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Darf man einen Havaneser scheren? Anleitung, Schnittlängen & Tipps 2026

Aktualisiert: 8. Mai

Darf man einen Havaneser scheren? Und wenn ja — wie, wie oft und wie kurz?


Diese Fragen haben wir uns vor fünf Jahren selbst gestellt und inzwischen gefühlt hundertfach unter unseren YouTube-Videos und auf Instagram wiedergefunden. Die kurze Antwort: ja, man darf.


Aber nicht jede Länge, nicht jedes Tier und nicht in jeder Jahreszeit ist eine gute Idee. In diesem Guide teilen wir unsere ehrliche Praxiserfahrung mit Fibi, inklusive der Fehler, die wir selbst gemacht haben und beantworten alle wichtigen Detailfragen, die wir vor unserer ersten Schur gerne gewusst hätten.


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Havaneser scheren — die Kurzantwort


Ja, du darfst deinen Havaneser scheren — Aber nie kürzer als 6–9 mm.


  • Beste Schnittlänge: 9 mm (Körper) bis 13 mm (Kopf und Rute)

  • Intervall: alle 8–12 Wochen, abhängig von Länge und Wachstum

  • Ab wann: frühestens ab 6 Monaten für die erste Schur

  • Selbst oder Profi: beides möglich, DIY spart bis zu 700 € im Jahr

  • Wichtiger Schutz: unter 6 mm fehlt der natürliche UV- und Hitzeschutz


Das Havaneser-Fell — Warum dieses Thema eine Sonderrolle spielt


Der Havaneser gehört zu den Rassen ohne Unterwolle. Er hat nur ein langes Deckhaar, das weich, seidig und leicht wellig bis lockig wächst. Der große Unterschied zu anderen Hunden: das Fell fällt nicht zyklisch aus, sondern wächst kontinuierlich — wie menschliches Haar. Deshalb haart ein Havaneser kaum und gilt als relativ allergikerfreundlich.


Dieser Vorteil hat aber eine Kehrseite: Ohne regelmäßige Pflege entstehen schnell Filzknoten, besonders an diesen kritischen Stellen:


  • Achseln und Brustbereich

  • hinter den Ohren

  • Bauch und Innenschenkel

  • Hinterläufe (wo das Fell am Körper reibt)

  • Rute und Pfotenzwischenräume


Regelmäßiges Bürsten bleibt deshalb die wichtigste Grundlage — egal, ob du scherst oder nicht. Wir nutzen für Fibi eine Kombination aus einer weichen Zupfbürste* und einem Entfilzungskamm* für die empfindlichen Stellen. Mehr zu unserer Routine im Beitrag Havaneser Bürste – die richtige Routine für knotenfreies Fell.


Scheren, Trimmen, Schneiden — Die Begriffe sauber getrennt


Diese drei Begriffe werden oft verwechselt. Der Unterschied ist entscheidend:


  • Scheren heißt: Haare werden mit einer elektrischen Schermaschine gleichmäßig gekürzt. Schnell, für den ganzen Körper geeignet.


  • Trimmen heißt: abgestorbene Haare werden aus dem Fell gezupft. Beim Havaneser nicht üblich, weil er kein zu trimmendes rauhes Fell hat. Dieser Begriff gehört zu Terriern oder Schnauzern.


  • Schneiden heißt: mit einer Schere Einzelbereiche gezielt kürzen — ideal für Gesicht, Pfoten, Rute.


In der Praxis kombiniert man meist Scheren (Körper) mit Schneiden (Details). Wer Schere pur bevorzugt, arbeitet schonender, braucht aber deutlich länger.


Darf man einen Havaneser überhaupt scheren?


Ja — mit einer klaren Einschränkung: die Länge. Unter 6 mm wird es kritisch, unter 3 mm solltest du es grundsätzlich vermeiden. Grund: Ohne Unterwolle ist das Deckhaar der einzige Schutz der Havaneser-Haut. Darunter liegt sehr helle, dünne Haut, die extrem schnell einen Sonnenbrand bekommt.


Wichtig zu wissen: Scheren hat keine direkte Kühlwirkung. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln und die Pfotenballen — nicht über das Fell. Eine Schur macht also im Hochsommer nur begrenzt einen Temperatur-Unterschied, sehr wohl aber einen beim Alltagskomfort (weniger Schwitzen unter den Haaren, weniger Feuchtigkeitsklumpen, weniger Filzen).


Ab welchem Alter kann man einen Havaneser scheren?


Eine der meistgestellten Fragen, die fast nie klar beantwortet wird:


Frühestens mit 6 Monaten. Bis dahin ist das Welpenfell so fein, dass eine Schermaschine die Haut reizen kann. Zwischen 4 und 6 Monaten reicht in der Regel ein Hygieneschnitt mit der Schere an Bauch, Pfoten und Augenpartie.


Die erste Vollschur passt gut zwischen dem 8. und 12. Lebensmonat — oft dann, wenn sich das Welpenfell zum Erwachsenenfell verändert und die ersten Verfilzungen auftreten. Viele Züchter empfehlen, den ersten Schur-Termin beim Hundefriseur zu machen, damit das Tier die Maschine kennenlernt.


Gerade in dieser Phase merken viele, dass nicht nur das Fell Thema wird, sondern plötzlich alles gleichzeitig: Schlaf, Stubenreinheit, Beißhemmung, Sozialisierung, Tierarzttermine und die Frage, was eigentlich wirklich wichtig ist. Genau dafür haben wir unser Welpen-Starterpaket Havaneser geschrieben.


Es begleitet dich durch die ersten Wochen und Monate mit deinem Havaneser und hilft dir, typische Anfängerfehler zu vermeiden, bevor sie sich festsetzen.


Welpen-Starterpaket Havaneser
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Die optimalen Schnittlängen im Überblick

Länge

Name

Geeignet für

Unsere Bewertung

3 mm

Kurzschur

nicht empfohlen

zu wenig UV-Schutz

6 mm

Sommerschnitt kurz

sehr aktive Outdoor-Hunde mit Schatten

grenzwertig

9 mm

Sommerschnitt moderat

Alltag bei Hitze

Fibis Normallänge

13 mm

Welpenschnitt / Puppy Cut

pflegeleichter Alltag

sehr empfehlenswert

19 mm

Langer Welpenschnitt

wenig Zeit zum Stylen

guter Mittelweg

25+ mm

Natürliche Länge

Showhund, ästhetischer Anspruch

hoher Pflegeaufwand

Bei uns trägt Fibi das ganze Jahr über 9 mm am Körper, 13 mm an Kopf, Ohren und Rute. Im Hochsommer wird der Bauch-Bereich auf 6 mm gekürzt — aber nie am Rücken.


Die beliebtesten Havaneser-Frisuren im Detail


Der Puppy Cut / Welpenschnitt (ca. 13 mm)


Der absolute Klassiker unter den Havaneser-Frisuren. Gleichmäßige Länge am gesamten Körper, runder Kopf mit ausgeprägtem Gesicht. Lässt den erwachsenen Havaneser aussehen wie einen ewig jungen Welpen. Minimaler Pflegeaufwand: fünf bis zehn Minuten Bürsten alle zwei Tage reichen in der Regel.


Der Teddy Cut (ca. 19–25 mm)


Etwas längeres Fell, rund geformt für die Teddybär-Optik. Pflegeaufwand höher, dafür bleibt die charakteristische Havaneser-Silhouette erhalten. Besonders beliebt bei mehrfarbigen Havanesern, weil die Farben so besser zur Geltung kommen.


Der Sommerschnitt (6–9 mm)


Ein Zwischen-Schnitt bei starker Hitze oder nach Wanderurlaubs-Verfilzungen. Oft kombiniert mit einem noch kürzeren Bauchbereich für die direkte Kühlung auf kalten Fliesen. Kein jährliches Muss — hängt von Temperatur, Alltag und Fellstruktur ab.


Der Hygieneschnitt


Keine Vollschur, sondern gezieltes Kürzen an Bauch, Pfotenballen, Anal- und Augenbereich. Ideal für Havaneser, deren Fell am Körper lang bleiben soll. Die günstigste und schonendste Variante.


Der Kennel Cut / Praktikerschnitt (9 mm gleichmäßig)

Komplett einheitliche Länge über den ganzen Körper, inklusive Kopf und Beine. Kein Styling-Anspruch, maximal pflegeleicht. In den USA sehr verbreitet, in Deutschland eher ungewöhnlich.


Wie oft sollte man einen Havaneser scheren?


Die richtige Frequenz hängt von der gewählten Länge ab:


  • Puppy Cut (13 mm): alle 8–10 Wochen

  • Sommerschnitt (9 mm): alle 6–8 Wochen

  • Teddy Cut (19+ mm): alle 10–12 Wochen plus Hygieneschnitt zwischendurch

  • Hygieneschnitt allein: alle 4–6 Wochen


Ein Havaneser-Fell wächst etwa 1 bis 1,5 cm pro Monat. Rechne das bei der Terminplanung ein.


Wann im Jahr sollte man Havaneser scheren?


Viele Halter scheren reflexartig „zum Sommer" — das ist aber nicht zwingend nötig und manchmal sogar kontraproduktiv.


Sinnvoll im Frühling (März bis Mai): Wenn die Temperaturen steigen und der Havaneser beim Gassigehen sichtbar schwitzt oder nach Spaziergängen stark verfilzt nach Hause kommt.


Sinnvoll im Herbst (September/Oktober): Ein Herbst-Refresh vor der kalten Zeit, damit das Fell sauber und gepflegt in den Winter geht — aber nicht zu kurz.


Vorsicht im Hochwinter (Dezember bis Februar): Niemals unter 13 mm scheren, sonst friert dein Havaneser bei Spaziergängen. Alternativ einen gefütterten Hundemantel nutzen. Viele Halter lassen das Fell im Winter bewusst etwas länger.


Vorsicht im Hochsommer (Juli/August): Klingt paradox, ist aber wichtig — wenn du erst bei 35°C scherst und dabei versehentlich zu kurz, ist der UV-Schutz weg. Lieber Ende Mai / Anfang Juni noch mal kürzen.


Selbst scheren oder zum Hundefriseur? Der Kostenvergleich


Beides hat Vor- und Nachteile. Wir machen beides — Basis-Schuren zuhause, einmal im Jahr zum Profi für den Feinschliff.


Was kostet Havaneser scheren beim Hundefriseur?

Region

Durchschnittspreis pro Termin

Großstadt (München, Hamburg, Berlin, Frankfurt)

70–110 €

Mittlere Städte

55–85 €

Ländlicher Raum

40–65 €

Mobile Groomer

80–130 € (inkl. Anfahrt)

Die Spanne kommt durch Leistungsumfang: reines Scheren, Scheren inkl. Baden, Scheren inkl. Baden und Föhnen, plus optional Krallenschneiden und Ohrenreinigung.

Jahreskosten-Vergleich

Position

Hundefriseur

Selbst scheren

Pro Termin

50–90 €

0 € (nach Anschaffung)

Termine pro Jahr

6–8

6–8

Jahreskosten

300–720 €

0 € laufend

Einmalige Anschaffung

150–300 €

Amortisation

nach 4–6 Monaten

Über ein durchschnittliches Havaneser-Leben von 14 Jahren sparst du mit Selbst-Schur etwa 3.500–7.000 € — ein signifikanter Betrag.


Wann der Hundefriseur die bessere Wahl ist


  • Erste Schur überhaupt (einmal professionell zuschauen und nachfragen)

  • Starke Verfilzungen, die entknotet werden müssen

  • Hund ist unruhig oder hat Angst vor Maschinen

  • Jahres-Grundform und Kopf-/Gesichtsdetails


Wann du problemlos selbst scheren kannst


  • Routine-Schuren zwischen Profi-Terminen

  • Entspanntes, geübtes Tier

  • Einfache Längen-Refreshs ohne große Formänderungen


Schermaschinen-Vergleich für Havaneser


Die gute Nachricht: Havaneser sind dankbare Kandidaten für fast jede hochwertige Schermaschine, weil sie dünnes Fell haben und klein sind. Die schlechte Nachricht: Billigmaschinen unter 50 € überhitzen schnell und rupfen statt schneiden. Hier die realistischen Optionen:

Modell

Preis

Stärken

Schwächen

Empfehlung

ca. 180 €

leise, robust, zuverlässig

nur netzbetrieben

Unsere Wahl für Havaneser

ca. 350 €

Profi-Qualität, sehr langlebig

höherer Preis

Für Langzeitnutzung

ca. 230 €

stark, US-Profi-Standard

etwas lauter

Für dichteres Fell

ca. 130 €

kabellos, flexibel

Akkulaufzeit begrenzt

Für mobile Einsätze

ca. 200 €

akkubetrieben, leise

teurer

Premium-Akku-Variante


Die komplette Grundausstattung


1. Schermaschine (siehe Vergleich oben)

2. Scherkopf-Aufsätze in 6 mm, 9 mm und 13 mm — reichen für 90 % aller Schuren. Achte beim Kauf auf Kompatibilität mit deinem Maschinen-Modell.

3. Scheren-Set für Details. Ohne Schere geht's nicht — für Gesicht, Pfoten und Rute. Empfehlung: Hundescheren Set* (gerade, gebogen, Effilier).

4. Rutschfeste Unterlage. Eine Antirutsch-Pflegematte* macht den Unterschied zwischen entspannter und stressiger Schur.

5. Klingen-Kühlspray. Cool Care Spray* verlängert die Lebensdauer der Klinge und verhindert Verbrennungen an der Haut.

6. Beschäftigung während der Schur. Eine Schleckmatte* hält den Hund 15–20 Minuten ruhig. Macht einen riesigen Unterschied.

7. Leckerlis zur Belohnung. Kleine, weiche, schnell verputzbare Leckerlis sind ideal für Pausen.

8. Für danach: Pfotenbalsam. Hundebalsam* bei trockenen Ballen nach dem Scheren.


Schritt-für-Schritt: So scheren wir Fibi zuhause


Hier in Kurzform. Die ausführliche Version mit Fotos findest du im Beitrag Havaneser Fell schneiden – Schritt-für-Schritt-Anleitung.


  1. Gründlich bürsten und entfilzen. Der wichtigste Schritt. Filzknoten blockieren jede Schermaschine und ziehen schmerzhaft.

  2. Hund entspannen. Mit Leckerli-Einheit starten, ruhige Umgebung, keine laute Musik.

  3. An unkritischen Stellen beginnen. Bei uns der Rücken. Immer in Wuchsrichtung scheren.

  4. Alle 5–10 Minuten Pause. Klinge kühlen, Leckerli geben, kurz bürsten.

  5. Sensible Bereiche zuletzt. Bauch, Innenschenkel, Genitalbereich nur mit langen Aufsätzen und viel Ruhe.

  6. Kopf, Gesicht, Pfoten mit Schere. Niemals Maschine im Gesicht ansetzen. Zu viel Verletzungsrisiko.

  7. Nachkontrolle und Durchbürsten. Gleichmäßigkeit prüfen, kleine Unebenheiten mit der Schere korrigieren.

  8. Baden. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die Haarreste loszuwerden.


Rechne für die erste Selbst-Schur realistisch 60–90 Minuten. Mit Routine bist du in 30–45 Minuten durch.


Die 7 häufigsten Fehler beim Havaneser-Scheren — und wie du sie vermeidest


Fehler 1: Zu kurz geschoren. Lösung: Grundsatz 9 mm für den Körper, 13 mm für Kopf und Rute. Unter 6 mm nur in absoluten Ausnahmefällen.

Fehler 2: Ohne Entfilzen direkt geschert. Lösung: Erst komplett durchbürsten, dann entfilzen, dann scheren. Bei hartnäckigen Knoten mit Entfilzer-Spray* einweichen.

Fehler 3: Billige Schermaschine gekauft. Lösung: Mindestens 120 € investieren. Siehe Schermaschinen-Vergleich oben. Billig ist auf Dauer teurer, weil sie schnell kaputtgeht.

Fehler 4: Gegen die Wuchsrichtung geschert. Lösung: Immer in Wuchsrichtung arbeiten. Gegen den Strich führt zu Unebenheiten und reizt die Haut.

Fehler 5: Ohne Pausen durchgezogen. Lösung: Alle 5–10 Minuten eine Mini-Pause, Klinge mit Kühlspray* kühlen, Hund belohnen. Erhitzte Klingen können Hautverbrennungen verursachen.

Fehler 6: Im Gesicht mit der Maschine gearbeitet. Lösung: Gesicht ausschließlich mit der Schere, mit der freien Hand abschirmen. Augen und Schnauze nie mit der Maschine.

Fehler 7: Zu häufige Schur. Lösung: Mindestens 6 Wochen Abstand. Häufigeres Scheren ist selten nötig und belastet Haut und Fellstruktur.


Der Kastratenfell-Mythos — was dran ist


Immer wieder hört man: „Wenn du deinen Havaneser scherst, wird das Fell für immer wollig und verliert seine seidige Struktur." Das ist eine Halbwahrheit.


Was stimmt: Bei sehr häufigen, sehr kurzen Schuren kann sich die Fellstruktur tatsächlich leicht verändern — das Haar kann dichter und etwas wolliger nachwachsen. Das nennt man umgangssprachlich Kastratenfell, weil es bei kastrierten Tieren häufiger auftritt (hormonell bedingt, oft kombiniert mit häufigem Scheren).


Was nicht stimmt: Dass jede Schur automatisch das Fell ruiniert. Bei moderaten Längen (9–13 mm) und vernünftigen Intervallen (8–12 Wochen) gibt es in der Praxis keine dauerhafte Veränderung. Wer einmal pro Jahr einen Welpenschnitt machen lässt, muss sich keine Sorgen um die Fellstruktur machen.


Mehr dazu im Beitrag Kastratenfell beim Havaneser.


Nach dem Scheren: So pflegst du dein Tier jetzt richtig


Die Schur ist fertig — was viele nicht wissen: die ersten 48 Stunden danach sind entscheidend.


Direkt nach dem Scheren: Baden und gründlich föhnen, um Haarreste loszuwerden. Vorsicht mit zu heißer Föhnluft auf kurzem Fell. Ein leiser Hundeföhn* macht es für beide Seiten angenehmer.


Sonnenexposition meiden: In den ersten 1–2 Wochen nach einer Schur mit kurzen Längen (unter 9 mm) direkte Mittagssonne vermeiden oder einen hellen UV-Schutz-Hundebody* nutzen.


Haut beobachten: Rötungen, Juckreiz oder kleine Pickel können auftreten. Meist harmlos und nach 2–3 Tagen weg. Falls nicht: Tierarzt.

Wärmer anziehen im Winter: Nach einer Winter-Schur friert dein Havaneser schneller. Ein gefütterter Mantel ist dann Pflicht.

Bürsten trotzdem nicht vergessen: Auch kurzes Fell sollte alle 2–3 Tage durchgebürstet werden, damit nichts verfilzt nachwächst.

Wenn dein Havaneser nach der Schur zittert: Das ist häufig Stressreaktion oder Temperatur-Empfinden, nicht Krankheit. Warm einpacken, Ruhe, Kuscheleinheit. Hält es länger als einen Tag an, tierärztlich abklären lassen.


Unser Fazit: Scheren ist erlaubt — aber mit Augenmaß


Ob du deinen Havaneser scheren solltest, hängt von Alltag, Fellstruktur und deinem Pflege-Aufwand ab. Für uns bei Fibi hat sich ein moderater Welpenschnitt mit 9 mm am Körper und 13 mm an Kopf, Ohren und Rute bewährt — pflegeleichter Alltag, ausreichend Schutz und Fibi wirkt sichtbar komfortabler nach jeder Schur.


Unser wichtigster Rat: Lass dich nicht von Internet-Meinungen verunsichern, aber informiere dich vorher gründlich. Die erste Schur beim Profi machen lassen, zuschauen, Fragen stellen. Beim zweiten Mal selbst probieren.


Die drei Regeln, die bei uns über die Jahre stehen geblieben sind: Erstens nie unter 6 mm. Zweitens nie ohne vorheriges Bürsten. Drittens nie ohne Pausen. Wer diese drei Regeln einhält, kann beim Havaneser-Scheren kaum etwas falsch machen.


FAQ: Häufige Fragen zum Havaneser-Scheren


Darf man einen Havaneser überhaupt scheren?


Ja, man darf einen Havaneser scheren. Entscheidend ist die Länge: Unter 6 mm verliert das Fell seinen natürlichen UV- und Hitzeschutz, was bei der hellen Havaneser-Haut schnell zu Sonnenbrand führen kann. Moderate Längen zwischen 9 und 13 mm sind gut verträglich und im Alltag bewährt. Eine radikale Kurzschur sollte die Ausnahme bleiben.


Wie kurz darf man einen Havaneser scheren?


Die meisten Hundefriseure und Tierärzte empfehlen als Mindestlänge 6 mm, besser 9 mm. Darunter fehlt der natürliche Schutz vor UV-Strahlung, Insekten und mechanischen Reizen. Eine 3-mm-Schur ist nur bei extremen Verfilzungen sinnvoll, die nicht mehr zu retten sind.


Ab welchem Alter kann ich meinen Havaneser das erste Mal scheren?


Frühestens mit 6 Monaten. Bis dahin reicht ein Hygieneschnitt mit der Schere an Bauch, Pfoten und Augenpartie. Die erste richtige Vollschur passt gut zwischen dem 8. und 12. Lebensmonat. Wir empfehlen, die erste Schur beim Hundefriseur machen zu lassen, damit dein Welpe die Schermaschine entspannt kennenlernt.


Wie oft sollte man einen Havaneser scheren?


Das hängt von der Länge ab. Bei einem Welpenschnitt mit 13 mm sind alle 8–10 Wochen üblich, bei einem kürzeren Sommerschnitt alle 6–8 Wochen, bei einem Teddy Cut alle 10–12 Wochen. Zusätzlich empfiehlt sich ein Hygieneschnitt zwischendurch, bei dem nur Pfoten, Bauch und Analbereich gekürzt werden.


Verändert sich das Fell nach dem Scheren?


Das kann passieren, ist aber bei moderaten Längen die Ausnahme. Bei sehr häufigem oder sehr kurzem Scheren kann das nachwachsende Fell etwas wolliger und dichter werden — das sogenannte Kastratenfell-Phänomen. Bei einer Schur alle 8–12 Wochen auf 9–13 mm ist in der Praxis kaum eine dauerhafte Veränderung zu beobachten.


Kann ich einen Havaneser selbst scheren oder muss ich zum Hundefriseur?


Beides funktioniert gut. Selbst scheren spart auf Jahre gerechnet 3.500–7.000 € und ist nach ein wenig Übung machbar, sofern der Hund ruhig bleibt. Für die erste Schur empfehlen wir den Hundefriseur. Zwischen den Profi-Terminen lassen sich Refreshs gut zuhause erledigen.


Welche Schermaschine ist für Havaneser am besten?


Empfehlenswert sind leise, drehzahlgeregelte Maschinen mit Keramik- oder Carbon-Klingen. Beliebte Havaneser-Modelle sind die Moser Max 50 (beste Preis-Leistung), die Aesculap Favorita II (Profi-Standard) und die Oster Golden A5. Billig-Maschinen unter 50 € überhitzen schnell, reißen Haare und halten selten länger als sechs Monate.


Was kostet das Scheren beim Hundefriseur?


Für einen Havaneser zahlst du beim Hundefriseur je nach Region zwischen 40 € (ländlich) und 110 € (Großstadt) pro Termin. Mobile Groomer mit Hausbesuch sind mit 80–130 € am oberen Ende. Bei 6–8 Terminen pro Jahr kommen also 300–720 € zusammen. Eine eigene Schermaschine kostet einmalig 150–300 €.


Wann ist der beste Zeitpunkt zum Scheren im Jahr?


Die sinnvollsten Zeitpunkte sind Frühling (März–Mai) und Herbst (September/Oktober). Im Hochwinter sollte nur auf moderate Längen (mindestens 13 mm) geschoren werden, sonst friert dein Havaneser. Im Hochsommer scheren wir nicht mehr kurz, weil der UV-Schutz dann kritisch wird — besser vor der Hitzewelle.


Muss ich vor dem Scheren baden?


Nein, im Gegenteil: Gebadet wird nach der Schur. Nasses Fell verstopft die Schermaschine und macht die Klinge schnell stumpf. Ideal ist trockenes, gut gebürstetes und entfilztes Fell. Baden direkt nach der Schur entfernt die kleinen Haarreste und ist sehr angenehm.


Mein Havaneser zittert nach dem Scheren — ist das normal?


Häufig ja. Zittern nach dem Scheren hat meist zwei Ursachen: Stressreaktion (die Maschine war anstrengend) oder Temperatur-Empfinden (das Fell ist kürzer, der Hund friert leichter). Beides ist harmlos und vergeht meist nach einigen Stunden. Warm einpacken, ruhige Kuscheleinheit, Wasser anbieten. Dauert das Zittern länger als 24 Stunden an oder kommen andere Symptome dazu, bitte tierärztlich abklären lassen.


Kann mein Havaneser nach dem Scheren Sonnenbrand bekommen?


Ja, und zwar schnell. Besonders bei hellen Havanesern mit pigmentarmer Haut ist das Risiko hoch. Nach einer Schur unter 9 mm in den ersten zwei Wochen direkte Mittagssonne vermeiden, kühle Spaziergangszeiten wählen oder einen UV-Schutz-Body anziehen. Bei sehr hellen Tieren auch spezielle Hunde-Sonnencreme für die Schnauze und Ohrenspitzen erwägen.


Kann ich im Winter scheren?


Ja, aber mit Einschränkung: Im Winter sollte die Schnittlänge nicht unter 13 mm liegen, sonst friert dein Havaneser bei Spaziergängen. Alternativ kannst du einen gefütterten Hundemantel nutzen. Viele Havaneser-Halter lassen das Fell im Winter bewusst etwas länger und scheren erst wieder vor der warmen Saison.


Wie lange dauert eine Havaneser-Schur?


Als Anfänger brauchst du für eine komplette Selbst-Schur realistisch 60–90 Minuten. Mit Routine bist du in 30–45 Minuten durch. Beim Hundefriseur dauert ein Termin inklusive Baden, Föhnen und Schneiden meist 90–120 Minuten.


Was ist der Unterschied zwischen Welpenschnitt und Teddy Cut?


Der Welpenschnitt (Puppy Cut) ist kürzer — etwa 13 mm gleichmäßig über den ganzen Körper. Der Teddy Cut ist länger — 19–25 mm, rund geformt für eine plüschige Optik. Der Welpenschnitt ist pflegeleichter, der Teddy Cut zeigt die Havaneser-Silhouette besser. Entscheide nach Alltag und Zeitbudget.


Soll ich mein Havaneser-Gesicht mit Maschine oder Schere scheren?

Immer mit der Schere. Das Gesicht ist zu sensibel für die Maschine — das Risiko, Augen oder empfindliche Stellen zu verletzen, ist zu hoch. Mit einer gebogenen Gesichtsschere arbeitest du sicher und präzise. Die freie Hand schirmt die Augen ab.


Wie beruhige ich meinen Havaneser beim Scheren?


Die effektivste Methode ist Positives Konditionieren über mehrere Wochen: Schermaschine erst nur einschalten (Hund bekommt Leckerli), dann angelegt halten (Leckerli), dann erst scheren. Eine gefüllte Schleckmatte oder ein Kong während der Schur hält den Hund 15–20 Minuten beschäftigt. Ruhige Umgebung, keine Hektik, viele Pausen.


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