei Knie haben uns etwa 4.000 Euro gekostet. Welche Versicherungen es gibt und was sie abdecken, steht in unserem Versicherungsartikel.


Fazit: gesund, aber nicht ohne Schwachstellen


Der Havaneser ist eine gesunde, langlebige Rasse. Seine Schwachstellen sind aber gut bekannt: Knie, Augen, Leber, Rücken und Herz. Den größten Unterschied macht die Wahl des Züchters, denn gegen Erbkrankheiten hilft vor allem, dass die Elterntiere untersucht wurden.


Danach kommt es auf den Alltag an: schlankes Gewicht, gelenkschonende Bewegung und genaues Hinsehen. Fibi kommt damit bis heute ohne Knie-OP aus.


Quellen




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